Bayern: Homosexuellen droht Abschiebung nach Russland


In Regensburg können sie in Frieden leben: Pavel Tupikov und Igor Popialkovskii aus Russland. Sie kommen sich vor wie auf einem „anderen Planeten“. (Foto: Andreas Glas)
Pavel Tupikov und Igor Popialkovskii flohen nach Bayern, weil sie in ihrer Heimat sogar schon von einem Polizisten bedroht wurden. Doch das Gericht sieht keine unmittelbare Gefahr.

Von Andreas Glas | Süddeutsche.de

Irgendwann wusste das ganze Haus Bescheid, es stand ja dick und fett an ihrer Wohnungstür. „Schwuchtel“ hatte einer drauf geschmiert. Einer der Nachbarn, die Pavel Tupikov kurz zuvor verdroschen, ihn und seinen Freund seit Monaten beschimpft und verspottet hatten. Pavel Tupikov, 41, und Igor Popialkovskii, 32, haben den „Schwuchtel“ wieder weggerubbelt, aber nicht den Hass, da hätten sie ewig rubbeln können. Drei Monate später stand ein Polizist vor der Tür und hat die beiden fortgejagt. Eine Woche hätten sie Zeit, ihre Wohnung zu verlassen, sagte der Polizist. Seine Begründung? Das schwule Paar sei ein schlechtes Beispiel für Kinder. Spätestens da hielten Tupikov und Popialkovskii das Leben in Russland nicht mehr aus – und flüchteten im Frühjahr 2014 in die Bundesrepublik.

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