Viele Massentierhalter bekommen EU-Gelder, obwohl sie nachweislich das Grundwasser verschmutzen


Masthähnchen in einem Stall in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: dpa
Eine Reform der widersprüchlichen Agrarpolitik wäre dringend nötig, doch ausgerechnet Deutschland blockiert durch das CSU-geführte Agrarministerium umfassende Verbesserungen.

Von Justus von Daniels, Stefan Wehrmeyer | greenpeace magazin

Sie haben riesige Tierställe für tausende Schweine oder Hühner: Massentierhalter wie der Geflügelmäster WIMEX bei Köthen in Sachsen-Anhalt. Messungen des Grundwassers im unmittelbaren Umkreis der Hühnerfarm zeigen einen deutlich erhöhten Nitratwert. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass WIMEX großzügige Subventionen von der EU erhält.

WIMEX ist nur ein Beispiel von vielen. Das Recherchezentrum CORRECTIV ist der Frage nachgegangen, welche Bauern besonders hohe EU-Agrarsubventionen erhalten und welche dieser Massenbetriebe viel umweltschädliches Ammoniak ausstoßen – das als Nitrat ins Grundwasser gelangt. Das Ergebnis der Datenauswertung: Die EU fördert die Hälfte aller großen Massentierhaltungsbetriebe aus öffentlichen Geldern, obwohl diese einen großen Anteil zur Nitratbelastung des Grundwassers beitragen.

In Sachsen-Anhalt beispielsweise erhalten 20 Massentierhalter je 100.000 Euro und mehr an jährlichen Zahlungen aus Brüssel. Gleichzeitig fällt bei diesen Betrieben weit mehr Ammoniak und Gülle an, als die Natur in der unmittelbaren Umgebung vertragen kann.

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