Hitler im Bikini: Shahak Shapira verspottet neue AfD-Wahlplakate


Die Bildmontage von Shahak Shapira zeigt Björn Höcke, wie er ein Kalenderfoto von Hitler im Bikino präsentiert. Foto: Screenshot Twitter/Shahak Shapira
Hitler im Bikini, eine speiende Frau im Dirndl und Beatrix von Storch mit ’nem Döner – der Satiriker Shahak Shapira hat die neuen Wahlplakate der AfD ironisch optimiert.

Von Nina Kirstan | Berliner Zeitung

Die rechtspopulistische Partei setzt für die Bundestagswahl im September 2017 auf knallige bunte Farben und provozierende Sprüche wie „Burka? Wir steh’n auf Bikinis“ oder „Der Islam? Passt nicht zu unserer Küche“. Die Kampagne ist mit dem Slogan „Trau Dich Deutschland!“ überschrieben und sorgt für so heftige Kritik, dass der zugehörige Hashtag #traudichdeutschland es auf Twitter immer wieder in die Trend-Themen schafft.

Tausende Likes auf Twitter

Der in Berlin lebende jüdische Autor und Satiriker Shahak Shapira, der in der Vergangenheit bereits mit seiner umstrittenen Yolocaust-Aktion für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, nimmt sich die AfD-Werbeplakte nun vor, um ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen.

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Der BDS als außenpolitischer Arm der Hamas

Redebeitrag bei der Kundgebung gegen die BDS/Kopi-Konferenz am 9.6.2017 vor dem Ökohaus in Frankfurt/Main

Von Jutta Ditfurth | NEWS No. 57

Einen schönen guten Abend Ihnen allen!

1943 schrieb Reichsführer SS Himmler an Amin el Husseini, den Großmufti von Jerusalem:

»die nationalsozialistische Bewegung Großdeutschlands hat seit ihrer Entstehung den Kampf gegen das Weltjudentum auf ihre Fahne geschrieben. Sie hat deshalb schon immer mit besonderer Sympathie den Kampf der freiheitsliebenden Araber vor allem in Palästina gegen die jüdischen Eindringlinge verfolgt.« Das ist die feste Basis »des natürlichen Bündnisses zwischen dem nationalsozialistischen Großdeutschland und den freiheitsliebenden Mohammedanern der ganzen Welt. […] Grüße […] für die glückliche Durchführung Ihres Kampfes bis zum sicheren Endsieg.«

Auch Goebbels und Hitler waren begeistert vom Mufti. Die Beziehungen entfalteten sich prächtig. Die Nazis finanzierten den arabischen Aufstand gegen die Juden in Palästina von 1936-1939. Man verabredete die gemeinsame Vernichtung der Juden in Palästina. Glücklicherweise verlor Deutschland den Krieg. Ein ewiges Ärgernis für deutsche Antisemiten.

Arafat gilt als des Mufti politischer Ziehsohn. Der Mufti ist auch eine wesentliche Wurzel der Hamas, einer der größten Verbrecherorganisationen im Nahen Osten. Die fundamentalistisch-islamische Hamas foltert und mordet Oppositionelle, macht Frauen und Schwulen das Leben zur Hölle, steckt Milliarden Hilfsgelder in die eigenen Taschen, in Raketenangriffe und Anschläge auf Juden statt in die demokratischen und sozialen Perspektiven der Palästinenser. Free Gaza from Hamas!

Die Hamas hat aber ein großes Problem. Sie ist in Teilen der Welt geächtet, Einreiseverbote u.a. in die USA, nach Kanada und Großbritannien. So wurde die BDS-Kampagne eine Art diplomatischer Arm der Hamas.

Izzat al-Risheq, ein hochrangiger Hamas-Führer, lobt den BDS überschwänglich, weil dessen finales Ziel die Zerstörung Israels ist. Er sagte:

„Wir rufen dazu auf, die Kampagne zur Isolation der Okkupation zur verschärfen und die Existenz der Räuberentität zu beenden“.

Ahmad Bahr, ein Amtsträger der Hamas, will die Intensivierung der BDS-Kampagne bis zum Ende des israelischen Staates.

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Christlicher Mörder: Dodo Käßmann warnt vor Pauschalverdacht gegen konvertierte Flüchtlinge

Die Theologin Margot Käßmann hat vor einem Pauschalverdacht gegenüber Flüchtlingen gewarnt, die zum Christentum konvertieren wollen. Die allermeisten Menschen gingen diesen Schritt „aus tiefster Überzeugung“, schrieb Käßmann in der „Bild am Sonntag“.

evangelisch.de

Ein afghanischer Asylbewerber hatte am 3. Juni in einer bayerischen Flüchtlingsunterkunft einen fünfjährigen Jungen erstochen. Der Angreifer wurde von der Polizei erschossen. Der verurteilte Straftäter war vor Jahren zum christlichen Glauben übergetreten und hatte sich mit diesem Argument erfolgreich gegen eine Abschiebung nach Afghanistan gewehrt.

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Todesurteil in Pakistan wegen Gotteslästerung in sozialen Medien

Von Kurt Westergaard
Erstmals ist in Pakistan wegen des Vorwurfs der Gotteslästerung im Internet die Todesstrafe verhängt worden. Wie pakistanische Medien am Sonntag berichteten, verurteilte ein Gericht in Bahawalpur, 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Islamabad, am Samstag einen 30-jährigen Mann wegen abwertender Facebook-Kommentare über den Propheten Mohammed zum Tod am Galgen.

evangelisch.de

Das islamische Land ist für seine drakonischen Gesetze zur Gotteslästerung bekannt. Die Regierung hat vor einigen Wochen damit begonnen, als blasphemische erachtete Inhalte in Blogs und in sozialen Medien wie Facebook und Twitter zu blockieren oder zu löschen.

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Ägypten: Innenminister warnt Christen vor erhöhtem Sicherheitsrisiko

Muslimbruderschaft in Ägypten
Kirchen und Klöster stünden wegen des erhöhten Risikos im Mittelpunkt der geplanten zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen.

kath.net

Angesichts der jüngsten Gewalt in Ägypten rät das Innenministerium des ägyptischen Staates Christen Besuche von Kirchen und Klöstern und die Teilnahme an Gottesdiensten einzuschränken und auf Massenveranstaltungen in Kultstätten zu verzichten. Diese Warnung sprach der ägyptische Innenminister Magdi Abdel Ghaffar am gestrigen 8. Juni bei einem Treffen mit Vertretern der Sicherheitsbehörden der ägyptischen Provinzen aus, die am meisten von den Terroranschlägen gegen die Zivilbevölkerung und Armee und Polizei betroffen sind.

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Verschwörungstheorien und Religion

© NASA, JSC
Glauben Menschen neuerdings lieber an eine gefälschte Mondlandung als an Gott? Der Tübinger Professor Michael Butter widerspricht: Verschwörungstheorien gibt es schon lange – sie sind Religionen manchmal aber sehr ähnlich.

tagesschau faktenfinder

ARD-faktenfinder: Herr Professor Butter, Ihr Forschungsgebiet ist sehr unterhaltsam: Die Mondlandung war erfunden, der Mord an John F. Kennedy ein Gemeinschaftswerk von CIA und Mafia und Bill Gates ist der Teufel persönlich. Das Magazin Cicero nennt Verschwörungstheorien „die Weltreligion des dritten Jahrtausends“. Würden Sie zustimmen?

Michael Butter: In dieser Absolutheit nicht, weil das ja hieße, dass Verschwörungstheorien im neuen Jahrtausend so unwahrscheinlich zugenommen haben – und das stimmt einfach nicht, wenn wir uns die historische Entwicklung anschauen. Was allerdings stimmt, ist dass Verschwörungstheorien in den Funktionen, die sie für Individuen und Gemeinschaften erfüllen, den Funktionen der Religion doch relativ ähnlich sind.

„Believers“ versichern sich ihrer Besonderheit

ARD-faktenfinder:  Welche Funktionen sind das konkret?

Michael Butter: Das sind einfach erst mal Sinngebungs-Funktionen: Sowohl die Religion als auch die Verschwörungstheorie bieten Erklärungen dafür an, wie denn die Welt und auf den ersten Blick unerklärliche Dinge funktionieren. Es sind Mechanismen, die wichtig sind für die individuelle als auch die Gruppenidentität, indem sie die „Gläubigen“ – man spricht bei Verschwörungstheorien nicht umsonst auch von „believers“ – ansprechen und ihrer eigenen Besonderheit versichern, ihnen also das Gefühl geben, „auserwählt“ zu sein.

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Mehr Mut in Richtung verheiratete Priester?

Auch nicht schlecht!
Papst Franziskus zeigt sich grundsätzlich offen für die Priesterweihe von verheirateten Männern. Doch auch wenn sich hier etwas bewegt, bleibt eine wichtige Gruppe in der Kirche weiterhin aussen vor.

Von Stefan Reis Schweizer | Neue Zürcher Zeitung

Es ist neu, dass ein Pontifex die Frage der Viri probati, in diesem Fall die Priesterweihe von verheirateten Männern, öffentlich für überlegenswert hält. Zu Franziskus passt es, dass er die Bischöfe zu Mut und Courage in der Seelsorge aufruft. Das in dieser Angelegenheit vom Papst verwendete Wort («corajudos») könnte man auch mit «verwegen» übersetzen. An ihrer Verwegenheit in solchen Fragen wurden Bischöfe bisher kaum gemessen. Eher ist man sich aus dem Umfeld des letzten Konzils noch des Diktums gewahr, die Mitra – die Kopfbedeckung der Bischöfe steht hier für die Person – sei «das Löschhorn des Geistes». Gemeint ist: Wer als jüngerer Theologe auf Fortschritte gedrängt hatte, forderte dann nach seiner Bischofsweihe in vermeintlicher Treue zu Rom die Wahrung des Bestehenden ein.

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Kirchenstreit bei den Linken – Parteitag nimmt Beschluss zurück

Die Linke hat auf ihrem Parteitag einen Beschluss über das Verhältnis von Staat und Kirchen zurückgenommen.

Frankfurter Rundschau

Gestern hatten die Delegierten mit knapper Mehrheit gegen den Willen des Vorstands die Forderung beschlossen, dass die Staatsverträge mit den Kirchen gekündigt werden sollen. Heute stimmten die Delegierten noch einmal ab und erteilten der Forderung doch noch eine Absage. Die staatliche Finanzierung der theologischen Ausbildung und Seelsorge in Bundeswehr, Krankenhäusern und Strafanstalten sollte der umstrittenen Forderung gemäß abgeschafft werden.

Studie über die Lügenkultur

Warum lügen die Menschen auf unterschiedliche Weise? Foto: dpa
Je nach Herkunft lügen Menschen auf unterschiedliche Weise. Das haben europäische Forscher eindrücklich belegt. Ihre Erkenntnisse könnten Einfluss auf die Rechtsprechung haben.

Frankfurter Rundschau

Menschen aus Afrika oder Asien haben eine andere Lügenkultur als Europäer. Das haben Forscher mit einer Studie über die sprachlichen Veränderungen beim Lügen herausgefunden. Europäer sehen sich demnach auch während sie lügen eher als Individuum, Afrikaner und Asiaten dagegen eher als Mitglied einer Gruppe, die sie schützen möchten. Die Forscher gehen davon aus, dass bisherige Annahmen über die Sprache beim Lügen stark vereinfacht waren. Die Erkenntnisse könnten unter anderem für die Polizeiarbeit von Bedeutung sein.

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Widerstand gegen Bischof in Nigeria: Papst droht Priestern

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat im Konflikt um einen nigerianischen Bischof eine Geste der Unterwürfigkeit angeordnet. Bei der Audienz für eine Delegation der Diözese Ahiara befahl er Vatikanangaben vom Samstag zufolge sämtlichen Priestern der Diözese, innerhalb eines Monats persönlich einen Brief an ihn zu schreiben, in dem sie um Vergebung für ihr Vorgehen bitten.

evangelisch.de

Sie müssten dem Papst unbedingten Gehorsam versichern und erklären, dass sie den von Rom ernannten Bischof akzeptieren. Andernfalls würden sie aus dem Priesterstand entlassen. Mit der Ablehnung des vom Papst ernannten Bischofs hätten sie eine Todsünde begangen.

Hintergrund ist der Widerstand gegen den 2012 ernannten Bischof von Ahiara in Nigeria, Peter Okpaleke. Dieser wurde wegen der Ablehnung innerhalb seines Bistums in einer Nachbardiözese geweiht und konnte sein Bistum noch nicht betreten. Im Juli 2013 setzte Franziskus den Erzbischof von Abuja, Kardinal John Onaiyekan, als Diözesanadministrator ein. Sowohl Onaiyekan als auch der betroffene Bischof gehörten zur Delegation, die Franziskus nun in Audienz empfing.

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Dodo Mazyek warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Vertreter der Union und der Grünen fordern ein deutliches Zeichen der Imame und Islamverbände gegen islamistischen Terrorismus. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime zeigt Verständnis, äußert aber auch Bedenken.

domradio.de

domradio.de: Ziehen sich die Imame, als wesentliche Vertreter der Muslime in Deutschland, wirklich so aus der Affäre, wie dies von einzelnen Bundestagsabgeordneten behauptet wird?

Aiman Mazyek (Vorsitzender des Zentralrats der Muslime): Ich kann das aus der Praxis nicht bestätigen. Wir haben den Monat Ramadan, hunderttausende deutsche Muslime gehen jeden Abend zu dem so genannten Tarawih, das ist das Ramadan-Gebet, in die Moscheen. Wir beten dort für den Frieden in unserem Land, gerade vor dem Hintergrund der vielen Verwerfungen und auch Anschläge. Die Bittgebete sind zum Teil auch so stark und eindrücklich, dass sie ganz deutlich machen, dass sie auch Teil der Gesellschaft sind. Das wäre zum Beispiel ein Teil der Aufgabenstellungen, die Imame haben.

Ich kann verstehen und kann es ihnen nicht verdenken, wenn viele nichtmuslimische Mitmenschen immer wieder fordern, dass wir uns von diesem muslimisierten Terrorismus distanzieren. Man muss auf der anderen Seite aber auch deutlich machen, welche Bemühungen hier geleistet werden. Es gibt unzählige Verurteilungen, vieles geht auch in die Berichterstattung nicht ein.

Auch wir als Zentralrat haben allein in den letzten Jahren in 50 bundesdeutschen Städten solche Aktionen und Mahnwachen organisiert, so etwa die Initiative „Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht“, 2500 Gemeinden haben sich daran beteiligt. Aber man braucht immer wieder Zeichen und ich verstehe auch die Gemeinschaft und die Gesellschaft. Wir wollen das auch immer wieder tun und leisten. Nächste Woche gibt es in mehreren Städten wieder entsprechende Aktionen und Aufrufe dazu. Wir werden uns daran beteiligen.

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Philosoph Sommer: „Christliche Werte sind eine besondere Absurdität“

foto: privat Nietzsche und Nietzsche-Experte: Andreas Urs Sommer vor einer Skulptur in Röcken, wo der deutsche Philosoph geboren und begraben wurde.
Der Schweizer Andreas Urs Sommer erklärt, warum wir Werte brauchen, obwohl es sie nicht gibt, und wie die Linken dem konservativen Milieu die „Wertewaffe“ aus der Hand genommen haben

Interview Lisa Nimmervoll | derStandard.at

STANDARD: Alle reden über Werte, vor allem Politiker, zumal jene, die sich „Integration“ auf ihre Fahnen heften. Sie dagegen sagen: Es gibt sie gar nicht. Werte seien „Fiktionen.“ Was heißt das denn?

Sommer: Ich sage, es gibt sie nicht, wie es Bücher, Bäume oder Buntstifte gibt. Werte sind auch keine fest umschriebenen, mentalen Gegenstände. Sie verändern sich ständig in unserem kommunikativen Prozess, und in diesem Sinne behaupte ich, dass es Werte nicht als etwas fest Umrissenes, Festgeschriebenes gibt, das wir nur vom Ideenhimmel pflücken müssten, und dann hätten wir es.

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Witzemachen wird immer gefährlicher

© Reuters Nach dem Kopf-ab-Bild beendete CNN die Zusammenarbeit mit ihr: Kathy Griffin.
Harte Zeiten für Amerikas Komiker: Die Unversöhnlichkeit, die Donald Trump in der öffentlichen Debatte pflegt, trifft auch sie. Kathy Griffin und Bill Maher bekamen das gerade zu spüren.

Von Nina Rehfeld | Frankfurter Allgemeine

Die Luft wird dünn für Amerikas Komiker. Nachdem Kathy Griffin ihren Vertrag bei CNN verloren hat, wird nun HBO bedrängt, Bill Maher zu entlassen. Kathy Griffin hatte mit einer Trump-Maske posiert, die dessen abgeschlagenen Kopf darstellen sollte, Maher hatte einen Gag abgesetzt, den viele als rassistisch empfanden. Zuvor war der Late-Night-Talker Stephen Colbert unter Beschuss geraten, als er Trump auf dessen Beleidigung eines CBS-Journalisten hin mit einer Kanonade von Verunglimpfungen überzog – zum Teil, ganz im Stile Trumps, unter der Gürtellinie.

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Nordirak: Wem nützt ein kurdischer Nationalstaat?

Straße von Sulaymaniyaa nach Kirkuk. Foto: Asenger / gemeinfrei
Vergangene Woche wurde auf einem Treffen verschiedener Parteien unter Vorsitz von „de-facto- Präsident“ Massoud Barzani der Termin für das Referendum über die „Unabhängigkeit Kurdistans“ beschlossen. Es soll am 25. September abgehalten werden. Die Anhänger von Massoud Barzani im In- und Ausland bejubeln diese Entscheidung.

Von Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Mächtiger Gegenwind weht jedoch aus unterschiedlichen politischen Richtungen. Allerdings: Wem nützt ein kurdischer Nationalstaat und ist es angesichts der sich zuspitzenden Lage im Nahen Osten klug, Kräfte in ein solches Projekt zu investieren, anstatt sich auf die Bekämpfung des IS zu konzentrieren?

Massoud Barzani hat ein Legitimationsproblem. Im August 2015 endete seine Präsidialzeit. Trotzdem führt er das Amt ohne Mandat bis heute weiter, trifft Entscheidungen, besucht als faktischer Präsident die Welt. Das Parlament der kurdischen Autonomieregion (KRG) tagt seit dem 12. Oktober 2015 nicht mehr, weil sich die einzelnen Parteien auf kein gemeinsames Vorgehen einigen konnten.

Formal gesehen kann nur das Parlament ein Referendum einleiten. Aber es gibt bislang keinen Parlamentsbeschluss. Welche Legitimation hat also das besagte Treffen unter der Leitung der KRG, an dem nicht einmal alle Parteien der Region teilnahmen?

Die Gorran-Bewegung, die zweitstärkste Partei im Parlament, und die Komeleya İslami lehnten die Teilnahme ab, mit der Begründung, es fehle der Versammlung die nötige Glaubwürdigkeit. Heftige Machtkämpfe zwischen Barzanis Partei KDP und Gorran führten zur Entlassung der Gorran-Minister und zur Besetzung aller wichtigen Positionen mit Personen aus dem Barzani-Clan.

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Türkische Gemeinde kritisiert Leitkultur Debatte

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) hat von der Politik ein klares Bekenntnis gegen Rassismus gefordert.

evangelisch.de

Die aktuelle Debatte über Leitkultur sei Gift für das Zusammenleben von Deutschen und Migranten, sagte der Bundesvorsitzende der türkischen Gemeinde, Gökay Sofuoglu, am Samstag im RBB-Inforadio. Man erwarte von den Parteien im Wahlkampf eine sachliche Diskussion.

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Von der Leyen pflegt den Rommel-Mythos wider besseren Wissens

Generalfeldmarschall Erwin Rommel, 1942. Bild: wikimedia.org/Bundesarchiv, Bild 146-1985-013-07 / CC-BY-SA 3.0

Eigentlich hatte sich die Verteidigungsministerin für eine Umbennung von Kasernen mit Namen von Wehrmachtsoffizieren stark gemacht. Die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne wird ihren Namen aber behalten.

Frankfurter Rundschau

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hält beim Bundeswehrstandort im nordrhein-westfälischen Augustdorf am Namen Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne fest.

«Die Rommel-Kaserne ist so bewusst benannt worden an einem Jahrestag des Widerstands. Das zeigt, dass Rommel seine Rolle im Widerstand auch gehabt hat», sagte die CDU-Politikerin am Samstag beim «Tag der Bundeswehr» in Augustdorf.

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Thomas de Maiziere will Zugriff auf WhatsApp-Nachrichten

Thomas de Maiziere – imago/photothek
Wie bei einer SMS bräuchten die Sicherheitsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen Zugriffsmöglichkeiten, sagte der CDU-Politiker.

Die Presse.com

Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere will den Sicherheitsbehörden Zugriff auf verschlüsselte Messenger-Dienste wie WhatsApp verschaffen. Wie bei einer SMS bräuchten die Sicherheitsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen Zugriffsmöglichkeiten auf solche Dienste, sagte der CDU-Politiker dem „Tagesspiegel am Sonntag“ nach einer Vorabmitteilung.

Zugleich versicherte de Maiziere: „Wir wollen, dass Messenger-Dienste eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung haben, damit die Kommunikation unbescholtener Bürger ungestört und sicher ist.“

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Staatssekretär: Netzwerk-Gesetz trotz Schwächen zügig beschließen

Ulrich Kelber (2014), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 – Gerd Seidel

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesjustizministerium, Ulrich Kelber (SPD), dringt auf eine schnelle Verabschiedung des geplanten Gesetzes zur Eindämmung von Hass und Hetze in sozialen Netzwerken.

evangelisch.de

Zwar sei das Gesetz „kein großer netzpolitischer Wurf“, sagte Kelber am Freitagabend in Köln. Auch wäre ihm eine europäische Lösung lieber. „Aber das wird zwei bis fünf Jahre dauern“, warnte er. „Und das ist uns zu lang.“

Der Gesetzgeber müsse grundsätzlich strafbare Inhalte in sozialen Netzwerken bekämpfen und dafür Sorge tragen, dass die Konzerne, die die Plattformen zur Verfügung stellen, Strukturen zur Lösung der Inhalte entwickeln, betonte der Staatssekretär in einer Diskussion an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Das Gesetz müsse daher noch in dieser Legislaturperiode kommen. Auch Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hatte vor einigen Tagen darauf gedrungen, das umstrittene Gesetz bis Ende Juni zu verabschieden.

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Entstehung des Kosmos mit 25 Milliarden virtuellen Galaxien simuliert

illustration: universität zürich, joachim stadel Blick in den virtuellen Kosmos mit Zusammenklumpungen von Dunkler Materie.
Vorbereitung für Mission zur Erforschung der Dunklen Materie und der Dunklen Energie

derStandard.at

Schweizer Astrophysiker haben die Entwicklung des Weltalls simuliert und ließen dabei aus zwei Billionen virtuellen Teilchen rund 25 Milliarden Galaxien entstehen. Laut Uni Zürich ist es der bisher komplexeste virtuelle Kosmos, der je geschaffen wurde. Die Simulation soll helfen, eine Mission zur Erforschung Dunkler Materie und Dunkler Energie vorzubereiten.

Für die Simulation nutzten Joachim Stadel, Douglas Potter und Romain Teyssier von der Uni Zürich den Hochleistungsrechner „Piz Daint“ des Nationalen Hochleistungsrechenzentrums der Schweiz (CSCS). Wie die Hochschule mitteilte, entstanden so mit Hilfe eines aufwendig überarbeiteten und verfeinerten Codes binnen 80 Stunden 25 Milliarden virtuelle Galaxien. Davon berichteten die Forscher kürzlich im Fachblatt „Computational Astrophysics and Cosmology“.

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How the Moon Was Turned Into a Cold War Spy Weapon

Image: Wikimedia Commons
Leave it to the US Navy to weaponize the moon.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

On July 24, 1954, a Navy engineer named James Trexler sat in a room at the Naval Research Center in Maryland talking to himself. To the outside observer, the situation would certainly look strange. But Trexler hadn’t gone mad—he’d just inaugurated electronic warfare.

To be more specific, Trexler was speaking into a microphone connected to a large antenna at the Stump Neck radio facility at the Naval base. This antenna was directed toward the moon and when Trexler spoke into microphone, his words returned to him two and a half seconds later after traveling a 500,000 mile circuit to the moon and back. Although the first radio signal had been bounced off the moon nearly 30 years earlier, Trexler was the first to send and receive a voice transmission via the moon.

The origins of this landmark experiment lie in Trexler’s college days, when he first realized that the moon’s ionosphere could serve as a reflector for radio waves. When he joined the Naval Research Center in the late 1940s, he pushed his hypothesis even further and pondered whether the moon might be used as a „radar intercept device“ capable of spying on Soviet communications. Over the next two years, Trexler focused most of his energies on proving that a moon radio intelligence program was viable.

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