Esoterik für alle: Wie Ersatzreligionen an unser Geld kommen

Teure Aura-Sprays: Käufer sind auch Menschen mit höherem Bildungsniveau, denn die haben das entsprechende Budget. Bild: plusminus
Heilen im Wohnzimmer, Aura-Sprays und Engelskarten: Die Esoterikbranche ist längst kein skurriles Randphänomen mehr, sondern in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen.

plusminus ARD

Viele kleine Anbieter buhlen um die Gunst der spirituellen Sinnsucher. Die sehnen sich nach Heilung, Liebe, Hilfe bei Problemen oder schlicht Aufmerksamkeit. Wer dabei zu tief in die Welt der Esoterik einsteigt, kann in einen gefährlichen Strudel geraten und emotionale sowie finanzielle Schäden erleiden. Der wachsende Markt alternativer Heilmethoden kann für ernsthaft erkrankte, behandlungsbedürftige Menschen dabei sogar lebensgefährlich werden. Hinter der vermeintlichen Wohlfühlbranche steckt ein knallharter Milliardenmarkt. „Plusminus“ beleuchtet den undurchsichtigen Esoterikmarkt und deckt seine Wirkweisen auf. Der Einstieg in die Branche ist erschreckend simpel. „Plusminus“-Reporterinnen haben selbst ein Esoterik-Produkt erfunden und versucht es völlig überteuert zu verkaufen.

Sendetermin:

Mi, 14.06.17 | 21:45 Uhr

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Homöopathen tagen in Leipzig – mit „Schulmedizin“ kooperieren?

In den meisten homöopathischen Globuli ist kein Wirkstoff mehr nachweisbar. Doch allein die Zuwendung vieler Homöopathen zum Patienten hat oft eine positive Wirkung. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Kügelchen statt Tablette. Homöopathie ist in Deutschland recht verbreitet – trotz fehlender wissenschaftlicher Nachweise ihrer Wirksamkeit. Gemeinsame Wege mit der Schulmedizin seien nötig, heißt es vor einem Kongress in Leipzig.

Von Sabine Fuchs | Frankfurter Rundschau

Beim Thema Homöopathie scheiden sich die Geister. Für die einen ist sie Humbug, andere empfinden sie als letzte Hoffnung, wenn von der Schulmedizin weniger Hilfe und Rat kommt als erwartet.

Monika Kölsch, praktizierende homöopathische Ärztin aus Leipzig, will solche Gegensätze nicht gelten lassen. „Wir wollen über den Tellerrand blicken und gemeinsam mit der konventionellen Medizin nach Lösungen zum Wohle des Patienten suchen“, sagt sie. Diesem Ziel diene der 72. Homöopathische Weltärztekongress in Leipzig. Kölsch ist Mitorganisatorin der Tagung vom 14. bis 17. Juni. Mehr als 1200 Gäste aus 60 Ländern werden erwartet.

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Berlin schafft Bleiberechtsregelung für Opfer von Hasskriminalität

Nach Brandenburg hat auch Berlin ein Bleiberecht für Opfer rechter Gewaltstraftaten angeordnet. Innensenator Andreas Geisel (SPD) erklärte am Dienstag am Rande der Innenministerkonferenz in Dresden, er habe die Berliner Ausländerbehörde angewiesen, das Aufenthaltsrecht so anzuwenden, dass Opfer rechter Gewalt stärker geschützt werden.

evangelisch.de

Ausreisepflichtige Ausländer und deren nahe Angehörige, die „erheblicher“ rechtsmotivierter Hasskriminalität ausgesetzt waren, sollten im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eine Bleibeperspektive in Deutschland erhalten, so Geisel. Die Regelung gelte ab sofort.

Der SPD-Politiker betonte, „Menschen, die in unserem Land Schutz und Hilfe suchen, müssen diese auch bekommen“. Den Tätern müsse klar gemacht werden, „dass ihre Straftaten zu nichts führen und genau das Gegenteil dessen bewirken, was sie vielleicht im Kopf haben“. Bislang gibt es eine entsprechende Regelung nur in Brandenburg. In Thüringen denkt die rot-rot-grüne Regierungskoalition darüber nach.

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Necla Kelek: Inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Koran gefordert

Die friedlichen Muslime sollen endlich für bestimmte Stellen im Koran Verantwortung tragen, sagte Soziologin und Publizistin Necla Kelek im Dlf. (imago stock&people)
Die Migrationsforscherin Necla Kelek ruft Muslime dazu auf, sich mit Gewalt, wie sie auch im Koran formuliert werde, auseinanderzusetzen. Es gebe viele Menschen, die Gewalt nicht ausüben würden, „aber diese Gesinnung doch in sich tragen“, sagte sie im Dlf. Zudem kritisierte sie Lamya Kaddor, die einen Friedensmarsch von Muslimen und Nicht-Muslimen mitorganisiert.

Necla Kelek im Gespräch mit Tobias Armbrüster | Deutschlandfunk

Tobias Armbrüster: Kaum ein Monat vergeht inzwischen ohne einen islamistischen Terroranschlag irgendwo in Europa. Eine Folge davon: Das Misstrauen gegenüber Muslimen und gegenüber dem Islam im Allgemeinen wird größer, auch wenn immer wieder zu hören ist von Politikern aller Parteien, dass diese Art von Terror nichts mit dem Islam zu tun hat. Das hilft allerdings wenig, Muslime überall in Europa sehen sich mit Terroristen in eine Schublade gesteckt, und dagegen sollten Muslime auf die Straße gehen. Das hat sich die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor gedacht und für den 17. Juni, also für den kommenden Samstag, zu einer Demonstration aufgerufen, zu einem Friedensmarsch, wie sie das nennt. Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat sie gesagt: „Wir Muslime müssen uns von den Tätern stärker abgrenzen und ihre gesellschaftliche Ächtung herbeiführen.“ Zitat Ende. Am Telefon begrüße ich jetzt die Publizistin und Migrationsexpertin Necla Kelek. Schönen guten Tag, Frau Kelek!

Necla Kelek: Guten Tag, Herr Armbrüster!

Armbrüster: Frau Kelek, was halten Sie von einem solchen Protestmarsch?

Kelek: Erst mal müssten die Märsche längst da sein. Also das ist natürlich begrüßenswert, wenn Muslime, besonders organisierte Muslime sich zusammentun und gegen Gewalt im Namen des Islam auf die Straße gehen. Aber das genügt nicht, es fehlen da eine ganze Menge andere Möglichkeiten, wie man sich auch der Gewalt im Namen des Islam hätte stellen können.

„Über 25 Mal wird im Koran direkt zur Tötung der Ungläubigen aufgerufen“

Armbrüster: Was fehlt da zum Beispiel?

Kelek: Ja, die Gemeinschaft zum Beispiel, wenn sie wahrhaft gegen Gewalt eintreten müssten, ist eine große Aufgabe zu erfüllen, zum Beispiel die Aufgabe, mit dem Koran, den Muslime ja als Heilige Schrift sehen, sich auseinanderzusetzen. Über 25 Mal wird im Koran direkt zur Tötung der Ungläubigen aufgerufen, über 200 Stellen diskriminieren Andersdenkende, legitimieren Gewalt im Namen der Religion. Das sind alles ganz, ganz wichtige Punkte, damit muss man auch in die Öffentlichkeit gehen. Und eine Islamwissenschaftlerin, die sich ja so nennt, hätte das schon längst tun müssen. Daher kritisiere ich auch diesen Aufruf.

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Dodo Lütz: „Das Mitleid ist eine christliche Erfindung, Heiden hatten kein Mitleid“

Die heutigen Christen sind doch eher defensiv in ihrer Rhetorik, und ihre moralische Überlegenheit behaupten sie zwar oft, aber vorsichtig und indirekt.

Leicht & Sinnig

Hin und wieder gibt es aber entlarvende Ausreißer. So z.B. gestern der katholischer Theologe, Kabarettist(!) und Facharzt für Nervenheilkunde(!!) Manfred Lütz, der in einem Interview mit HR-Info jegliche Scham fallen lässt und tatsächlich solche Dummheiten behauptet wie: „… z.B. das Mitleid ist eine christliche Erfindung, die Heiden hatten kein Mitleid. Die haben Behinderte ausgesetzt und so weiter. Das Christentum hat das Mitleid eingeführt, die Toleranz ist eine christliche Erfindung. Also Menschen anderer Meinung zu tolerieren, das kannten die Römer so gar nicht. (…) Aber auch Atheisten schöpfen da sozusagen aus einer christlichen Tradition. …“ Leider mehr oder weniger unwidersprochen.

Natürlich kann er sowas sagen, er ist schließlich kein Vertreter der Kirche. Von offizieller Seite habe ich schon lange nicht mehr solche moralische Arroganz erlebt.

(Hier der Ausschnitt mit obigen Zitaten)

Religion als TV-Spektakel – menschliches Gehirn essen

Religionswissenschaftler Reza Aslan als Reporter in der CNN-Serie „Believer“ (Screenshot cnn.com)
Die ARD sendet derzeit die Themenwoche „Glauben“ – bei CNN lief gerade die Doku-Serie „Believer“. Darin besucht Religionswissenschaftler Reza Aslan sechs kuriose Religionsgemeinschaften. Er tanzt mit ultraorthodoxen Juden durch Jerusalem oder oder isst mit einem Aghori-Asketen in Indien angeblich menschliches Gehirn. Der Skandal ist programmiert.

Von Christian Röther | Deutschlandfunk

Reza Aslan hat Ärger mit einem älteren Asketen. Der droht, Aslan den Kopf abzuschneiden, wenn er nicht aufhört, so viele Fragen zu stellen. Reza Aslan ist US-amerikanischer Religionswissenschaftler und Medienprofi. Er ist als TV-Experte gefragt und produziert selbst Fernsehserien. Er hat zwei Bestseller geschrieben, einen über den Islam, einen über Jesus.

Hier ist Aslan als Reporter unterwegs für seine CNN-Doku-Serie „Believer“ – Glaubender. Der Privatsender CNN befasst sich immer wieder mit Religionsthemen. In der ersten Folge von „Believer“ besucht Reza Aslan die Aghori, eine Hindu-Gemeinschaft in Indien. Er erklärt:

„Es ist eine kleine asketische Bewegung. Sie stellen ihren Glauben unter Beweis, indem sie sich selbst verunreinigen. Sie reiben sich mit der Asche von Toten ein. Sie essen verrottende Leichen. Sie trinken ihren eigenen Urin.“

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Wo leben die meisten Bioinvasoren?

Der Indische Halsbandsittich (Psittacula krameri manillensis) stammt aus Asien, kommt aber inzwischen auch in Großbritannien vor. © Tim Blackburn
Hotspots für Neuankömmlinge: Forscher haben erstmals ermittelt, wo auf der Welt die meisten einschleppten oder eingeführten Tier- und Pflanzenarten vorkommen. Hotspots für Bioinvasoren liegen demnach auf Hawaii und der Nordinsel von Neuseeland, aber auch an der Küste von Florida. Auch an Europas Küsten haben sich viele neue Pflanzen, Säugetiere, Fische und Spinnenarten etabliert, wie die Forscher berichten. Ursachen sind der Seehandel, aber auch Bevölkerungsdichte, Wirtschaftskraft und das Klima.

scinexx

Ob die Beifuß-Ambrosie, der Asiatische Marienkäfer oder Pythons in den Everglades: Immer mehr Pflanzen- und Tierarten breiten sich heute in Gebieten aus, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren. Diese Bioinvasoren können für bedrohte Arten zur Gefahr werden.

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Herrmann verteidigt Forderung Kinder zu überwachen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat den Vorschlag verteidigt, bei Bedarf auch Kinder vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen.

Frankfurter Rundschau

Da gehe es um extreme Ausnahmesituationen, sagte Herrmann im Deutschlandfunk. Im islamistischen Bereich seien in den vergangenen Jahren auch Minderjährige zu Gewalttaten angestiftet worden oder hätten sich selbst dazu entschlossen. In solchen Fällen dürfe der Verfassungsschutz aber derzeit keine Daten speichern, sagte er. Es sei weltfremd, wenn Ermittler von einem radikalisierten Minderjährigen wüssten, aber wegschauen müssten.

Persönlicher Kirchentag der Abgeordneten Griese

Kerstin Griese (2014). Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de – Sven Teschke

50 Bürgerinnen und Bürger können im Rahmen des Gesprächskreises Kirche und Politik vom 16. bis 19. August nach Berlin reisen. Auf Einladung von Kerstin Griese erwartet sie eine Tagung im Bundestag mit Diskussionen und Arbeitsgruppen zum Zusammenleben der Religionen und aktuellen politischen Themen sowie eine Führung durch das Reichstagsgebäude. Auf dem Programm stehen auch Besuche bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), deren Leitung Kerstin Griese angehört, und bei der Stadtmission. Besichtigungen der Neuen Synagoge sowie der Gedenkstätte Berliner Mauer und eine Stadtrundfahrt runden die Tage in Berlin ab.

WAZ

Die Reise richtet sich an alle, die sich in einer Kirchengemeinde oder einer Religionsgemeinschaft engagieren. Eingeladen sind außerdem die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen aus Diakonie und Caritas, evangelischen und katholischen Kitas, Schulen sowie Vereinen und Verbänden, die sich für Themen aus Religion und Politik interessieren.

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Umstrittene Antisemitismus-Doku online veröffentlicht

© dpa Teilnehmer der Kundgebung „Steh auf! Nie wieder Judenhass!“ des Zentralrats der Juden in Deutschland stehen 2014 vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
Obwohl Arte und WDR die Dokumentation über Antisemitismus in Europa in Auftrag gegeben hatten, wollen sie sie nicht senden. Jetzt nutzen andere das öffentliche Interesse.

Frankfurter Allgemeine

Wie heikel die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ ist, können Interessierte nun selbst entscheiden: Bild.de zeigt den Film einen Tag lang. Die Autoren Joachim Schröder und Sophie Hafner waren von Arte und dem WDR als Kooperationspartner beauftragt worden – doch weder der deutsch-französische Sender noch der Westdeutschen Rundfunk zeigte den Film anschließend.

Man führte dafür formale Gründe an: Der Programmdirektor von Arte, Alain Le Diberder, verwies auf den fehlenden „Proporz“ der Drehorte und darauf, dass der dritte vorgesehene Autor des Films – der deutsch-palästinensische Publizist und Psychologe Ahmad Mansour – nurmehr als Berater fungiere.

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Kriegsverbrechen: Bundesanwaltschaft geht gegen al-Nusra-Mitglieder in Deutschland vor

Der wütende Scheich al-Muhaysini, al-Qaida-Ideologe mit engsten Verbindungen zur al-Nusra-Front. Foto: Screenshot
Vier syrische Staatsangehörige wurden im Norden festgenommen wegen Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung – nicht der einzige Fall in jüngster Zeit

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Die Bundesanwaltschaft hat heute vier syrische Staatsangehörige in Lübeck sowie in Hamburg und Umgebung festnehmen lassen. Einer von ihnen lebte, wie eine Lokalzeitung berichtet, seit knapp zwei Jahren mit seiner Familie in einem kleinen Ort in einem gelbgeklinkerten Zweifamilienhaus mit Garten – allem Anschein nach ein friedliches, behütetes Leben.

Vielleicht haben die Nachbarn Tagesschau geschaut, die Bildzeitung oder den Spiegel gelesen. Dann hätten sie Sultan K. als „Rebellen“ bezeichnet. Die Haftbefehle des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshof sind allerdings auf den Vorwurf der „Mitgliedschaft der ausländischen terroristischen Vereinigung Jabhat al-Nusra“ ausgestellt, wie die Pressemitteilung des Generalbundesanwalts Bescheid gibt. Die Nachbarn hatten keine Ahnung.

Neben der Tatsache, dass die Bundesanwaltschaft mit ihrer Einordnung der Miliz als „terroristisch“ mit Baschar al-Assad im Einklang steht, sind auch die weiter angeführten Beschuldigungen gegen die Brüder Mustafa K., Abdullah K., Sultan K. sowie Ahmed K. beachtenswert. Weil sie politische Bezüge haben, die in der Syrien-Berichterstattung selten Erwähnung fanden, da man nicht Partei mit Assad machen wollte.

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Jupiter ist der älteste Planet

© NASA/FUSE/ Lynette Cook
Die Präsenz des Proto-Jupiter in der Urwolke beeinflusste auch die Bildung der inneren Gesteinsplaneten.
Methusalem des Sonnensystems: Forscher haben erstmals das Alter des Planeten Jupiter bestimmt – und Überraschendes entdeckt. Denn der Kern des Gasriesen entstand schon eine Million Jahre nach Bildung des Sonnensystems. Darauf deuten Isotopenanalysen von Meteoriten hin. Die Existenz des Jupiter riss damals eine Lücke in die Urwolke und könnte auch die Bildung großer Supererden im inneren Sonnensystem verhindert haben.

scinexx

Der Jupiter ist der unangefochtene „König“ unseres Sonnensystems: Kein anderer Planet ist so groß und massereich wie er, keiner rotiert so schnell oder besitzt so mächtige Stürme. Wahrscheinlich war es sogar erst seine Präsenz, die das Sonnensystem zu dem machte, was es heute ist. Forscher vermuten, dass die Entstehung des Jupiter und seine Wanderung die Materieverteilung in der Urwolke entscheidend beeinflusste – und so dafür sorgte, dass im inneren Sonnensystem nur kleine, erdähnliche Planeten entstanden.

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„Hoch problematische Theologie“ – Experten: Salafismus-Prävention reicht nicht

„Ich finde es verdächtig, dass Vereine, die seit Jahren sagen, Terror hat nichts mit Religion zu tun, heute sagen, gebt uns Geld, wir machen Deradikalisierung“, sagt Ahmad Mansour. (Foto: picture alliance / Maurizio Gamby
Wie kann dem radikalen Islam in Deutschland Einhalt geboten werden? Aktuelle Werkzeuge sind nach Ansicht von Experten nicht ausreichend. Radikale salafistische Ideen könnten sich frei verbreiten.

n-tv

Islamismus-Experten sehen bei den Strategien gegen die Verbreitung der salafististischen Ideologie in Deutschland noch große Defizite. „Islamischer Religionsunterricht an der Schule ist nicht per se Prävention“, gab die Leiterin der Beratungsstelle Hayat für Deradikalisierung, Claudia Dantschke zu bedenken. „Wir haben Universitäten, die hoch problematische Theologie betreiben“, warnte ihr Kollege, der Psychologe und Buchautor („Generation Allah“) Ahmad Mansour.

Mit Blick auf die Islam-Verbände sagte er: „Ich finde es verdächtig, dass Vereine, die seit Jahren sagen, Terror hat nichts mit Religion zu tun, heute sagen, gebt uns Geld, wir machen Deradikalisierung.“ Hier seien Qualitätskontrollen nötig. Der islamische Prediger-„Mainstream“ sei zu stark von „Angstpädagogik und Buchstabenglaube“ geprägt, kritisierte Mansour.

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Jurist kritisiert HU im Fall Baberowski: „Komplizin rechter Wissenschaft“

Wissenschaft und Wahrheit. Um die Thesen des Berliner Historikers Jörg Baberowski (hier der Eingangsbereich der…Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Der Bremer Jurist Andreas Fischer-Lescano kritisiert die HU Berlin im Fall des Historikers Jörg Baberowski. Nehme die HU ihre „voreiligen Reinwaschungen des Wissenschaftlers“ nicht zurück, mache sie sich „zur Komplizin rechter Wissenschaft“.

Von Amory Burchard | DER TAGESSPIEGEL

Der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano hat die Humboldt-Universität (HU) aufgefordert, sich von dem dort lehrenden Historiker Jörg Baberowski zu distanzieren. Geboten sei dies, nachdem Baberowski vor dem Oberlandesgericht Köln (OLG) gegen den Asta der Uni Bremen unterlegen ist, schreibt Fischer-Lescano in einem Beitrag für die „Frankfurter Rundschau“ vom Sonnabend.

„Wenn das Oberlandesgericht nach genauer Analyse von Baberowskis Schriften und tagespolitischen Äußerungen festhält, dass er sich die Kritik an seinen Positionen als rechtsradikal gefallen lassen muss, hat das Gründe.

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Verschwörung gegen Verschwörungstheoretiker

Präsident Kennedy in der Main Street in Dallas, Minutes vor dem Attentat. Bild: Walt Cisco, Dallas Morning News / Public Domain
Kennedy-Attentatsforscher Robert Groden gewinnt Rechtsstreit gegen 6th Floor Museum

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

Wenn am 26. Oktober 2017, wie vor 25 Jahren angekündigt, die letzten noch gesperrten Akten zum Kennedy-Attentat freigegeben werden, wird der hartnäckigste sogenannte Verschwörungstheoretiker zum Jahrhundertmord fehlen: Rechtsanwalt Mark Lane, der bereits Wochen nach den Schüssen von Dallas auf die Ungereimtheiten vehement hinwies und noch 2011 mit einem neuen Buch aufwartete, verstarb im Mai letzen Jahres. Doch ein weiterer prominenter Skeptiker des Warren-Reports hat gute Chancen, die mögliche Auflösung des Kennedy-Puzzles zu erleben: Robert Groden.

Groden war in den 1960er Jahren als Fototechniker auf die Vergrößerung von den damals bei Amateuren verbreiteten 8 mm-Filmen zur Verwendung auf der Leinwand spezialisiert. In dieser Eigenschaft bekam er 1969 Zugriff auf einen Amateurfilm des Schneiders Abraham Zapruder, der 1963 die Schüsse von Dallas auf Zelluloid gebannt hatte. Das LIFE-Magazin hatte den Streifen gekauft, jedoch nur einzelne Fotos daraus veröffentlicht und den Film ansonsten in den Tresor gelegt. Der Warren-Kommission war gerade einmal ein Schwarz-Weiß-Abzug zur Verfügung gestellt worden. Sicher war es nur ein Zufall, dass der Herausgeber ein sehr enger Freund des Ex-CIA-Chefs Allen Dulles war, der die Warren-Kommission dominierte.

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Wie arabische Staaten fundamentalistische Missionierung in Europa finanzieren

Salafisten beten 2012 in Bonn. (Foto: picture alliance / dpa)
  • Missionare von der Arabischen Halbinsel versuchen, in Europa Grundstücke für Moscheen und Schulungseinrichtungen zu kaufen – auch in Deutschland.
  • Hierzulande hat sich die Zahl radikaler Salafisten in den vergangenen fünf Jahren auf 10 000 verdoppelt.
  • Der Bundesnachrichtendienst ist überzeugt: Vor allem Saudi-Arabien, Kuwait und Katar sähen derzeit eine günstige Gelegenheit, ihren fundamentalistischen Islam in Europa zu verbreiten.

Von Ronen Steinke | Süddeutsche.de

Bei manchen Geschenken wird man eher misstrauisch, als dass man sich freut. Kürzlich hieß es: Das märchenhaft reiche Königshaus von Saudi-Arabien wolle seine Staatsschatulle öffnen und in Deutschland den Bau von 200 neuen Moscheen spendieren.

Schon wahr, Neubauten wären gut. Die deutschen Moscheen sind völlig überfüllt. Nicht nur im Ramadan spüren das die Betenden. Eine knappe Million Flüchtlinge sind seit Herbst 2015 gekommen, siebzig Prozent von ihnen sind muslimisch.

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Tortenattacke auf Beatrix von Storch: Lieber Knast als 150 Euro Strafe

Das Ergebnis eines Angriffs. Bild. Beatrix von Storch/Facebook/ Themenbild

Sie warf der stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch in Kiel eine Torte ins Gesicht – und muss jetzt 150 Euro Strafe zahlen. Doch die 22-jährige Verurteilte will lieber ins Gefängnis.

stern.de

Wegen eines Tortenwurfs auf die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Beatrix von Storch soll eine junge Frau 150 Euro Strafe zahlen – die Verurteilte will aber lieber ins Gefängnis.

Das Amtsgericht Kiel verurteilte die 22-Jährige zu der Geldstrafe. Diese sagte jedoch nach der Urteilsverkündung: „Ich möchte kein Geld bezahlen, ich möchte die Strafe im Gefängnis absitzen.“

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Deutsche Familie kämpfte für IS und bezog weiter Sozialgeld

Auch die Bundesagentur für Arbeit zahlte weiter an die Familie aus. – http://www.BilderBox.com
Vater, Mutter und zwei Kleinkinder zogen zum IS nach Syrien. Die deutschen Behörden zahlten dennoch weiter Sozialleistungen aus, die der Vater auch per Bankomatkarte behob.

Die Presse.com

Es ist nicht nur wegen des Behördenversagens eine unglaubliche Geschichte: Ein Wolfsburger Ehepaar reiste samt seinen damals etwa einjährigen Zwillingen im Herbst 2014 nach Syrien, um sich einer Terrorgruppe anzuschließen. Die deutsche Arbeitsagentur überwies aber weiterhin regelmäßig Sozialleistungen, berichtet die „Braunschweiger Zeitung“.

Laut der Anklage der Staatsanwaltschaft Braunschweig, die auch gegen den Vater des nach Syrien gereisten Mannes ermittelt hatte, wurden zumindest bis August 2015 Kindergeld und Betreuungsgeld auf das Konto seiner Schwiegertochter überwiesen.

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Redakteur des „Spiegel“ gab rechtsextreme Leseempfehlung

© FAZ.NET Das umstrittene Buch Finis Germania
Ein Buch mit rechtsextremen Inhalten steht auf der Empfehlungsliste von NDR und Süddeutscher Zeitung. Nun gibt ein Redakteur zu, dass er den Tipp verantwortet.

Von Jan Grossarth | Frankfurter Allgemeine

Der Kulturredakteur des Magazins „Der Spiegel“ Johannes Saltzwedel hat das umstrittene Buch „Finis Germania“ auf die Sachbuch-Empfehlungsliste von NDR und „Süddeutscher Zeitung“ gesetzt. Das erfuhr die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Montag. Es enthält zahlreiche Inhalte, die als antisemitisch und rechtsextrem zu verstehen sind.

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The How to Track What Congress Is Doing on the Internet

Image: Shutterstock Remix by Jason Koebler
A new tool aims to monitor what government workers look at online.

By Louise Matsakis | MOTHERBOARD

There’s now a way to track what government employees, including elected officials, are doing online during working hours.

A new plugin created by a software engineer in North Carolina lets website administrators monitor when someone accesses their site from an IP address associated with the federal government. It was created in part to protest a piece of legislation the president signed earlier this year.

In April, President Trump signed a measure allowing internet service providers (ISPs) to sell sensitive information about your online habits without needing your consent, rolling back Obama-era regulations intended to stop that very thing from happening.

Corporations like Verizon and AT&T hated the regulations (and spent a boatload lobbying against them), because they made it difficult to monetize the mountain of customer data they have the ability to collect.

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