Denn die einen sind im Dunkeln; und die andern sind im Licht


Brandenburger Tor am 23. März 2017. Bild: Hans Jürgen/CC BY-ND-2.0
In Berlin wurde nach einem Terroranschlag mal wieder das Brandenburger Tor angestrahlt. Das kam mal wieder nicht so gut an

Von Harald Neuber | TELEPOLIS

Kopfschütteln hat in Berlin einmal mehr die Entscheidung des rot-rot-grünen Senats provoziert, das Brandenburger Tor nach dem jüngsten Terroranschlag in London in den Farben des Union Jack anzuleuchten.

In Reaktion auf das Attentat, bei dem am Samstag vor einer Woche auf der London Bridge und in einem nahen Viertel sieben Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden, wurde das Berliner Wahrzeichen erneut mit der britischen Fahne angestrahlt. Das Problem: Nach dem folgenschwereren Anschlag zuvor in Manchester blieb es am Pariser Platz in Berlin dunkel. Die illuminierende Symbolpolitik sorgt damit weiter für Debatten.

Der Senat verteidigte das selektive Gedenken mit Verweis auf eine neu festgelegte Regel: Gedacht würde mit einer Projektion am Brandenburger Tor nur den Opfern jener Anschläge, die in Partnerstädten der deutschen Kapitale begangen werden. Bei einem so hochemotionalen Thema wie Terrorismus eine schwierige Herangehensweise, wie ein rascher Blick in die Kommentarforen der Hauptstadtpresse zeigt.

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