Kriegsverbrechen: Bundesanwaltschaft geht gegen al-Nusra-Mitglieder in Deutschland vor


Der wütende Scheich al-Muhaysini, al-Qaida-Ideologe mit engsten Verbindungen zur al-Nusra-Front. Foto: Screenshot
Vier syrische Staatsangehörige wurden im Norden festgenommen wegen Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung – nicht der einzige Fall in jüngster Zeit

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Die Bundesanwaltschaft hat heute vier syrische Staatsangehörige in Lübeck sowie in Hamburg und Umgebung festnehmen lassen. Einer von ihnen lebte, wie eine Lokalzeitung berichtet, seit knapp zwei Jahren mit seiner Familie in einem kleinen Ort in einem gelbgeklinkerten Zweifamilienhaus mit Garten – allem Anschein nach ein friedliches, behütetes Leben.

Vielleicht haben die Nachbarn Tagesschau geschaut, die Bildzeitung oder den Spiegel gelesen. Dann hätten sie Sultan K. als „Rebellen“ bezeichnet. Die Haftbefehle des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshof sind allerdings auf den Vorwurf der „Mitgliedschaft der ausländischen terroristischen Vereinigung Jabhat al-Nusra“ ausgestellt, wie die Pressemitteilung des Generalbundesanwalts Bescheid gibt. Die Nachbarn hatten keine Ahnung.

Neben der Tatsache, dass die Bundesanwaltschaft mit ihrer Einordnung der Miliz als „terroristisch“ mit Baschar al-Assad im Einklang steht, sind auch die weiter angeführten Beschuldigungen gegen die Brüder Mustafa K., Abdullah K., Sultan K. sowie Ahmed K. beachtenswert. Weil sie politische Bezüge haben, die in der Syrien-Berichterstattung selten Erwähnung fanden, da man nicht Partei mit Assad machen wollte.

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