Wirkt Narkose durch Kommunikationszusammenbruch oder geringe lokale Informationserzeugung?


Narkosemonitor. Bild: Kalumet/CC BY-SA-3.0
Gemeinhin wird angenommen, dass Narkosemittel die Signalübertragung zwischen Gehirnarealen unterbrechen und so das Bewusstsein ausschalten, aber es könnte auch ein anderer Grund sein

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Eine Narkose bei medizinischen Eingriffen zu erhalten, ist ein Segen. Sie wurde erst im 19. Jahrhundert entwickelt. Während früher bei chirurgischen Operationen die Patienten festgebunden werden mussten, weil die Schmerzen von Alkohol oder irgendwelchen Pflanzenextrakten nicht ausgeschaltet werden konnten, haben Lachgas, Äther oder Morphium als Vorläufer der Vielzahl von modernen Anästhetika die Möglichkeiten der medizinischen Eingriffe und damit die Behandlung der Patienten massiv erweitert. Narkose schaltet das Bewusstsein und die Schmerzempfindung aus, zudem wird mitunter zusätzlich mit Wirkstoffen der Muskelrelaxation Bewegung verhindert. Die Atmung muss sichergestellt werden.

Man geht davon aus, dass Narkosesubstanzen auf das zentrale Nervensystem einwirken. Was aber genau geschieht, dass sowohl Bewusstsein als auch Schmerzempfindlichkeit ausgeschaltet werden, so dass der Narkotisierte auch durch Eingriffe, die starke Schmerzen verursachen, nicht aufwacht und keine Erinnerung daran hat, ist nicht wirklich geklärt. Ganz selten kommt es trotz Narkose zu Wachzuständen, bei denen Patienten Schmerzen empfinden, etwas wahrnehmen und erinnern können.

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