Tod durch Reismilch


Die Eltern gaben dem kleinen Lucas (Symbolbild) Milch-Alternativen – zum Beispiel aus Reis und Buchweizen. (Foto: iStockphoto)
  • Ein sieben Monate alter Junge aus dem belgischen Beveren stirbt an Unterernährung und Dehydrierung.
  • Die Eltern hatten ihn unter anderem mit Milch aus Reis und Buchweizen gefüttert.
  • Jetzt drohen ihnen jeweils eineinhalb Jahre Haft.

Von Pia Ratzesberger | Süddeutsche.de

Ganz am Ende fahren die Eltern doch noch zu einem Arzt. Der Sohn heißt Lucas, er ist an diesem Tag sieben Monate alt, er wiegt 4,3 Kilogramm. Etwa vier Kilo weniger als andere Kinder in dem Alter. Er hat sich übergeben, die Eltern sorgen sich, doch sie fahren zunächst nicht ins Krankenhaus, sondern zu einem Homöopathen. Von Beveren aus, einem kleinen Ort westlich von Antwerpen, fahren sie eine Stunde bis an die östliche Grenze Belgiens nach Bilzen. Es ist der 6. Juni 2014.

Der Homöopath schickt die Eltern weiter ins Krankenhaus, sofort, doch das nächstgelegene Krankenhaus hat keine Notaufnahme. Als sie im zweiten Hospital ankommen, ist Lucas tot. Er hat nichts im Magen, er ist dehydriert, die Pathologen stellen später fest, dass das Kind unterernährt war. Und die Eltern stehen nun vor Gericht.

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