Rote Zwiebeln als Krebskiller?

Rote Zwiebeln enthalten viel Qercetin und Anthocyan, das verleiht ihnen eine antikanzerogene Wirkung. © Hans/ pixavay
Superfood aus dem Supermarkt: Rote Zwiebeln haben sich in ersten Tests als effektive Krebskiller erwiesen. Extrakte der Zwiebeln lösten bei Darmkrebs- und Brustkrebszellen den Zelltod aus und unterbrachen die Kommunikation zwischen den Krebszellen, wie US-Forscher berichten. Diese Wirkung beruht auf dem Inhaltsstoff Quercetin, einem Naturfarbstoff, der auch in Heidelbeeren und dem Gewürz Liebstöckel enthalten ist.

scinexx

Wenn es um „Superfoods“ geht, denken viele an exotische Beeren, Chiasamen oder auch Granatäpfel. Denn diese Pflanzenprodukte enthalten häufig besonders viele Antioxidantien und anderer gesunde Inhaltsstoffe. So sollen Blaubeeren gegen beginnende Demenz und Parkinson helfen, Nüsse gegen Darmkrebs schützen und Granatäpfeln die Muskeln vor der Alterung bewahren.

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Getöteter Flüchtlingsberater stammte aus dem Irak

Der von einem syrischen Flüchtling in einer Beratungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) getötete Psychologe stammte aus dem Irak.

evangelisch.de

Der 30-Jährige war 2004 zum Studium nach Deutschland gekommen und hatte zunächst ehrenamtlich, später hauptamtlich in der Flüchtlingshilfe gearbeitet, wie ein DRK-Sprecher am Donnerstag in Saarbrücken sagte. Der mutmaßliche Täter hatte den Psychologen den Ermittlungen zufolge am Mittwoch während eines Beratungsgesprächs in der Einrichtung in Saarbrücken erstochen.

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„Manifest“ des Münchner Amokläufers belegt rechtsextreme Gesinnung

Trauer nach der Tat. (Foto: Sven Hoppe/dpa)
  • Obwohl die Ermittlungen abgeschlossen sind, kommen immer wieder neue Details zu den Hintergründen des Münchner Amoklaufs ans Licht.
  • Die bayerische Staatsregierung hat nun zum ersten Mal Auszüge aus dem „Manifest“ des Amokläufers veröffentlicht – nach Nachhaken der Grünen.
  • Darin finden sich Schilderungen des Mobbings und eindeutig rechtsradikales Gedankengut. Das entfacht eine neue Debatte um die Tatmotive.

Von Thomas Schmidt | Süddeutsche.de

Die bayerische Staatsregierung hat zum ersten Mal Auszüge aus dem „Manifest“ des Amokläufers vom Olympia-Einkaufszentrum veröffentlicht. Fast genau ein Jahr, bevor David S. am Abend des 22. Juli 2016 in München neun Menschen und dann sich selbst tötete, erstellte er auf seinem Computer ein zwei Seiten langes Dokument, das tiefe Einblicke in die krude Gedankenwelt des Attentäters erlaubt. Die Auszüge aus diesem Schriftstück belegen die rechtsextreme Gesinnung des Mörders und entfachen erneut eine Debatte über dessen Tatmotive.

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Mikroskop statt Kreuz

Westfassade des Berliner Stadtschlosses mit Kuppel, März 2017. Bild: Doovele / CC0 1.0
Der Humanistische Verband (HVD) möchte kein christliches Symbol, sondern ein Zeichen naturwissenschaftlicher Gesinnung auf dem Dach des Berliner Schlosses. Ein Kommentar

Von Meinhard Creydt | TELEPOLIS

Die Leitung der Berliner Ortsgruppe des Humanistischen Verbands (HVD) möchte laut einer Pressemitteilung vom 2.6. 2017 das Dach des Berliner Schlosses (bzw. „Humboldt-Forum“) gekrönt sehen nicht durch ein Kreuz, sondern durch ein Mikroskop.

Dieser Vorschlag gleicht einer Schlüsselszene. Sie stellt symbolisch verdichtet eine von der FDP bis zu Linken weit verbreitete problematische Haltung zur Religion dar. Suggeriert wird, die Sinnstiftung des christlichen Glaubens lasse sich ersetzen durch eine naturwissenschaftliche Gesinnung.

Die Fragen und Problemstellungen sowie die Antworten von Religionen zu kritisieren ist das eine. Etwas anderes ist es, die Überwindung der Ursachen und Gründe für die Religion einem Wissenschaftsglauben zuzutrauen. Diese Vorstellung gehört zu einer über sich selbst unaufgeklärten Aufklärung und grenzt heute an Realsatire. Mikroskop statt Kreuz – das ist einfach nur schief gedacht. Beide stehen nicht auf einer Ebene.

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Göttlich: Christ stirbt, nachdem sich drei Ärzte weigern, ihn zu berühren

Pakistan: Ärzte hatten Angst, während des Ramadan ihr Fasten zu brechen

kath.net

Im pakistanischen Umerkot ist ein christlicher Kanalarbeiter gestorben, nachdem sich drei Ärzte weigerten, ihn zu berühren. Die Ärzte hätten gesagt, sie könnten den bewusstlosen Irfan Masih nicht anfassen, da sie damit ihr Fasten während des Ramadan brechen würden, berichtet Parvaiz Masih, der Bruder des Toten.

„Unrein“ in den Augen der Ärzte

Der 35-jährige Irfan Masih war am 1. Juni gemeinsam mit zwei anderen christlichen Kollegen dazu abgestellt worden, Abwasserleitungen zu reinigen. Wie Irfans Bruder berichtet, wurde den Arbeitern keine Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt.

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„Von Israelhass kann keine Rede sein“

Matthias Jochheim ist Sprecher von Kopi und Mitorganisator der Konferenz. Foto: privat
Matthias Jochheim, Organisator der Konferenz zu „50 Jahre israelische Besatzung“ in Frankfurt, verwahrt sich gegen Antisemitismus-Vorwürfe.

Von Danijel Majic | Frankfurter Rundschau

Herr Jochheim, hassen Sie Israel?
Nein, das weise ich entschieden zurück. Erst einmal bin ich mir der deutschen Vergangenheit bewusst und weiß, dass Israel ein Zufluchtsort war für sehr viele Menschen, die vor dem Nazi-Terror fliehen mussten. Ich habe Israel auch schon besucht. Wir haben ja auch Kontakt zu israelischen IPNNW-Kollegen und stehen im regen Austausch. Von Israelhass kann keine Rede sein.

Die Gegner Ihrer Konferenz bezeichnen Sie aber gerne mal als Israelhasser…
Sie sprechen da unter anderem von Jutta Ditfurth. Ich finde Frau Ditfurth geht da ziemlich schnell auf eine persönliche Ebene und wird beleidigend. Das bringt uns nicht weiter. Es geht doch um einen schwerwiegenden politischen Konflikt. Dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen. Und es sind jede Menge Emotionen im Spiel. Sehen Sie, wir arbeiten mit der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden zusammen, wir arbeiten mit Moshe Zuckermann zusammen. Von sieben Rednern unserer Konferenz sind drei Israelis.

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Weißer Zwerg bestätigt Einstein

Die Masse eines Weißen Zwergs verzerrt das Licht eines Hintergrundsterns – seine Position erscheint verschoben. Diesen Linseneffekt sagte schon Einstein voraus. © NASA, ESA, and A. Feild (STScI)
Nach gut 100 Jahren endlich gelungen: Einstein sagte voraus, dass die Gravitation eines Sterns die Raumzeit krümmt – und so das Licht eines Hintergrundsterns verzerrren kann. Jetzt haben Astronomen diesen Gravitationslinseneffekt erstmals bei einem fremden Stern verfolgt – bisher war dies nur bei unserer Sonne oder ganzen Galaxien gelungen. Ein Weißer Zwerg schob sich so vor einen fernen Hintergrundstern, dass ein halb verdeckter Hintergrundstern scheinbar seine Position veränderte.

scinexx

Schon vor gut 100 Jahren postulierte Albert Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie, dass die Gravitation sogar auf das Licht wirkt. Den Beweis für diesen Effekt lieferte am 26. Mai 1919 eine Sonnenfinsternis, bei der Astronomen gezielt Sterne hinter der Sonne anvisierten, um die scheinbare Positionsverschiebung durch den Linseneffekt einzufangen. Dies gelang und Einsteins Relativitätstheorie war damit bestätigt.

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Taufe von Muslimen sorgfältig prüfen

Evangelischer Landesbischof von Hannover nach Mord an Kind durch afghanischen Asylbewerber: „Missbräuchliche, erschlichene Taufen können nicht geduldet werden“ – Der Asylbewerber hatte eine Konversion zum Christentum geltend gemacht

kath.net

Der evangelische Landesbischof von Hannover, Ralf Meister, hat sich gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland dafür ausgesprochen, bei Taufen muslimischer Flüchtlinge genauer hinzusehen. „Missbräuchliche, erschlichene Taufen können nicht geduldet werden“, meinte Meister, der dafür plädierte, dass die jeweilige Lebenssituation von Taufwilligen genau bekannt sein müsste und Pastoren sich dabei nicht unter Druck setzen lassen sollten. Für ihn sei aber auch klar, dass selbst bei sorgfältiger Prüfung nicht ausgeschlossen werden, dass es im Einzelfall zu Missbrauch kommen könnte. Dann sei laut Meister aber mehr die Kirche zuständig sondern das staatliche Gericht. Meister äußerte sich, nachdem bekannt geworden war, dass der afghanische Asylbewerber, der in Bayern ein fünfjähriges Kind vor den Augen seines sechsjährigen Bruders getötet und dessen Mutter schwer verletzt hatte, eine Konversion zum Christentum gelten gemacht hatte, um die drohende Abschiebung zu verhindern, kath.net hat berichtet. Der Afghane, der bereits wegen eines schweren Gewaltdelikts eine mehrjährige Haftstrafe abgebüßt hatte, war im Zug seiner Gewalttat von der herbeigerufenen Polizei erschossen worden.

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Der neue Atheismus: Eine kritische Auseinandersetzung – Rezension

In diesem Buch setzt sich G. Lohfink mit dem Neuen Atheisten Richard Dawkins, sowie mit folgenden acht Argumenten auseinander:
Gott hat keiner je gesehen; Gott ist eine Projektion des Menschen; Der Mensch hat sich aus dem Tierreich entwickelt; Das sogenannte Gute erklärt sich leicht aus der Evolution; In der Welt gibt es unendliches Leid; Die Religion bringt die Gewalt in die Welt; Das Gottesbild der Bibel ist primitiv und abstoßend; Der Blick auf das Jenseits lähmt.

Von Ockham | amazon.de

Laut G. Lohfink vertrat Ludwig Feuerbach (in Verbindung mit der Projektionstheorie) die Vorstellung, der Mensch könne sich zu immer größerer Vollkommenheit emporarbeiten. Dass dies ein Bauen auf schwankendem Grund ist, begründet er mit dem Verweis auf die Schrecken des 20. Jahrhunderts (Holocaust), in denen sich der Mensch selbst als göttlich-absolut ansieht und jede Hemmung verliert. Die Konsequenz der Philosophie Feuerbachs war nicht eine neue Humanität, sondern Bestialität. (S. 39 f.) G. Lohfink legt hier die Philosophie Feuerbachs absichtlich falsch aus. Feuerbach hat nie behauptet, der Mensch könne sich zu immer größerer Vollkommenheit emporarbeiten. Vollkommenheit war für Feuerbach immer nur ein in Gott verselbständigtes Wunschideal des Menschen. Ausgangspunkt für Feuerbach war die Beschränktheit des Menschen!

G. Lohfink meint, dass Hitler wahrscheinlich seine Verbrechen an Millionen von Unschuldigen nicht begangen hätte, wenn er daran geglaubt hätte, dass er einmal vor dem Richterstuhl Gottes stehen würde. (S. 74) Dies ist ein Rückfall in die Heteronomie (Fremdgesetzlichkeit). Neuzeitliche Ethik gründet auf Autonomie (Selbstbestimmung), bei der sich der Mensch nicht länger vom göttlichen Willen bestimmen lässt. (Quelle A) Dass sich Hitler aus „freiem Willen“ für „das Böse“ (bzw. gegen „das Gute“) entschieden hätte, ist aus atheistischer Sicht unterkomplex. Außerdem wirft die Fragestellung das Theodizeeproblem auf: Die postulierte Güte/Allmacht Gottes ist für Atheisten mit dem Leid der Welt nicht zu vereinbaren.
Später stellt G. Lohfink fest, dass Freiheit einen schrecklichen Preis fordert – die Möglichkeit des Bösen. (S. 95) Paradoxerweise ist es genau umgekehrt! Freiheit und Autonomie kann als Belastung, Entscheidungsstress und Angst vor Verantwortung empfunden werden. Folglich kann das Aufgeben von Freiheit und Verantwortung als Entlastung empfunden werden. Das größte Potential zur Unmenschlichkeit, so scheint es, ist das Bedürfnis nach kollektivem Aufgehobensein, sowie nach Verantwortungslosigkeit. Daraus resultiert die gefühlte Attraktivität einer Aufteilung der Welt in Gut und Böse, Freund und Feind, zugehörig und nicht-zugehörig. (Quelle B) Genau hier kommt der Spaltungscharakter religiöser bzw. idealistischer Überzeugungen ins Spiel:
G. Lohfink bestätigt, dass Atheisten auch ein Gefühl für Anstand, Mitleid, Großzügigkeit, Einfühlungsvermögen und Moral hätten. (S. 78 f.) Daraufhin fragt er sich, ob es das Gefühl für Anstand und Moralität bei Atheisten überhaupt geben könnte, wenn die lange Geschichte des Kampfes um das Gute nicht vorausgegangen wäre, wenn es Mose u. Jesu und die großen Heiligen der Kirche nicht gegeben hätte. (S. 79) Aus Atheistischer Sicht liegt hier eine verklärte Vorstellung von Jesus und den Heiligen vor. Die Schattenseite des Kampfes um „das Gute“ ist, dass diejenigen, welche sich als „die Guten“ betrachten, mit edlen/hehren Idealen Böse Taten begehen können. Ein tugendhafter Idealismus kann sich in einen fanatischen Idealismus verkehren. Hat man „die Anderen“ erst als „die Bösen“ gebrandmarkt, können Gräueltaten gegen Sie leicht zur heiligen Pflicht werden. (Quelle C) Als Beispiel sei Adolf Eichmann angeführt, für den das, was seinem Volke nützt, heiliger Befehl und heiliges Gesetz war. (Quelle D)
Wenn argumentiert wird, die Religion bringe die Gewalt in die Welt und sei deshalb hochgefährlich, kontert G. Lohfink mit der Evolutionstheorie. Der Mensch hat die Gewalt von seinen tierischen Vorfahren geerbt und diese haben bekanntlich keine Religion. (S. 98) Wenn überhaupt wäre evolutionär entstandenen Trieben die Schuld für die Gewalt in die Schuhe zu schieben, aber nicht „der Evolutionstheorie“. Hiermit lenkt Lohfink davon ab, dass Religionen die Interpretationen von Situationen liefern, die zu Gewalthandlungen von Einzelnen oder Gruppen führen können. Tötung kann als Handlung im Ritual heilig sein. Die Symbolik des Märtyrertodes oder die heilsgeschichtliche Dimension des Kampfes zwischen Gut und Böse motiviert die Einzelnen zusätzlich zu Gewalttaten. (Quelle E) Ein präventiv-aufklärerisches Bennen der potentiellen Gefahren der Gewalt wäre hier wichtig und fortschrittlich gewesen.
Dann fährt G. Lohfink fort: Will der Mensch seine noch tierischen Gewaltmechanismen ordnen und umformen, ist die Religion eine entscheidende Hilfe. (S. 98 f.) Moral ist weder hinsichtlich der Begründung noch der Motivation auf Religion angewiesen, aber Religionen können in verschiedener Weise einen positiven Beitrag zur Stärkung der moralischen Motivation leisten. (Quelle F)
Bezug nehmend auf Jan Assmanns Buch „Die mosaische Unterscheidung“ wehrt sich G. Lohfink gegen den Vorwurf, dass durch die monotheistische Religion eine neue Form von Intoleranz und Hass in die Welt gekommen sei. Er betont, dass es in der Christentumsgeschichte sicherlich Hass und Intoleranz gegeben hat, geht aber nicht weiter darauf ein. Taktisch weicht er auf die positiven Seiten des Christentums aus, den außerordentlichen Einsatz in der Welt Gerechtigkeit, Solidarität und Frieden herzustellen. (S. 127)

Wissenschaftlern wie Richard Dawkins wirft G. Lohfink vor, sie würden die Grenzen Ihrer Methode nicht begreifen und aus der Naturwissenschaft einen Universalschlüssel für die Erklärung der Welt und des Menschen machen. (S. 28) Hinter dem Wissen von Gott steht eine dreitausendjährigen Erfahrungsgeschichte. Solcher Gotteserfahrung die Qualität echter Erkenntnis abzusprechen, würde keine wissenschaftliche Offenheit verraten. (S. 30) Hier wäre es richtig gewesen, wenn G. Lohfink von „Gewissheit“ statt von „echter Erkenntnis“ gesprochen hätte. Des Weiteren argumentiere R. Dawkins wie E. Haeckel gegen das Christentum mit einer weltanschaulich eingefärbten Evolutionstheorie statt mit einer wissenschaftlich offenen. G. Lohfink überspringt die Beantwortung der Fragen, was genau mit „wissenschaftlich offen“ gemeint sein soll, indem er schreibt, wir können an dieser Stelle etwas schneller vorangehen. (S. 51)
Vertreten Wissenschaftler einen kritischen Rationalismus, ist dieser grundsätzlich „offen“. Er schließt mit ein, sich irren zu können. (Quelle G) Für G. Lohfink ist die Evolutionstheorie kein Beweis gegen Gott. (S. 60)

Einige Bibelstellen seien genannt: Es wird auf die Bergpredigt eingegangen. (S. 76 f.) G. Lohfink erklärt, wie „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ richtig zu verstehen ist (S. 105). Die Ausrottungsbefehle (z. B. der Stadt Ai in Josua) waren laut G. Lohfink eher Ermutigungsworte (S. 108). Wo wir gerade beim Thema Ausrottung sind, sei erwähnt, dass G. Lohfink verschweigt, was sich hinter dem harmlos klingenden Wort „Bann“ im AT verbirgt: Massenmord im Namen Gottes. (Quelle H) Auch der berühmte Bibeltext Jesaja 2, 2-5 darf nicht fehlen, in dem aus Schwertern Pflugschare und aus Lanzen Winzermesser geschmiedet werden. (S. 110) Wieder verschweigt G. Lohfink in diesem Zusammenhang den Bibelvers Joël 4,10, in dem genau zum Gegenteil aufgerufen wird!

Für G. Lohfink ist die Auferstehung die Antwort Gottes auf alles Leid der Welt. (S. 96) Sein Appell lautet: In Freiheit Verantwortung übernehmen und dorthin gehen, wo unsere Hilfe gebraucht wird. G. Lohfink sieht in Atheisten verkappte Christen, wenn er sich fragt, ob es nicht möglich wäre, gerade in diesem Punkt mit allen Atheisten zusammenzukommen, vor allem mit den „bekümmerten“ Atheisten, die ja eigentlich an Gott glauben möchten, es aber angesichts des Elends der Welt nicht können? (S. 97) Für Atheisten ist der Unglaube die logische Konsequenz aus dem Theodizeeproblem.

Dick Francis argumentiert in seinem Roman „Unbestechlich“, dass historisch gesehen mehr Leute an der Religion als an Krebs gestorben sind. G. Lohfink findet diese Behauptung infam und unbeweisbar. Für Ihn ist es viel wahrscheinlicher, dass die Menschheit längst an globaler Depression zugrunde gegangen wäre, wenn es nicht den Trost und das Glück des Glaubens an Gott gäbe. (S. 101) Anscheinend ist G. Lohfink hier nicht bewusst, dass es sich um eine Romanaussage und keine wissenschaftliche Aussage handelt. Auch wenn in der Gesamtbilanz die Religion bei der Lebensbewältigung unterstützend zu sein scheint, kann sie auch Angst und Depression erzeugen! (Quelle I)

Atheisten müssten den Mut haben zu sagen, wir leben in einer im Grunde Sinnlosen, grotesken und absurden Welt. Der Christ muss sich dies nicht sagen. (S. 140) Der Atheist muss entweder annehmen, dass es die Welt schon immer gibt, Materie und Energie ewig sind – oder er muss annehmen, dass der Kosmos spontan aus dem Nichts entstanden ist. (S. 141)
Es ist fraglich, ob der Mensch „vorbelastet“ ist, einen ersten Grund, ein letztes Ziel und einen tiefsten Halt der Wirklichkeit erkennen zu wollen. G. Lohfink versucht hier implizite oder explizite Voraussetzungen zu machen, alle Menschen sollten gleichsam wesensmäßig den Wunsch oder die Sehnsucht nach Spiritualität und der Verbindung mit einer höheren transzendenten Wirklichkeit haben. Gläubige sollten akzeptieren, dass Atheisten den Menschen als ein Produkt der biologischen und kulturellen Evolution sehen, der sich seine Ziele selbst setzen kann bzw. muss. (Quelle J)

Quellen:
Quelle A: Religionsethik: Ein Grundriss (Ethik – Grundlagen und Handlungsfelder), vgl. S. 57 f.; Quelle B: Täter: Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden (Die Zeit des Nationalsozialismus), vgl. S. 276 f.; Quelle C: Vom Bösen: Warum es menschliche Grausamkeit gibt, vgl. S. 203 f.; Quelle D: Eichmanns Memorien, Irmtrud Wojak, vgl. S. 63; Quelle E: Konflikt – Integration – Religion: Religionswissenschaftliche Perspektiven, vgl. S. 70; Quelle F: siehe Quelle A, vgl. S. 174; Quelle G: Erkenntnis, Ethik und Alltagsdenken, Guiseppe Franco, S. 154 f.; Quelle H: Lexikon der Biblischen Irrtümer, Walter-Jörg Langbein, 2006, S. 32-36; Quelle I: Der Mensch – Evolution, Natur und Kultur, vgl. S. 169; Quelle J: siehe Quelle A, vgl. S. 109 f.

 

Superheldinnen-Film „Wonder Woman“ auch in Tunesien verboten

Hauptdarstellerin Gal Gadot mit Chris Pine in „Wonder Woman“. – (c) Warner
Zuvor hatte der Libanon die US-Comicverfilmung verboten. Die Hauptdarstellerin von „Wonder Woman“, Gal Gadot, leistete zwei Jahre Wehrdienst in der israelischen Armee.

Die Presse.com

Nach dem Libanon hat auch ein Gericht in Tunesien die amerikanische DC-Comicverfilmung „Wonder Woman“ verboten. Eine nationalistische tunesische Partei hatte gegen die Verbreitung des Films geklagt und bekam am Mittwoch vor Gericht Recht. Sie wirft der 32-jährigen israelischen Schauspielerin Gal Gadot, Hauptdarstellerin der Comicverfilmung, vor, sie sei an israelischen Angriffen auf den Gazastreifen beteiligt gewesen.

Die frühere „Miss Israel“ Gadot leistete zwei Jahre Wehrdienst in der israelischen Armee. In Tunesien sollte der Film mit Gadot als Amazonenprinzessin am Mittwoch anlaufen.

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Impfung gegen Heroin

Bild: 4ever.eu
Immun gegen die Droge: Ein Impfstoff könnte künftig gegen die Heroinsucht schützen. Die Vakzine verhindert das Eindringen der Droge ins Gehirn und blockiert so den Rausch. In Tests mit Rhesusaffen erwies sich der Impfstoff bereits als wirksam und sicher, wie US-Forscher berichten. Sie sind daher zuversichtlich, dass erste klinische Studien mit Menschen bald beginnen können.

scinexx

Heroin ist eine tückische Droge. Denn das Opiumderivat führt schnell in die körperliche und psychische Abhängigkeit und macht es Süchtigen schwer, rückfallfrei von der Droge loszukommen. Schon länger suchen Forscher daher nach Mitteln, die den Entzug und vor allem das „Cleanbleiben“ erleichtern könnten – bislang allerdings weitgehend ohne Erfolg.

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US-Filmer Moore startet Enthüllungsplattform „Trumpileaks“

Arbeitet sich an Trump ab: Der Dokumentarist Michael Moore (r) hat nun eine Trump-kritische Enthüllungsplattform eingerichtet.Foto: Uncredited/Invision/AP/dpa
Der US-Filmemacher Michael Moore ist einer der schärfsten Kritiker seines Landes. Auch an Trump arbeitet er sich ab – und hat nun eine Trump-kritische Enthüllungsplattform installiert.

DER TAGESSPIEGEL

Der amerikanische Dokumentarfilmer Michael Moore („Bowling For Columbine“) hat eine Enthüllungsplattform für Mitarbeiter der Regierung von US-Präsident Donald Trump gestartet. Auf „Trumpileaks“ können Whistleblower Informationen, Dokumente, Fotos, Videos und Audiodateien an Moore und sein Team schicken. Ziel sei es, „Verbrechen, Lügen und allgemeines Fehlverhalten“ Trumps und seiner Mitarbeiter aufzudecken. Die Website richte sich an „patriotische Amerikaner in der Regierung, Strafverfolger“ und Menschen im Privatsektor.

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Der Sultan schickt Truppen in die Wüste

Bild: Magazin „The Economist“
Das türkische Parlament beschließt die Stationierung von Truppen in Katar
  • Die Abgeordneten in Ankara billigten ein entsprechendes Verteidigungsabkommen mit dem Golf-Emirat.
  • Die Zahl der Soldaten und der Zeitpunkt ihrer Stationierung sind noch unklar

DIE WELT

Das türkische Parlament hat die Stationierung von Truppen in Katar beschlossen. Die Abgeordneten billigten am Mittwoch ein Verteidigungsabkommen mit dem Golf-Emirat.

Angaben zur konkreten Zahl der zu stationierenden Soldaten oder zum Zeitpunkt der Stationierung sind in dem Abkommen bislang nicht enthalten. Das Vorgehen der Türkei wird als Zeichen der Unterstützung Katars gewertet.

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Zentralrat der Juden in Deutschland fordert Freigabe von Antisemitismus-Film

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. dpa/Horst Ossinger
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die TV-Sender Arte, WDR und ZDF aufgefordert, einen unter Verschluss gehaltenen Film über Antisemitismus freizugeben.

FOCUS ONLINE

Er maße sich nicht an, die Dokumentation der Autoren Joachim Schröder und Sophie Hafner journalistisch zu beurteilen, schrieb Zentralratspräsident Josef Schuster an den Arte-Präsidenten und SWR-Intendanten Peter Boudgoust.

Warum formale Gründe aber die Ausstrahlung verhinderten, erschließe sich ihm nicht. Er bat die Sender darum, die Entscheidung zu überdenken. Die „Jüdische Allgemeine“ hatte am Mittwoch über den Brief berichtet.

Schuster: Film ist höchst relevant

In dem Film wird der Judenhass unter anderem in Deutschland, Frankreich, im Gazastreifen und im Westjordanland nachgezeichnet – auch der von Muslimen. Der WDR hatte die redaktionelle Verantwortung für den Film.

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Kritik an Leipziger „Kirchentag auf dem Weg“ – 3 Millionen Euro Staatsknete verbrannt

Die aus Anlass des Reformationsjubiläums gefeierten „Kirchentage auf dem Weg“ zählten weniger Gäste als erwartet. An den Planungen für Leipzig wird nun Kritik laut. Die Veranstalter versichern, ein mögliches Minus in der Kasse selbst auszugleichen.

evangelisch.de

Nachdem der Leipziger „Kirchentag auf dem Weg“ Ende Mai deutlich weniger Besucher angezogen hat als erwartet, wird Kritik an den Planungen laut. Die Leipziger Stadtverwaltung sehe „eine signifikante Fehleinschätzung“ hinsichtlich der realen Besucherpotenziale, berichtete die evangelische Wochenzeitung „Der Sonntag“ am Mittwoch online. Mit knapp einer Million Euro hatte Leipzig den Kirchentag finanziell unterstützt. Die Veranstalter des Protestantentreffens erklärten, einen möglichen Verlust selbst zu tragen.

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Irakische Kurden kündigen Unabhängigkeitsreferendum für September an

Irankische Kurden wollen Referendum – (c) imago/Xinhua (Ako Zangana)
Die Zentralregierung in Bagdad hatte sich in der Vergangenheit gegen ein derartiges Referendum gestellt.

Die Presse.com

Die Kurden im Irak sollen am 25. September über die Errichtung eines eigenen Staates abstimmen. Das Präsidialamt der autonomen Region im Nordirak setzte am Mittwoch dieses Datum als Termin für ein Unabhängigkeitsreferendum fest. Die Zentralregierung in Bagdad hatte sich in der Vergangenheit gegen ein derartiges Referendum gestellt, sie will die Einheit des irakischen Gesamtstaats erhalten. Ein Referendum über die Unabhängigkeit ist eine alte Forderung der Kurdenführung im Nordirak. Im Jahr 2014 hatten sie eine solche Volksabstimmung schon einmal angekündigt, dann aber nach Gesprächen mit der Zentralregierung in Bagdad wieder abgesagt.

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„Lindenstraße“-Erfinder Geißendörfer empfand Glauben als Belastung

Hans W. Geißendörfer, Bild: wikimedia.org/© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0
Der „Lindenstraße“-Produzent Hans W. Geißendörfer hatte lange ein problematisches Verhältnis zur Religion. Er sei als Kind mit Frömmigkeit überschüttet worden, sagte er der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“.

evangelisch.de

Es sei eine „sehr frühzeitige, oberflächliche“ Erfahrung von Geborgenheit gewesen: „Als ich in die Pubertät kam, habe ich mich davon gelöst. Die Verehrung ist in Kritik umgeschlagen. Ich habe den Glauben als Belastung empfunden.“ Es habe lange gedauert, bis er zum Thema Glaube eine „normale, philosophische Distanz“ gehabt habe, fügte Geißendörfer hinzu. Sein Vater war Militärpfarrer, verstarb im Zweiten Weltkrieg. Heute glaube er „nicht an nichts“, sagte der Regisseur. Er glaube an die geistigen Leistungen des Menschen: „Über Generationen hinweg waren diese maßgeblich, sie haben sich am Leben orientiert. Ob Gott dahinter steht oder nicht, ist für mich nicht wichtig. Mir persönlich sind die Philosophen wichtiger als die Bibel.“

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Homo sapiens ist viel älter als gedacht

Karge Karsthöhle: Die Grabungsstätte Djebel Irhoud hat zahlreiche menschlicher Fossilien hervorgebracht. (Foto: Shannon McPherron, MPI EVA Leipzig)
  • Leipziger Wissenschaftler haben ermittelt, dass der moderne moderne Mensch Homo sapiens bereits vor rund 300 000 Jahren in Nordafrika lebte.
  • Die Paläoanthropologen haben Knochen, Zähne und Werkzeuge aus Feuerstein nahe der marrokanischen Stadt Marrakesch untersucht. Dabei nutzten sie eine neue Datierungsmethode.
  • Der Fundort gilt als ungewöhnlich, da der Ursprung des modernen Menschen eher im südlichen Afrika vermutet wird.

Von Kathrin Zinkant | Süddeutsche.de

Die aufregendsten Orte der Menschheitsgeschichte wirken nicht immer spektakulär. Steine, Staub, ein paar halbvertrocknete Grasbüschel – die Wüste zwischen Marrakesch und der marokkanischen Küste ist ein unwirtlicher Ort, heiß, trocken und leer. Kaum vorstellbar, dass dies einst eine Geburtstätte der erfolgreichsten Spezies auf dem Planeten Erde gewesen sein soll. Und doch: Wie zwei Forscherteams um Jean-Jaques Hublin vom Leipziger Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie im Wissenschaftsjournal Nature berichten, haben rund 100 Kilometer von der marokkanischen Wüstenstadt entfernt die bislang ältesten bekannten Vertreter des modernen Menschen, des Homo sapiens gelebt. Beweisstücke sind neue Funde aus der Höhlenformation Djebel Irhoud. Die Fossilien an sich sind dabei nicht die Sensation, man hatte in derselben Höhle schon in den 1960er Jahren beachtliche Funde gemacht. Die Überraschung ist vielmehr das neu bestimmte Alter der ausgegrabenen Knochen und Zähne: Sie sind mehr als 100 000 Jahre älter als alle bislang entdeckten Relikte des Homo sapiens.

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Aiman Mazyek: Dodo des Monats Mai 2017

Dodo des Monats Mai 2017 ©HFR

Der Ramadan ist unwichtig und nur für die Menschen von Bedeutung, die meinen, dass im „heißen Monat“, die erste Auflage des Korans vom Himmel Gottes herab gesandt wurde. Medienberater und Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek sieht Parallelen zum Weihnachtsfest. Der Wunsch, eine Brücke zum überbordenden Weihnachtsfest der Christenheit zu bauen ist verständlich, es ist der Versuch Ungläubige mit dem Gefühl der religiösen Solidarität zu kapern. Das hat was von religiösen Korpsgeist, wir alten Kämpfer Gottes, zumindest des Gottes Abrahams. Die Pfaffen nicken wohlgefällig und denken du armes Schwein, an unsere Geldtöpfe kommst du noch lange nicht.
Das Weihnachtsfest der Christenheit ist ein Sauf-und Fressgelage, Konsum über alles und wenn der Coca-Cola-Weihnachtsmann durchs Dorf fährt war es ein schönes. Verkitscht rieselt der Schnee auf deutsche Tannen, Glöckchen erklingen und die Tochter Zion macht auf das Tor weit. Nach erfolgreicher Besamung Marias durch Gott, bringt sie den Bengel eben in jener Weihnachtsnacht zur Welt. Gott gelingt das schier Unmögliche er wird Sohn und ist Vater zugleich. Wer den Christengott einen tricky dick nennt liegt nicht soweit daneben.
In Abhängigkeit von der Größe der Geldkatze der Eltern werden alle beschenkt. Das Weihnachtsfest in deutschen Stuben hat sich schon lange von seinen religiösen Inhalten verabschiedet, ob das Fest schön war wird im KaDeWe oder bei der Tafel um die Ecke entschieden. Die klingelnden Glöckchen sind denen der Kassen verdammt ähnlich.

Jetzt kommt der Gegensatz, Hunger von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Nach dem Gesetz wird Fasten als Enthaltung von bestimmten Tätigkeiten definiert: Verzehr von irdischen Substanzen und Speisen sowie Getränken, Rauchen, Geschlechtsverkehr und Trunkenheit. Hört sich nicht nur Scheiße an, ist es auch. Mit diesem Wissen ist es leichter Muslime zu verstehen, die über den Fastentag intelligenz-und leistungsgemindert bis zum Sonnenuntergang kommen müssen. Dann ist Fastenbrechen angesagt, damit niemand mit Hungerödemen und halluzinierend göttliche Erscheinungen bekommt.

Mazyek kann sich gar nicht wünschen, dass der Fastenmonat die Bedeutung christlicher Feste erlangt. Jüngst wurden in Tunesien junge Männer zu Haftstrafen verurteilt, weil sie im Ramadan gegessen, getrunken und geraucht hatten. Es ist einfach unvorstellbar in der S-Bahn zu sitzen und die Gerüche der Imbissbuden und Schnellküchen nicht vernehmen zu können. Aber Mazyek schwebt genau das vor. Ramadan als gesetzlicher Feiertagsmonat, kollektives Zwangshungern, staatlich sanktioniert. In der Dunkelheit der Nacht wird aufgeholt was am Tage versäumt wurde. Bigott, der Glaube, die Rituale und Gott, ob nun Allah, Jesus, Shiva oder Thor, Kontrolle ist alles.
Wer sich am nicht-fasten-wollen stört hat Pech. Es gibt keine verbindlichen Gesetze im Lande die das untersagen. Der hungernde, verständnisvolle Muslim geht den Ungläubigen aus dem Weg. Wer Rücksicht auf sein Fasten fordert will kontrollieren, genau das ist freiwillig Hungernden zu versagen.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Immer dann, wenn die Wunder Gottes am größten waren, war es die Dummheit der Menschen auch.

 

We Are Programmed to Die Early, and That’s a Good Thing

Image: JuliusKielaitis/Shutterstock
Complex systems theorists have created a model that overturns longstanding assumptions about the relationship between death and natural selection.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

Since the late 19th century, evolutionary biologists have assumed that natural selection favors individuals with long lifespans. It makes some intuitive sense: the longer you live, the more time you have to get busy making babies, maximizing your reproductive potential.

As for what determines an individual organism’s lifespan in the first place, scientists have largely concluded that this is a result of a mix of extrinsic factors (such as predation, disease, or accidents) and intrinsic factors (the biological decay that eventually results in death).

„Lifespans are selected for and genetically programmed.“

But according to new research published earlier this year in PLOS One, these theories are wrong: it turns out it’s natural selection may have pushed organisms to have an internal time for how long they’re supposed to life. We are, in essence, genetically programmed to self-destruct.

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