Diese Religion haben die Menschen heute – und diese 2060


Das Jahr 2060: 9,6 Milliarden Menschen werden dann schätzungsweise auf der Welt leben – 32 Prozent mehr als noch 2015. Fliegende Autos, Roboter, künstliche Intelligenz, immer höher werdenden Wolkenkratzer – all das ist dann vielleicht schon keine Zukunftsmusik mehr. Bei all der Unsicherheit ist eines ziemlich sicher: Vieles wird sich in den kommenden Jahrzehnten verändern. Auch die religiöse Landschaft weltweit.

Von Lena Ohm | evangelisch.de

Das Christentum ist weltweit die Religion mit den meisten Anhängern: im Jahr 2015 waren fast ein Drittel der Weltbevölkerung (31 Prozent) Christen. Die Muslime machten in dem Jahr fast ein Viertel (24 Prozent) der Weltbevölkerung aus und diejenigen, die sich keiner Religion zugehörig fühlten, hatten einen Anteil von 16 Prozent. Hindus (15 Prozent) und Buddhisten (7 Prozent) folgten auf den Plätzen vier und fünf.

Doch das wird sich ändern, prognostiziert das PEW Research Center, ein amerikanisches Meinungsforschungsinstitut, in seinem 2017 erschienenen „The Changing of the Global Landscape“ Report. So werden vorrausichtlich ab dem Jahr 2035 mehr muslimische als christliche Babys geboren werden – ein absolutes Novum. Das liegt dem PEW Research Center zufolge daran, dass die religiöse Gruppe der Muslime gleichzeitig die durchschnittlich jüngste und fruchtbarste Gläubigenschar umfasst. So kommt es, dass die Zahl der Muslime womöglich um 70 Prozent steigen wird, während die Zahl der Christen bei 34 Prozent nur knapp über dem allgemeinen, globalen Bevölkerungswachstum liegen könnte. Das liegt unter anderem an der Überalterung vieler westlicher, überwiegend christlich geprägter Gesellschaften: Christen haben einen überdurchschnittlichen hohen Anteil an der weltweiten Sterbestatistik (37 Prozent). In Deutschland starben zwischen 2010 und 2015 beispielsweise 1,4 Millionen mehr Christen als geboren wurden – eine Entwicklung, die sich so ähnlich in vielen anderen europäischen Ländern (24 von 42) derzeit und auch in Zukunft finden lassen wird.

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