Deutschland: Behörden melden häufiger Heimat-Reisen von Flüchtlingen


Das Zusammenspiel zwischen den Behörden habe sich in Deutschland verbessert. – (c) imago/epd (imago stock&people)
Der Fluchtstatus kann durch Heimatreisen auf dem Spiel stehen. Nachvollziehbare Gründe für solche Reisen gebe es, sagen die deutschen Behörden.

Die Presse.com

Das deutsche Amt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erfährt immer öfter von Reisen von Flüchtlingen in ihre Herkunftsländer. Die Zahl könnten aber weder das BAMF noch die Bundespolizei beziffern, hieß es am Donnerstag. Eine Reise ins Land, aus dem die Menschen geflohen sind, führt nicht automatisch zur Aberkennung des Schutzstatus. Vieles hängt – wie oft im Asylverfahren – vom Einzelfall ab.

Für einen vorübergehenden Aufenthalt in der Heimat gibt es laut BAMF durchaus nachvollziehbare Gründe – etwa eine schwere Erkrankung eines nahen Angehörigen. Doch der Flüchtlingsstatus kann durchaus auf dem Spiel stehen: „Handelt es sich (…) um Reisen zu Urlaubszwecken, kann dies ein Indiz dafür sein, dass bei dem Flüchtling keine Furcht vor Verfolgung vorliegt“, heißt es beim BAMF weiter.

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