Schweizer Gotteskrieger: Wie ein scheinbar banaler Unfall jemanden bis in den Jihad führte


Mit Internet-Propaganda rekrutiert der IS seine Kämpfer für Syrien und den Irak auch in der Schweiz. (Bild: Erik De Castro / Reuters)
Wer von der Schweiz aus in den «heiligen Krieg» zieht, weist oft schon Brüche in seinem Leben auf: Das geht aus einer Studie hervor, bei der die Akten von zehn Jihad-Reisenden ausgewertet wurden.

Von Marcel Gyr | Neue Zürcher Zeitung

Was veranlasst einen jungen Erwachsenen aus der Schweiz, sich in Syrien oder im Irak dem Islamischen Staat (IS) anzuschliessen? Florent Biellmann, Analytiker beim Fedpol, ist dieser Frage im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität Genf nachgegangen. Er erhielt von der Bundesanwaltschaft Einblick in die Ermittlungsakten von zehn Verdächtigen, die sich strafrechtlich wegen Verstosses gegen das IS-Gesetz verantworten müssen. Sie waren ins Kriegsgebiet gereist, um sich dort dem IS anzuschliessen. Einige von ihnen sind inzwischen zurückgekehrt, andere befinden sich vermutlich noch immer dort. Zur untersuchten Gruppe gehören auch Sympathisanten, die bereit waren, ins ausgerufene Kalifat zu reisen, aber daran gehindert wurden.

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