Yes, we Chem! Über Freimaurer, die Rothschilds und das Heil in der Verschwörung

Ein Helm schützt gegen gefährliche Strahlungen: Micky Beisenherz hat sich mit Verschwörungstheorien beschäftigt © Markus Gisin
Verschwörungstheorien bringen viele Vorteile: Sie sind Globuli fürs Hirn und Salbe fürs Wutzentrum. Kein Wunder, dass die Gruppe der Anhänger schneller wächst als so mancher Kornkreis.

Von Micky Beisenherz | stern.de

Wenn Sie in den Himmel schauen, was sehen Sie da? Also, außer den Air-Berlin-Fliegern, die nicht da sind. Haben Sie sich jemals ernsthaft um Chemtrails gesorgt? Also, das, was wir als Kondensstreifen kennen, aber von einer hartnäckigen Gruppe Menschen als Chemikalien angesehen werden, die von „denen da oben“ versprüht werden, um unsere Gedanken zu kontrollieren, bzw. uns geistig taub und kritiklos zu machen. Chemtrails. Vermutlich nur eine Erfindung der Alufolienindustrie.

Sind Sie auch schon Verschwörungstheoretiker? Wäre nicht weiter verwunderlich. Diese Gruppe wächst ja schneller als so mancher Kornkreis. Und wo fängt die Verschwörungstheorie an? Wenn ich beim Begriff 11. September sofort „Gebäude sieben!“ von hinten von der Bierbank brülle?

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Integrationsgesetz in Kraft: „Burkaverbot“ gilt ab 1. Oktober in Österreich

Symbolbild: Burka – (c) Clemens Fabry (Presse)
Das neue Gesetz wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Es enthält ein Integrationsjahr für anerkannte Flüchtlinge, ein Vollverschleierungsverbot in der Öffentlichkeit, Koran-Verteilungsaktionen werden erschwert.

Die Presse.com

Mit der Unterzeichnung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist das von SPÖ und ÖVP beschlossene Integrationspaket am Freitag in Kraft getreten. Neben einem Integrationsjahr für anerkannte Flüchtlinge enthält es ein Vollverschleierungsverbot in der Öffentlichkeit sowie eine Erschwernis für Koran-Verteilungsaktionen.

Im Rahmen des Pakets gibt es ab September ein standardisiertes Integrationsprogramm, das in der Regel zwölf Monate dauern soll. Bei entsprechenden Vorkenntnissen können einzelne Module auch übersprungen werden. Voraussetzung sind Grundkenntnisse der deutschen Sprache auf A1-Niveau und Arbeitsfähigkeit. Vorrangig geht es darum, die Betroffenen fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Neben Deutsch- und Wertekursen sind ein Kompetenzclearing, Bewerbungs- und Arbeitstrainings sowie Arbeitsvorbereitungsmaßnahmen vorgesehen.

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„Die Tibeter müssen sich von den alten Klischees lösen“

Der Dalai Lama im Mittelpunkt, rechts von ihm die US-Demokratin Nancy Pelosi zu Besuch in Dharamsala (AFP / Lobsang Wangyal)
Die „Tibet-Lüge“ hat der Journalist Oliver Schulz sein Buch genannt. „Der Zugang zu Tibet ist von vornerein von Missverständnissen geprägt gewesen“, sagte er im Dlf. Das halte bis heute an. Der Westen, aber auch der Dalai Lama seien gefangen in der großen Erzählung von Gewaltlosigkeit und Sanftmut.

Oliver Schulz im Gespräch mit Susanne Fritz | Deutschlandfunk

Susanne Fritz: Herr Schulz, Sie haben ein Buch über Tibet geschrieben mit dem Titel „Die Tibet-Lüge“, darin räumen Sie tüchtig auf mit dem Bild, das viele Menschen über Tibet haben. Worin bestehen die gängigen Klischees im Westen?

Schulz: Die gängigsten Klischees, was Tibet angeht, sind, dass es im alten Tibet soziale Gerechtigkeit gegeben hätte. Pazifismus ist ein gängiges Klischee, es wird davon ausgegangen, dass es eine nach außen hin friedliche Staatsform gewesen ist. Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein Standard-Klischee, was Tibet betrifft und ebenso wird im Westen davon ausgegangen, es hätte eine ökologisch gesinnte Gesellschaft gegeben.

Fritz: Woher stammen all diese Klischees, die wir im Westen von Tibet haben?

Schulz: Der Zugang zu Tibet ist von vornerein von Missverständnissen geprägt gewesen, wenn man so will. Die ersten, die nach Tibet kamen, waren die Jesuiten im 16. Jahrhundert. Sie sind damals davon ausgegangen, dass sie verstreute Christengemeinden dort finden würden. Auf diese folgten dann – vor allem wichtig, was die Verklärung angeht – die Literaten des 20. Jahrhunderts, die dort so etwas wie ein Paradies auf Erden verorteten. Der Begriff des Shangri-La ist in dieser Zeit entstanden. Es gab die Theosophen, das ist eine neo-religiöse Organisation gewesen, die ebenfalls im 20. Jahrhundert Tibet für sich entdeckte und das Land sozusagen als ein Hort universeller Weisheit darstellte. Dann folgten weitere: die Vertreter des New Age, Philosophen wie C.G. Jung und so weiter. Das setzt sich bis in die Gegenwart fort.

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Wirkt Narkose durch Kommunikationszusammenbruch oder geringe lokale Informationserzeugung?

Narkosemonitor. Bild: Kalumet/CC BY-SA-3.0
Gemeinhin wird angenommen, dass Narkosemittel die Signalübertragung zwischen Gehirnarealen unterbrechen und so das Bewusstsein ausschalten, aber es könnte auch ein anderer Grund sein

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Eine Narkose bei medizinischen Eingriffen zu erhalten, ist ein Segen. Sie wurde erst im 19. Jahrhundert entwickelt. Während früher bei chirurgischen Operationen die Patienten festgebunden werden mussten, weil die Schmerzen von Alkohol oder irgendwelchen Pflanzenextrakten nicht ausgeschaltet werden konnten, haben Lachgas, Äther oder Morphium als Vorläufer der Vielzahl von modernen Anästhetika die Möglichkeiten der medizinischen Eingriffe und damit die Behandlung der Patienten massiv erweitert. Narkose schaltet das Bewusstsein und die Schmerzempfindung aus, zudem wird mitunter zusätzlich mit Wirkstoffen der Muskelrelaxation Bewegung verhindert. Die Atmung muss sichergestellt werden.

Man geht davon aus, dass Narkosesubstanzen auf das zentrale Nervensystem einwirken. Was aber genau geschieht, dass sowohl Bewusstsein als auch Schmerzempfindlichkeit ausgeschaltet werden, so dass der Narkotisierte auch durch Eingriffe, die starke Schmerzen verursachen, nicht aufwacht und keine Erinnerung daran hat, ist nicht wirklich geklärt. Ganz selten kommt es trotz Narkose zu Wachzuständen, bei denen Patienten Schmerzen empfinden, etwas wahrnehmen und erinnern können.

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Aktivisten wollen Real und Post wegen Gesichtserkennung anzeigen

Eigentlich sollen Überwachungskameras Ladendiebstähle und Vandalismus verhindern. Aber dürfen sie auch für personalisierte Werbung eingesetzt werden? (Foto: dpa)
Beide Unternehmen scannen die Gesichter ihrer Kunden in den Filialen, um ihnen maßgeschneiderte Werbung zu zeigen.

Von Marvin Strathmann | Süddeutsche.de

„Dieser Markt wird videoüberwacht“. Ein Schild mit diesem Satz und die dazugehörigen Kameras stehen in jedem größeren Supermarkt. Aber in letzter Zeit werden die Aufzeichnungen der Kameras nicht nur genutzt, um Ladendiebe zu fassen, sondern zusätzlich für personalisierte Werbung. Damit experimentieren die Supermarkt-Kette Real und die Deutsche Post. Stehen zum Beispiel mehr Männer an der Kasse wird auf Bildschirmen Autowerbung gezeigt, sind es mehr Frauen, wird der Spot des Blumenhändlers abgespielt, so zumindest die idealtypische Vorstellung.

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Xenon-Rätsel der Erde gelöst?

Die Erdatmosphäre enthält ungewöhnlich wenig Xenon – und dieses hat eine im Sonnensystem einzigartige Isotopensignatur. © NASA
Kometen als Edelgas-Fähren: Rund 22 Prozent des Xenons in der Erdatmosphäre könnten von Kometen stammen – eingetragen bei Kometeneinschlägen auf die frühe Erde. Indizien dafür haben Messdaten der ESA-Kometensonde Rosetta geliefert. Demnach ist die Xenon-Isotopensignatur des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko ähnlich einzigartig wie die der Erdatmosphäre, berichten die Forscher im Fachmagazin „Science“.

scinexx

Das Edelgas Xenon kommt im Universum durchaus häufig vor: Es findet sich in der Sonne und anderen Sternen und in besonders großen Mengen in einigen Weißen Zwergen. Auch im Mondstaub und in Meteoriten wurde dieses schwerste aller Edelgase bereits nachgewiesen. Doch auf der Erde ist Xenon seltsamerweise extrem rar. Es gehört hier zu den seltensten stabilen Elementen überhaupt und kommt nur in Spuren in der Atmosphäre vor.

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Klimaanlage im Auto beheimatet 600.000 Pilze und Bakterien

Der ARBÖ empfiehlt die Klimaanlage alle zwei Jahre zu warten. – (c) Bildagentur Zolles KG (Christian Hofer)
Die meisten nützen sie an heißen Sommertagen. Doch nur die wenigsten lassen die Klimaanlage im Auto warten und desinfizieren. Dabei sammeln sich genau dort zigtausende unliebsame „Beifahrer“ an.

Die Presse.com

Wenn die Temperaturen jenseits der 25-Grad-Marke steigen, ist die Klimaanlage im Auto das wohl beliebteste und meist genutzte Komfortfeature. Doch gerade weil das Kühlsystem so oft genutzt wird, sollte es auch regelmäßig gewartet werden, rät der Autofahrerclub ARBÖ und verweist auf die eindeutigen Ergbenisse einer mikrobiologischen Untersuchung des Institut IBO für Innenraumanalytik.

Klimaservice ratsam

Überprüft wurde der Filter einer Klimaanlage, die fünf Jahre lange nicht serviciert wurde. Im gesamten Filter haben sich 600.000 lebende Bakterien, 350.000 lebende Pilze und zigtausende lebende Hefen im Laufe der Jahre angesammelt. Besonders überraschend ist, dass vor allem Mikrolebewesen vorhanden waren, die bei rund 37 Grad, also auch Körpertemperatur, gedeihen.

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Anschlag zielte auf Deutsche Botschaft in Kabul

© AFP Anschlag in der Nähe der Deutschen Botschaft in Kabul
Laut einem Bericht galt der schwere Bombenanschlag in Kabul der Deutschen Botschaft. Ein Wachmann stoppte die Anfahrt des mit Sprengstoff beladenen Lasters. Damit rettete er den Menschen in der Vertretung das Leben.

Frankfurter Allgemeine

Der verheerende Bombenanschlag von Kabul mit 160 Toten und über 450 Verletzten aus der Vorwoche sollte nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ gezielt die deutsche Botschaft treffen. Einem aufmerksamen Wachmann sei es zu verdanken, dass die deutschen Diplomaten und ihre Mitarbeiter durch splitternde Scheiben nur Schnittwunden erlitten, berichtet das Magazin unter Verweis auf ein „erstes Fazit deutscher Sicherheitsbehörden“ und einen ersten Untersuchungsbericht.

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De Maizière ist für Kreuz auf Humboldt-Forum

Bundesinnenminister Thomas de Maizière.Foto: AFP
Der Bundesinnenminister ist erstaunt über die Debatte um das Kreuz auf der Kuppel des künftigen Humboldt-Forums – für ihn ist der Fall klar.

Von Christian Tretbar | DER TAGESSPIEGEL

In der CDU wächst der Widerstand gegen Überlegungen, auf dem rekonstruierten Stadtschloss in Berlin-Mitte, dem künftigen Humboldt-Forum, das Kreuz auf der Kuppel wegzulassen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich „erstaunt“ über die Debatte. „Ich bin dafür, dass auf die wieder errichtete Kuppel des Humboldtforums wieder das Kreuz kommt. Nicht weil ich Christ bin, sondern weil man sich entscheiden muss. Entweder baut man an diese Stelle einen aufregenden Neubau – dafür war ich – oder man entscheidet sich für den Wiederaufbau des Schlosses. Dazu gehört dann auch das Kreuz“, sagte de Maizière dem Tagesspiegel. Er fügte hinzu: „Wer das Kreuz ablehnt, müsste dann auch dafür sein, dass die Fassade mit Putten und Engeln entfernt wird. Auch das sind christliche Symbole.“

Kamelschlacht wurde entscheidender Wendepunkt im frühen Islam


Mohammed, seine Tochter Fatima und sein Vetter und Schwiegersohn Ali mit ihren Kindern (rechte Bildhälfte) auf einer arabischen Miniatur (18. Jahrhundert)
Quelle: picture-alliance / akg-images //akg-images / VISIOARS
Nachdem Mohammeds Schwiegersohn Ali 656 zum vierten Kalifen gewählt worden war, widersetzte sich die Lieblingsfrau des Propheten. Bei Basra kam es zu einer Schlacht, die Weltgeschichte schrieb.

Von Florian Stark | DIE WELT

Auf Abu Bakr, der nach zwei Jahren starb, folgte Umar. Unter ihm begannen Eroberungszüge im großen Stil, arabische Heere drangen in Syrien, Ägypten, den Irak und Iran vor. Der Streit um die Verteilung der riesigen Beute kostete dem dritten Kalifen Uthman 656 schließlich das Leben. Denn in der Gemeinschaft der Gläubigen wie im Heer beanspruchten die „Auswanderer“, also jene, die einst mit dem Propheten nach Medina gegangen waren, nach wie vor den ersten Rang, während sich die „Helfer“, die erst später zur wahren Lehre gefunden hatten, mit hinteren Rängen und schmaleren Beuteanteilen begnügen mussten.

Kompliziert wurde die Lage noch durch die Klanstrukturen, die Mekka beherrschten. Mohammed und viele seiner Anhänger der ersten Stunde entstammten den Quraisch, Stämmen, die zwar in heftiger Rivalität verbunden waren, aber über die gemeinsame Abstammung die Elite der Stadt bildeten. Nach seiner siegreichen Rückkehr nach Mekka 630 war Mohammed politischer Realist genug, die seinerzeit zurückgebliebenen Mitglieder der Quraisch mit Achtung zu behandeln. Da sie über Verwandte unter den „Auswanderern“ zudem über beste Beziehungen zur Gemeinde verfügten, konnten viele ihre überkommenen Positionen gegenüber den „Helfern“ sichern, die als „Südaraber“ sich weiterhin ins zweite Glied zurückgesetzt sahen.

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May verliert absolute Mehrheit im britischen Parlament

  • Die britischen Konservativen werden bei der vorgezogenen Unterhauswahl im Vereinigten Königreich aktuellen Prognosen zufolge stärkste Kraft, verfehlen aber wohl die absolute Mehrheit.
  • Die sozialdemokratische Labour-Partei kann demnach überraschend deutlich hinzugewinnen.
  • Das Ergebnis ist eine Enttäuschung für die Tory-Vorsitzende Theresa May – sie geht aus der Wahl geschwächt hervor.

Süddeutsche.de

Bei der Wahl des Unterhauses im Vereinigten Königreich werden die Konservativen von Premierministerin Theresa May stärkste Kraft. Allerdings verlieren die Tories die absolute Mehrheit: Nach Auszählung des größten Teils der Wahlkreise ist es nicht mehr möglich, dass sie eine dafür ausreichende Zahl von Sitzen bekommen.

Einer aktualisierten Prognose der BBC zufolge werden die Konservativen 318 der insgesamt 650 Sitze erreichen. Das wären acht Sitze weniger, als für die absolute Mehrheit notwendig sind. Die Labour-Partei von Herausforderer Jeremy Corbyn stellt demnach zukünftig 262 Abgeordnete, was deutliche Zugewinne bedeuten würde.

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De Maizière schließt härtere Regeln bei Cybersicherheit nicht aus

Image: YouTube screenshot
Die Bundesregierung könnte Firmen schärfere Vorschriften zur Cybersicherheit aufzwingen, wenn sie selbst nicht genug unternehmen.

Frankfurter Rundschau

„Es kann sein, dass der Zeitpunkt kommt, dass die Öffentlichkeit darum bittet, dass wir bestimmte Sicherheitsvorkehrungen vorschreiben“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. „So weit sind wir noch nicht“, schränkte er ein. Die Bedrohung durch Cyberangriffe war zuletzt immer stärker in den Fokus geraten, unter anderem durch den Erpressungstrojaner „WannaCry“.

308 Millionen Dollar pro Todesstrafe in Kalifornien

© dpa Protest gegen „teure und gescheiterte Todesstrafe“ in Kalifornien (Archivbild vom November 2016)
Die Todesstrafe ist nicht nur unmenschlich, sondern auch teuer. Deshalb sollen Berufungsprozesse nach Todesurteilen in Kalifornien künftig zeitlich begrenzt werden. Doch das stößt auf Widerstand.

Von Christiane Heil | Frankfurter Allgemeine

Die Absicht von Kalifornien, Berufungsprozesse nach Todesurteilen auf fünf Jahre zu beschränken, stößt beim Obersten Gerichtshof des Bundesstaates auf Widerstand. Nach einem Referendum, bei dem im November 51 Prozent der Wähler für eine Verkürzung teurer Berufungsverfahren stimmten, verwiesen die Richter nun auf eine eventuelle Unvereinbarkeit der geplanten Reform mit dem kalifornischen Gerichtssystem.

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Sparkasse kündigt Spendenkonto für Holocaust-Leugner

Der deutsche Rechtsextremist Horst Mahler Foto: Balazs Mohai/MTI/AP/dpa
Rechtsextremist Horst Mahler hatte über ein Konto der Berliner Sparkasse Spenden von der rechten Szene erhalten. Die Bank muss das nicht dulden, bestätigt das Landgericht Berlin.

Von Alexander Fröhlich | DER TAGESSPIEGEL

Kein Asyl in Ungarn, Auslieferung nach Deutschland und bald wieder Haft im Gefängnis von Brandenburg/Havel – obendrein bricht dem Holocaust-Leugner, Neonazi und Ex-RAF-Terroristen Horst Mahler eine Finanzquelle weg. Die Berliner Sparkasse hat das Spendenkonto für den 81-Jährigen gekündigt. Grund ist ein YouTube-Video vom 19. April.

An diesem Tag sollte er in Brandenburg/Havel erscheinen, um eine Reststrafe von dreieinhalb Jahren abzusitzen. Stattdessen tauchte er unter und bat die rechte Szene via Video darum, Spenden für seine Flucht und seinen Lebensunterhalt auf das Sparkassenkonto einzuzahlen. Seitdem kam Geld von Neonazis aus dem In- und Ausland, ein häufiger Verwendungszweck: „Spende für Kamerad Mahler“.

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Bund will homosexuellen Tschetschenen Schutz gewähren

Bild: bpb.de
Deutschland will offenbar mehrere homosexuelle Tschetschenen, die in ihrem Heimatland verfolgt werden, aus humanitären Gründen aufnehmen. Ein schwuler Mann aus der russischen Kaukasusrepublik habe am Dienstag mit einem sogenannten humanitären Visum nach Deutschland ausreisen können, berichtete der Berliner „Tagesspiegel“ am Donnerstag online unter Berufung auf das Auswärtige Amt.

evangelisch.de

An die deutsche Botschaft in Moskau seien bislang fünf derartige Fälle herangetragen worden. „Wir sind froh, dass wir in besonders schwierigen Fällen helfen können“, zitiert das Blatt einen Vertreter des deutschen Außenministeriums: „Die Bundesregierung prüft in allen Fällen, welche Unterstützung im Sinne und Interesse der Betroffenen jeweils geleistet werden kann.“ Außer dem bereits ausgereisten Tschetschenen seien drei weitere Personen zu einer Anhörung in der Botschaft gewesen. Sie könnten ebenfalls in Deutschland Zuflucht finden.

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Erdogans politische Geiseln

© Imago Die Inhaftierten haben Namen: Demonstration für die in der Türkei einsitzenden Journalisten, Anfang Mai in Berlin.
In der Türkei sitzen 165 Journalisten in Haft. Für die Regierung sind sie „Terroristen“. Erol Önderoglu, Korrespondent von „Reporter ohne Grenzen“, wird heute der Prozess gemacht. Ein Gespräch mit ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

Von Luise Schendel | Frankfurter Allgemeine

Was muss ein Journalist getan haben, um in der Türkei verhaftet zu werden?

Da gibt es rote Linien, die manchmal individuell verschoben werden. Das ist nichts anderes als Willkür von Seiten der Justiz, die Vorwürfe der Regierung erhebt. Die Justiz ist in einem Maße durch die Regierung politisiert worden, dass wir nur sehr eingeschränkt von einer unabhängigen Rechtsprechung reden können. In vielen Fällen sehen wir, dass es öffentliche Vorverurteilungen seitens des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und der Regierung gibt. Sehr allgemein formuliert: Eine politisch unabhängige Berichterstattung und jede Form von Kritik in Bezug auf die Regierung, die Rolle Präsident Erdogans und die seiner Familie kann zur Inhaftierung führen. Denn auch Erdogans Söhne und Schwiegersöhne haben Geschäftsinteressen und sind in Fragen der Korruption verstrickt. Jegliche Berichterstattung, die die Grundthesen der Regierung und Präsident Erdogans, wie etwa die Verantwortung von Gülen für den Putsch, in Frage stellt, unterliegt Repressionen. Nach dem Putschversuch im vergangenen Jahr waren anfangs nur diejenigen betroffen, denen – in welcher Form auch immer – die Unterstützung der Gülen-Bewegung vorgeworfen wurde. Aber dann wurde relativ schnell die Terrorismus-Keule gegen alles ausgepackt, was mit den Kurden zu tun hatte. Also auch gegen die Berichterstattung über den Kurdenkonflikt. Das sieht man am Fall des inhaftierten Journalisten Deniz Yücel.

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CDL begrüßt Empfehlung des Deutschen Ethikrats

Bild: Deutscher Ethikrat
Kein Anspruch auf eine staatliche Unterstützung beim Suizid – Erfreulicherweise kritisiert der Deutsche Ethikrat die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes

kath.net

Die Pressesprecherin der Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL), Susanne Wenzel, kommentiert zustimmend die kritische Position des Deutschen Ethikrates zur erstmaligen Genehmigung des Tötungsmittel Pentobarbital durch das Bundesverwaltungsgericht:

„Im März 2017 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden, dass Suizidwilligen der Zugang zu einem bisher in Deutschland nur für Tiertötungen zugelassenen Betäubungsmittel (Pentobarbital) zur Selbsttötung „in extremen Ausnahmefällen“ nicht verwehrt werden dürfe.

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Das Statement des geschassten FBI-Chefs

James Comey bei seiner Aussage zur Russland-Affäre. Foto: LO SCALZO/EPA/REX/Shutterstock (Rex Features)
Die wichtigsten Passagen von Ex-FBI-Chef James Comey Stellungnahme zum Nachlesen.

Frankfurter Rundschau

In einer schriftlichen Stellungnahme hat der entlassene FBI-Direktor James Comey mehrere schwierige Gespräche mit US-Präsident Donald Trump geschildert. Es folgt ein Auszug der wichtigsten Passagen:

27. Januar
„Der Präsident rief mich gegen Mittag an und lud mich für den Abend zum Essen ein. (…) Es stellte sich heraus, dass nur wir beide da waren, wir saßen an einem kleinen ovalen Tisch.
Der Präsident begann das Gespräch mit der Frage, ob ich mein Amt als FBI-Direktor behalten wolle. Ich fand dies seltsam, weil er mir davor schon zwei Mal gesagt hatte, dass er hoffe, ich werde im Amt bleiben.
Mein Instinkt sagte mir, dass dieses Eins-zu-Eins-Gespräch und der Vorwand des Präsidenten, dass dies unser erstes Gespräch über meinen Posten sei, etwas zu bedeuten hatte – nämlich, dass dieses Dinner zumindest zum Teil darauf angelegt war, mich um den Posten bitten zu lassen und so eine Art von Patronage-Verhältnis zu schaffen. Angesichts des traditionell unabhängigen Status des FBI innerhalb der Exekutive fand ich dies sehr besorgniserregend. Ich erwiderte, dass ich meine Arbeit liebe und vorhabe, mein zehnjähriges Mandat zu erfüllen. Weil ich die gesamten Umstände als unbehaglich empfand, fügte ich hinzu, dass ich nicht ‚verlässlich‘ sei in dem Sinne, wie Politiker das Wort verstehen, dass er aber immer darauf zählen könnte, dass ich ihm die Wahrheit sage.
Einige Augenblicke später sagte der Präsident: ‚Ich brauche Loyalität, ich erwarte Loyalität.‘ Ich habe mich nicht bewegt, nicht gesprochen oder meinen Gesichtsausdruck in irgendeiner Weise verändert während der unangenehmen Redepause, die sich anschloss. Wir haben uns einfach schweigend angeschaut.
Am Ende des Abendessens kam der Präsident noch einmal auf meinen Posten zurück. (…) Er sagte: ‚Ich brauche Loyalität.‘ Ich erwiderte: ‚Sie werden immer Ehrlichkeit von mir bekommen.‘ Er machte eine Pause und sagte dann: ‚Das ist, was ich will, ehrliche Loyalität.‘ Ich pausierte und sagte dann: ‚Das werden Sie von mir bekommen.‘ (…) Es ist möglich, dass wir unter dem Begriff ‚ehrliche Loyalität‘ etwas Unterschiedliches verstehen.

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CRISPR Is Not Accurate Enough to Save Us Yet

Image: Global Archive/Flickr
Scientists are at odds over a study that says gene editing comes with thousands of unwanted mutations.

By Mallory Locklear | MOTHERBOARD

The gene-editing tool CRISPR is everywhere these days. Scientists are using it to try and fight cancer and treat muscular dystrophy, companies are using it in agriculture, and TV executives are even writing it into shows.

And it’s ubiquity isn’t surprising because CRISPR is one of the biggest scientific discoveries of our time. It tremendously improves upon earlier gene-editing techniques because it’s fast, cheap, and accurate. Or so we thought. A new study published last week in Nature Methods found that CRISPR might not be as precise as researchers believed it to be. But not everyone agrees.

In the study, researchers were using a strain of mice that had mutations causing early onset retinal degeneration—a disorder that blinded the mice. Using CRISPR, the researchers were able to snip out and correct a mutation in a particular gene to restore the mice’s vision.

But the scientists were curious about what are known as „off-target“ effects, or secondary mutations caused by CRISPR that occur away from the intended genetic target. So, they compared the DNA from two CRISPR-treated mice to that of a mouse which hadn’t received the gene editing. They found a surprisingly large number of differences. Namely, the CRISPR-treated mice had around 1400 small off-target mutations and over 100 more considerable genetic alterations.

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