Die Angst der Wissenschaft vor Trump

Aus Sorge um die Freiheit der Forschung demonstrieren Wissenschaftler weltweit, wie hier in Amsterdam, gegen den US-Präsidenten Donald Trump. (Foto: imago/Paulo Amorim)
Forscher fürchten Zensur und Eingriffe der US-Regierung. Eine engagierte Professorin aus Pennsylvania versucht nun, sensible Daten in Sicherheit zu bringen – bevor es zu spät ist.

Von Roman Deininger | Süddeutsche.de

Man werde übrigens zu dritt sein beim Gespräch, sagt Bethany Wiggin, „aber keine Sorge“, der Überraschungsgast werde einem gefallen. „Er ist sehr kompetent bei unserem Thema.“ Das Thema ist Wissenschaft und Politik, oder präziser: die Angst der amerikanischen Forscher vor dem Präsidenten Donald Trump.

Wiggin, Mitte vierzig, blonde Haare, Jeansjacke, ziemlich cool für eine Professorin, eilt über den Campus der University of Pennsylvania: „Ben wartet auf uns.“ In einem schattigen Eck bleibt sie vor einer Bronzestatue stehen, die lebensgroße Skulptur eines Mannes, der lesend auf einer Parkbank lümmelt: „Darf ich vorstellen: der ehrenwerte Benjamin Franklin.“

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Das Grundgesetz lässt grüßen

© F.A.Z. Der „deutsche Gruß“ verlieh Hitler die Wirkungsmacht einer göttlichen Instanz. Davon war auch die Symbolik des Sports betroffen – hier sind die Sieger im Großen Preis von Deutschland 1939 zu sehen.
Der Hitlergruß war keineswegs ein Gruß, sondern ein Angriff auf die Menschenwürde. Er militarisierte die Selbstdarstellung der Individuen und erzeugte eine magische Illusion.

Von Boris Holzer | Frankfurter Allgemeine

Die Eigenheiten einer Epoche lassen sich an großen Ereignissen und Personen ablesen, aber auch an Veränderungen des Alltags. In seinem nun in einer erweiterten Neuauflage erschienenen Buch über den „deutschen Gruß“ zeigt der Soziologe Tilman Allert eindrucksvoll, wie gesellschaftliche Zäsuren sich in unscheinbaren Alltagshandlungen niederschlagen. Gegenstand der Studie ist der Hitlergruß, der sich mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ebenso schnell verbreitete, wie er mit dem Ende ihres Regimes verschwand.

Die alltägliche Begrüßung wird kaum mehr als bewusst ausgeführte Handlung erfahren und daher in ihrer sozialen Bedeutung oft unterschätzt. In der Reduktion sozialer Wechselwirkung auf ein kommunikatives Angebot und dessen Erwiderung ist sie „das kürzeste Stück Gesellschaft“ und Anfang für weiteren Austausch. Der Gruß fungiert, so Allert, als „Türöffner der Kommunikation“. Er stiftet eine gemeinsame Gegenwart der Beteiligten, etabliert eine Verpflichtung zur Wechselseitigkeit und leitet eine mögliche gemeinsame soziale Beziehung ein.

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Feige Universitäts-Oberhäupter „gegrillt“ für lahme Verteidigung der Wissenschaft

Hermann Hauser, Bild. RDF
Hermann Hauser: „Leute, die alternative Fakten anerkennen, sind sehr lautstark, also müssen wir Feuer mit Feuer bekämpfen, aufstehen und sagen, dass sie falsch liegen und dumm sind.“

Von Ellie Bothwell | Richard-Dawkins-Foundation

Der Pate des „Silicon Fen“ in Cambridge nannte Europas Universitäts-Oberhäupter „Feiglinge“; aus seiner Sicht haben sie dabei versagt, in einer „postfaktischen“ Gesellschaft für die Wissenschaft einzustehen.

Hermann Hauser, ein Unternehmer, der Acorn Computers und die Beteiligungskapital-Firma Amadeus Capital Partners mitgegründet hatte, sagte Times Higher Education, es würde höchste Zeit, dass wir als Europäer Stellung beziehen gegen Kräfte, die sich in ihre nationalen Kämmerchen zurückziehen.

„Wir müssen einstehen für Wissenschaft und gegen Pseudowissenschaft“ sagte er.

Kürzlich tadelte der in Österreich geborene Innovator den Präsidenten der École Polytechnique, Jacques Biot, für seine sehr sachte Antwort auf die Frage, wie Frankreich vom politischen Klima in den Vereinigten Staaten profitieren könne.

Während der Fragerunde nach seiner Grundsatzrede beim „THE Innovation & Impact Summit“ in Hongkong sagte Professor Biot, er wolle die antiwissenschaftliche Rhetorik in den USA nicht in einen wettbewerblichen Vorteil für seine Institution und die französische Hochschulbildung verwandeln.

Er sprach einen Tag nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, sein Land würde vom Pariser Übereinkommen zurücktreten; er sprach im Gefolge des Aufrufs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an amerikanische Klimawandel-Forscher, nach Frankreich zu kommen.

Dr. Hauser antwortete: „Ich denke, Sie sind tatsächlich ein wenig feige. Hier haben wir den Fall, dass ein Führer der Welt ein Klimawandelleugner ist, und ich glaube, es ziemt sich für uns, für den Rest der Welt einzustehen und zu sagen ’nun, wenn eure Nation (die USA) nicht versteht, wie wichtig es ist, das Festland zu schützen, dann kommt nach Europa, wir werden dafür eintreten‘.“

Später, als THE fragte, ob viele europäische Universitäts-Oberhäupter Feiglinge seien, sagte Dr. Hauser: „Ja, aus guten historischen Gründen“ und fügte hinzu „besonders Deutschland ist ein Feigling“.

Er sagte, das Land leide noch unter der Tatsache, dass es vor dem und während des zweiten Weltkrieges versuchte, „sehr dominant zu werden“.

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Gotteswahn auf der documenta 14 – Afterdienst

Der Obelisk zeigt ein Jesus-Wort auf Deutsch, Arabisch, Englisch und Türkisch. (Deutschlandradio / Christian Röther)
Die documenta 14 in Kassel ist ein Spiegel unserer Zeit – auch was die Religion angeht. Martin Luther oder die Islamdebatte werden zwar gut versteckt, doch zwei der auffälligsten Kunstwerke haben einen klaren religiösen Bezug: der Nachbau eines antiken Tempels und ein Obelisk mit einem Bibel-Zitat.

Von Christian Röther | Deutschlandfunk

„Nächster Halt: Kassel Hauptbahnhof. Bitte stiegen Sie alle aus, der Zug endet dort. Ausstieg in Fahrtrichtung rechts.“

„Der Kurator ist Gott. Er schwebt über allem. Zumindest in Kassel.“ Das schreibt die „Neue Zürcher Zeitung“ über Adam Szymczyk, den Künstlerischen Leiter der documenta 14. Wenn Szymczyk Gott ist, dann passt ins Bild, dass die documenta in Kassel einen Tempel errichtet hat: den „Parthenon der Bücher“, entworfen von der argentinischen Künstlerin Marta Minujin. Der Kunst-Tempel in Kassel ist genauso groß wie der antike Parthenon auf der Akropolis in Athen.

Er ist der Tempel für die Stadtgöttin Athene und wurde vor fast 2500 Jahren erbaut – als Dank an die Göttin, weil sie die Griechen vor den Persern beschützt haben soll. Der Parthenon prägt die Akropolis und gilt als eines der berühmtesten Bauwerke weltweit. Im 6. Jahrhundert wurde der Tempel zur Kirche. Die Osmanen machten ihn später zur Moschee.

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Russischer Kirchenführer: Rasieren macht schwul!

Patriarch Kornilis Rauschebart lässt keine Fragen offen (Bild: by-sa/3.0 / wikipedia)
Ein orthodoxer Kirchenfürst scheint die Antwort gefunden zu haben, warum Männer schwul werden: Schuld sind Gillette und Co.

QUEER.DE

Metropolit Kornili, der Anführer der altritualistischen Kirche in Russland, hat in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur NSN erklärt, dass Männer nicht ihren Bart abrasieren sollten, weil sie sonst anfälliger für Homosexualität werden würden. Wer aber einen großen Bart habe, sei weniger „korrumpierbar“ durch gleichgeschlechtliche Verführungen.

„Gott hat uns Regeln gegeben. Er hat jeden mit einem Bart erschaffen. Der katholische Westen hat sich von diesem Konzept aber vollständig verabschiedet“, so Kornili. Man könne sich aber Jesus Christus nicht glattrasiert vorstellen, sagte der Kirchenfürst weiter. „Man sollte seinem Schöpfer nicht widersprechen.“ Der 69-Jährige ergänzte, dass die nicht nur die Liebe zu Rasierern, sondern auch neumodische Haarstile und Klamotten für „Unzucht“ verantwortlich seien.

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Bundesverfassungsgericht: Grüne scheitern mit Eilanträgen zur „Ehe für alle“

Berlin ist eine Stadt im Zeichen des Regenbogens – der Bundestag kann das Thema dennoch von sich fernhalten.FOTO: BRITTA PEDERSEN/DPA
Kann eine Fraktion den Bundestag zwingen, noch vor der Wahl über die Gleichstellung von Schwulen und Lesben zu entscheiden? Das Bundesverfassungsgericht hat das nun abgelehnt.

DER TAGESSPIEGEL

Die Grünen sind damit gescheitert, eine Bundestagsabstimmung über die Ehe für Schwule und Lesben vor dem Bundesverfassungsgericht zu erzwingen. Die Richter lehnten die Eilanträge ab, wie am Dienstag in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Die „Ehe für alle“ ist in der großen Koalition umstritten. Die Grünen, die Linksfraktion und der Bundesrat haben dazu Gesetzentwürfe vorgelegt. Der Rechtsausschuss des Bundestags vertagt die Behandlung aber wieder und wieder.

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Können Menschen ohne Religion leben?

Der renommierte Ethnologe Thomas Hauschild wird neuer Hans-Blumenberg-Gastprofessor am Exzellenzcluster – Vortragsreihe zur „Unvermeidbarkeit von Religion“ – Auftakt am 26. Juni über süditalienische Religiosität jenseits gängiger Klischees
Viola van Melis Zentrum für Wissenschaftskommunikation
Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Ob die Existenz von Religionen unvermeidbar ist, fragt der neue „Hans-Blumenberg-Gastprofessor“ Prof. Dr. Thomas Hauschild in einer öffentlichen Vortragsreihe am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster. In den Vorträgen ab Montag, 26. Juni, will der renommierte Ethnologe untersuchen, „ob menschliche Kollektive letztlich ohne Religion leben können.“ Religionen beeinflussen nach Einschätzung des Wissenschaftlers „nach Jahrzehnten der Säkularisierung“ die Politik wieder so stark, dass sich die Frage nach ihrer Unvermeidbarkeit stelle. Der Wissenschaftler, der Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften ist, plädiert vor diesem Hintergrund für Religionsforschung, die die subjektive Erfahrung religiöser Menschen ernst nimmt, ohne die Basis wissenschaftlicher Neutralität zu verlassen.

Zum Auftakt der Vortragsreihe präsentiert der Wissenschaftler Ergebnisse aus rund 30 Jahren ethnologischer Feldforschung zu religiösen Praktiken in Süditalien. Hauschild will „gängige Klischees über süditalienische Religiosität korrigieren: In Mitteleuropa gilt sie oft als urtümlicher ‚Glaube‘ oder aber als zynische Verweltlichung einer aus dem Vatikan vorgegebenen bürokratischen und politischen Religion“. Tatsächlich lasse sich das religiöse Alltags- und Festleben der Süditaliener „allenfalls mit dem erweiterten Religions- und Kulturbegriff der Ethnologie und der evolutionären Anthropologie in Deckung bringen“. Die Vorlesung trägt den Titel „Kat’holos in Süditalien. Kirche und staatliche Politik im Stresstest der gelebten Religion“. Es folgen zwei Vorträge, zum Fetischismus im kolonialen Melanesien und in der künstlerischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts sowie zu Schamanismus und Neurobiologie im deutschen Vormärz. Die Vorträge sind vom 26. Juni bis 10. Juli 2017 montags von 18.15 bis 19.45 Uhr im Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters, Hörsaal JO 1, Johannisstraße 4 in Münster zu hören.

„Religionen besetzen Terrain zivilgesellschaftlichen Handelns“

Der Sprecher des Exzellenzclusters, der Religionssoziologe Prof. Dr. Detlef Pollack, unterstreicht, Thomas Hauschild sei „ein Ethnologe mit originellen Ideen“. Durch seine breit gestreuten Forschungsinteressen könne er „in besonderer Weise inspirierend für die interdisziplinären Forschungsarbeiten am Exzellenzcluster wirken.“ Die Ergebnisse seiner Feldforschungen und historischen Analysen seien für viele Fächer am Exzellenzcluster von hohem Interesse. „Das bietet Chancen für neue Wege des wissenschaftlichen Denkens über religiöse Sinnformen und Praktiken.“ Zu den Forschungsschwerpunkten des Blumenberg-Gastprofessors zählen die Unvermeidbarkeit von Religion, Geisterkulte, religiöse Reserven in imperialen Konsumgesellschaften und Religion bei IS- und Al-Qaida-Terroristen.

Hauschild hebt in seiner Forschung die Bedeutung „materialistischer Erklärungen für Religion, die naturwissenschaftliche und soziologische Argumente einbeziehen“ hervor. Diese seien umso wichtiger, so der Ethnologe, als „sie heute durch postmoderne Kritik und religiöse Selbstverständigung zunehmend verunsichert werden.“ Sie sollten aber innerhalb einer staatlichen Gemeinschaft „ohne allzu viel Reibung“ neben den Religionen bestehen können. „Es fragt sich, ob das gelingt, denn die Religionen besetzen mit ihren Empfindlichkeiten zunehmend das Terrain zivilgesellschaftlichen Handelns.“

Buch über Erscheinungen und Geisterkulte

Während seines Aufenthaltes in Münster arbeitet der Forscher an einem Buch über Erscheinungen und Geisterkulte. Darin will er „das Wissen über historisch-spezifische, soziale und politische Bedingungen der Geisterseherei abwägen gegen den Einfluss rudimentärer biologischer Universalien, also des ‚Hereinragens einer Geisterwelt in die unsere‘, wie es etwa der deutsche Dichter und Arzt Justinus Kerner beschrieb.“

Thomas Hauschild, 1955 in Berlin geboren, war zuletzt Professor für Ethnologie und vergleichende Kultursoziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Fellowships und Gastprofessuren führten ihn unter anderem an das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien, das Wissenschaftskolleg zu Berlin und das Internationale Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie in Weimar. Thomas Hauschild hat zahlreiche, viel beachtete Publikationen vorgelegt, darunter „Hexen“, „Der böse Blick“, „Magie und Macht in Italien“ (2002), „Ritual und Gewalt“ (2008), und „Weihnachtsmann – Die wahre Geschichte“ (2012).

Weitere renommierte Forscher erwartet

In den kommenden Semestern werden weitere renommierte Forscherinnen und Forscher aus wechselnden Disziplinen auf die Hans-Blumenberg-Gastprofessur berufen. Der erste Hans-Blumenberg-Gastprofessor war im Sommersemester 2016 der Bochumer Historiker Prof. Dr. Lucian Hölscher, der sich in Münster mit dem Reformationsjubiläum 2017 und der protestantischen Frömmigkeitskultur in Deutschland befasste. Im Wintersemester 2016/2017 folgte der Würzburger Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Horst Dreier, der am Exzellenzcluster die Herausforderungen des säkularen Verfassungsstaates untersuchte. Die britische Religionssoziologin Prof. Dr. Linda Woodhead ging, ebenfalls im laufenden Sommersemester, als Hans-Blumenberg-Gastprofessorin der Frage nach, inwieweit Konfessionslosigkeit die „neue Religion“ ist. (dak/vvm)

Hans Blumenberg – Namensgeber der Gastprofessur am Exzellenzcluster

Der renommierte Münsteraner Philosoph Hans Blumenberg (1920-1996) war von 1970 bis zu seiner Emeritierung 1985 Professor an der Universität Münster. Mit seinen Veröffentlichungen trug er wesentlich zur Neubestimmung des Ortes der Neuzeit in der geschichtswissenschaftlichen und philosophischen Diskussion bei. Er stellte die damals vorherrschende Säkularisierungsthese in Frage, nach der theologische Deutungsmuster aus dem Mittelalter über den Umbruch zur Neuzeit hinweg im modernen Staat fortwirken. Im Hauptwerk „Die Legitimität der Neuzeit“ plädiert Blumenberg dafür, die Entstehung der Neuzeit als Akt der humanen Selbstbehauptung gegen die theologischen Absolutheitsansprüche spätmittelalterlichen Denkens zu interpretieren. Auf diese Weise nahm er, in kritischer Absetzung von den Philosophen Carl Schmitt (1888-1985) und Karl Löwith (1897-1973), entscheidenden Einfluss auf die Säkularisierungsdebatte in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Dabei trug er auch zur Theorie der historischen Periodisierung und zur Theorie der Moderne bei.

Der Philosoph befasste sich in seinen begriffs-, geistes- und philosophiegeschichtlichen sowie in seinen anthropologischen Studien auch mit der Interpretation von Mythen und Metaphern. So stellte er anekdotische und essayistische Betrachtungen über das Motiv des Löwen an. Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff greift dieses Motiv in ihrem Roman „Blumenberg“ auf. Der Wissenschaftler war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz, des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Mitglied der Senatskommission für Begriffsgeschichte und Mitgründer der Forschungsgruppe „Poetik und Hermeneutik“. Als junger Mann hatte er das Studium der Katholischen Theologie 1940 abbrechen müssen, da er im Nationalsozialismus mit Blick auf die Familie seiner Mutter als „Halbjude“ galt. Er studierte dann Philosophie, Germanistik und Klassische Philologie. (exc/vvm)

 

Erster Lehrstuhl über Christenverfolgung geplant

Die (evangelische) Freie Theologische Hochschule Gießen steht bereits mit einem geeigneten Experten in Kontakt

kath.net

Die Freie Theologische Hochschule (FTH) in Gießen versucht, einen Lehrstuhl zum Thema Religionsfreiheit und die Erforschung der Christenverfolgung zu schaffen. Das teilte die Einrichtung in ihrem Freundesbrief mit, wie die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“ berichtete. Nach den Worten von FTH-Rektor Stephan Holthaus werden heute so viele Christen drangsaliert wie niemals zuvor, so „idea“ weiter. Die Hochschule steht offenbar bereits in Verbindung mit einem geeigneten Experten, der die Professur gern antreten würde. Derzeit fehlen aber noch 10.000 Euro pro Jahr, um die Finanzierung sicherzustellen. Falls sich das Projekt verwirklichen lässt, wird dies der erste Lehrstuhl zu diesem Thema in Deutschland sein.

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Südkorea steigt aus der Atomenergie aus

AKW Kori. Bild: IAEA/CC BY-SA-2.0
Der älteste Atommeiler ist vom neuen Präsidenten persönlich abgeschaltet worden

Von Ralf Streck | TELEPOLIS

Südkorea steigt mit der endgültigen Abschaltung seines ältesten Atomreaktors in den Ausstieg aus der Atomkraft ein. Der neue Präsident Moon Jae-In hat am Sonntag persönlich Hand angelegt. Bei der Abschaltung des Atomreaktors Kori-1 hat er gleich den kompletten Ausstieg des Landes aus der Nuklearenergie angekündigt. Die Abschaltung sei „der erste Schritt“ zu einem Paradigmenwechsel und zu einem sichereren Südkorea: „Wir treten in die postnukleare Ära ein“, sagte er.

Der Mitte-Links-Politiker hatte die wegen Korruptionsskandalen abgesetzte konservative Park Geun Hye nach Neuwahlen abgelöst. Er kündigte nun an, dass alle Pläne für Neubauten und Laufzeitverlängerungen eingestampft würden. Der nun abgeschaltete Reaktor war inzwischen 40 Jahre am Netz. Eigentlich hätte Kori-1 schon vor 10 Jahren abgeschaltet werden sollen. Doch, wie das so oft der Fall ist, werden altersschwache Reaktoren gerne mit Laufzeitverlängerungen von Regierungen bedacht. Das soll zumindest in Südkorea nun Geschichte sein.

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Luther-Kitsch: Eine Million Playmobil-Luthers sind Rekord für Spielzeugfirma

Bild: mdr.de
Der Mini-Martin-Luther im schwarzen Talar ist die erfolgreichste Playmobil-Einzelfigur in der Geschichte des Spielwarenhersteller Geobra Brandstätter.

Die Presse.com

Von dem zum Reformationsjubiläum herausgebrachten Playmobil-Luther gibt es inzwischen eine Million Exemplare. Im Juni sei die millionste Figur des mit Federkiel und aufgeschlagener Bibel dargestellten Reformators ausgeliefert worden, teilte am Dienstag der Spielwarenhersteller Geobra Brandstätter im fränkischen Zirndorf mit.

Der Mini-Martin-Luther im schwarzen Talar sei damit die erfolgreichste Playmobil-Einzelfigur in der Geschichte des Unternehmens. In Spielwarengeschäften ist sie allerdings nicht erhältlich. Es gibt sie in Einrichtungen der EKD und in der Nürnberger Tourismus-Zentrale.

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Hitze bedroht 75 Prozent der Weltbevölkerung

Ab 37 Grad Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit wird es für den menschlichen Körper kritisch… © Tomwang112/ thinkstock
Tödliche Hitze: Geht der Klimawandel so weiter, werden knapp 75 Prozent der Weltbevölkerung bis 2100 regelmäßig lebensbedrohlichen Hitzewellen ausgesetzt sein, wie Klimaforscher prognostizieren. Betroffen sind besonders die Tropen, aber auch große Metropolen in den gemäßigten Breiten. Das Beunruhigende: Selbst bei drastischem Klimaschutz steigt die Zahl der exponierten Menschen auf rund die Hälfte der Weltbevölkerung an, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Climate Change“ prognostizieren.

scinexx

Dass mit dem Klimawandel auch die Hitzewellen zunehmen werden, ist nichts Neues: Schon jetzt häufen sich in vielen Regionen der Erde die Wärmerekorde und „Jahrhundertsommer“. In 50 Jahren könnten solche Wetterextreme sogar zur Regel werden. Forscher prognostizieren, dass die zunehmende Hitze weite Teile des Nahen Ostens und Nordafrikas unbewohnbar machen könnte.

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Die Freiheit zur Blasphemie: Beleidigte religiöse Gefühle als Tatbestand?

© PICTURE-ALLIANCE Für den Propheten: Proteste in Islamabad gegen Karikaturen in „Charlie Hebdo“ im Januar 2015, zwei Wochen nach dem Anschlag auf die Pariser Redaktion
Bloß keine Sonderregeln für den Islam: Der Pariser Rechtshistoriker Jacques de Saint Victor warnt vor einer Restauration des Delikts Blasphemie.

Von Michael Pawlik | Frankfurter Allgemeine

Zu den beliebtesten Kampfmitteln heutiger Identitätspolitik gehört der Kunstgriff, Sachkritik dadurch zu diskreditieren, dass ihr rassistische Motive untergeschoben werden. So wird die Befürchtung, der Islam enthalte ein ungezähmtes und womöglich auch unzähmbares Gewaltpotential, gern zum Ausdruck einer rassistischen Gesinnung erklärt. Derartige Vorwürfe werden nicht nur von islamischen Funktionären erhoben, die sich wortreicher über das Leiden ihrer Glaubensgenossen im Westen als über das der Opfer islamistischer Anschläge auszulassen pflegen. Sie werden auch von hyperkritischen westlichen Intellektuellen nachgesprochen, die den Kapitalismus für die Wurzel allen Übels halten und nach dem Kollaps des Kommunismus in islamischen Vorstadtbewohnern ihr Ersatzproletariat gefunden haben.

Wie wirksam diese Strategie ist, hat sich zum ersten Mal in der Auseinandersetzung um die Mohammed-Karikaturen gezeigt. Zwar wird das angebliche „Recht auf Blasphemie“ erbittert verteidigt, solange seine Ausübung sich gegen das Christentum, namentlich in dessen katholischer Variante, richtet. Im Hinblick auf den Islam sollen hingegen ganz andere Maßstäbe gelten.

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Wie viel NSDAP steckt in der AfD?

© ULLSTEIN; DEUTSCHES HISTORISCHES MUSEUM/S. AHLERS Alternative für Deutschland: Ein Wahlplakat der Nationalsozialisten zur Reichtstagswahl 1932
1932 steigt die NSDAP in freien Wahlen von einer rechtsextremen Splitterpartei zur stärksten Kraft auf. Waren die Nationalsozialisten – was Mitglieder und Wähler betrifft – wirklich Ausdruck eines „Extremismus der Mitte“?

Von Jürgen W. Falter | Frankfurter Allgemeine

Es ist richtig: Adolf Hitler ist nicht durch Wahlen an die Macht gekommen. Aber ohne die rasanten Wahlerfolge der NSDAP, die ihren Stimmenanteil von 2,6 Prozent im Jahr 1928 auf 37,4 Prozent im Juli beziehungsweise 33,1 Prozent im November 1932 steigern konnte, hätte Reichspräsident Hindenburg den Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei nicht am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt. Keiner anderen deutschen Partei zuvor oder danach ist es in so kurzer Zeit gelungen, von einer unbedeutenden Splitterpartei zu der mit Abstand stärksten Parlamentspartei aufzusteigen.

Obwohl die AfD sicherlich nicht mit den Nationalsozialisten gleichgesetzt werden kann und sie zumindest anfänglich eine demokratisch orientierte, fest auf dem Boden des Grundgesetzes stehende Partei war, können Vergleiche der Wählerschaft beider Parteien doch unter verschiedenen Gesichtspunkten erkenntnisfördernd sein. Unterschiede, möglicherweise aber auch Gemeinsamkeiten werden erkennbar.

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Finsbury Park war eine Brutstätte des Terrors

Brutstätte radikalen Gedankenguts: Mehr als hundert bewaffnete Polizisten stürmten im Januar 2003 die Finsbury Park Moschee.Bild: epa/Nicolas Asfouri
Die Finsbury Park Moschee galt lange Zeit als Treffpunkt für Islamisten. Jetzt wurde sie zum Schauplatz eines möglichen Anschlags.

20min.ch

Ein Van fährt in eine Gruppe von gläubigen Muslimen im Norden von London, ein Mensch stirbt. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Britischen Rats der Muslime vor einem muslimischen Gemeinschaftshaus in der Nähe der North London Central Moschee. Aus seiner Sicht könnte es sich um einen gezielt gegen Muslime gerichteten Anschlag gehandelt haben. «Von den Augenzeugenberichten her scheint es, als ob der Täter von Islamhass motiviert gewesen wäre», schrieb der Rat am frühen Montagmorgen auf Twitter.

Die Moschee, die bis zum Jahr 2005 als Finsbury Park Moschee bekannt war, wurde mehrere Jahre lang mit extremistischer Ideologie und Beziehungen zur Terrororganisation Al-Qaida in Verbindung gebracht.

Als sie 1988 mit einem der grössten Gebetsräume des Landes eröffnet wurde, sahen viele Muslime darin einen wichtigen Meilenstein. Rund zehn Jahre später galt das Gotteshaus gemäss der BBC jedoch als Synonym für die «grössten Ängste um islamistischen Extremismus Grossbritanniens».

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Nukleare Bedrohung wird verdrängt

B-61 Bomben. Bild: DoD
Deutschland nimmt nicht an den Verhandlungen der UN-Staaten über ein Verbot von Atomwaffen teil. Das ist ein Fehler.

Von Damir Fras | Frankfurter Rundschau

Die Menschheit ist mindestens zwei existenziellen Bedrohungen ausgesetzt. Das ist der Klimawandel und das sind die Atomwaffen. Während die Erderwärmung einigermaßen ernst genommen wird, wenn auch nicht von Donald Trump, so scheint die Tatsache, dass das nukleare Bombenarsenal ebenso gefährlich ist, einfach verdrängt zu werden. Bald sind drei Jahrzehnte seit dem Ende des Kalten Krieges vergangen, aber alle Bemühungen, Atomwaffen durch ein Verbot langfristig aus der Welt zu schaffen, sind gescheitert. Das liegt leider auch an der verstockten Haltung von Staaten wie Deutschland, die nukleare Habenichtse sind, aber das Aufbegehren gegen die Atommächte scheuen.

Zwei Drittel der mehr als 190 UN-Mitgliedstaaten verhandeln derzeit in New York über ein vertraglich fixiertes Verbot von Atomwaffen. Es sind kleine Staaten dabei wie Österreich, die formal neutral sind. Es ist Neuseeland dabei, das sich vor 30 Jahren zu einem atomwaffenfreien Land erklärte. Angesichts der geographischen Lage von Neuseeland war das nicht wirklich mutig.

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Wir sind einzigartiger als wir glauben

Bild: 4ever.eu
Einflussreiche Unterschiede: Dass sich das Erbgut von Mensch zu Mensch unterscheidet, ist nichts Neues. Eine Studie zeigt nun jedoch: Der Einfluss dieser genetischen Variationen scheint weitaus stärker zu sein als bisher angenommen. Denn durch sie unterscheiden sich die Proteine zweier Menschen im Mittel um 20.000 Bausteine – und diese Varianten beeinflussen die Funktion dieser Eiweiße erheblich, wie die Simulationen der Forscher offenbaren.

scinexx

Unsere genetische Betriebsanleitung umfasst drei Milliarden Buchstaben und würde ausgedruckt einige Bücher füllen. Dennoch passt sie bequem in die kleinste Einheit unseres Organismus: in unsere Zellen. Dort dient die DNA als Bauplan, nach dem Aminosäuren zu Proteinen zusammengesetzt werden – biologische Moleküle, die im menschlichen Körper für Stoffwechsel, Wachstum und Regeneration sorgen. Ohne sie würde keine einzige unserer Zellen funktionieren.

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Können die Religionen gemeinsam forschen und lehren?

In Berlin streitet man darüber, wie viel Nähe zwischen Protestanten, Katholiken, Muslimen und Juden an den Universitäten möglich ist.

Von Matthias Drobinski | Süddeutsche.de

Der Thierse war’s, heißt es, wenn man herumfragt. Wolfgang Thierse, der ehemalige Präsident und Vizepräsident des Bundestages von der SPD und engagierte Katholik – im Verein mit Sawsan Chebli, der SPD-Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten in der Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller und engagierten Muslimin. Die beiden hätten sich besonders dafür eingesetzt, dass nun im Koalitionsvertrag von SPD, Linken und Grünen steht, dass die „Präsenz der Theologien“ an Berlins Universitäten wichtig sei und deshalb „die bestehenden Regelungen und vorhandenen Einrichtungen zukunftsorientiert ausgestaltet und weiterentwickelt“ werden sollten.

Was konkret heißt: An der Humboldt-Universität soll bis zum Wintersemester 2018/19 ein Institut für islamische Theologie entstehen, mit fünf Professoren. Und irgendwie soll auch die katholische Theologie, die bislang an der Freien Universität mehr kümmert als lebt, an der HU in neuer Stärke strahlen. So viel Religionsbegeisterung in einem so linken Regierungsbündnis – wer hätte das gedacht?

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Kann Feminismus islamisch sein?

Bild: Qantara.de
Der islamische Feminismus ist relativ neu und durchaus nicht unumstritten. Viele fragen sich, wie Feminismus mit dem Islam in Einklang zu bringen ist. Eine Religion, die Kritiker als inhärent patriarchalisch betrachten.

Von Salma Khattab | Qantara.de

Der Begriff „islamische Feministin“ dürfte für viele ein Widerspruch in sich sein. Doch als dieser Begriff in den 1990er Jahren von der iranischen Aktivistin Ziba Mir-Hosseini geprägt wurde, war dies der Schlachtruf, mit dem Frauen ihr Recht einforderten, an Universitäten arbeiten zu dürfen.

Privat versuchte Ziba Mir-Hosseini damals, die Scheidung von ihrem Mann gegen dessen Willen durchzusetzen. Nach ihrer Promotion an der Universität von Cambridge, wo sie islamisches Recht studierte, forschte sie in der islamischen Geschichte nach einer Begründung für das Recht auf Ehescheidung. In Ländern mit islamischem Rechtssystem ein extrem schwieriges Unterfangen.

Nach monatelangen Rechtsstreitigkeiten setzte sie schließlich die Scheidung von ihrem Mann durch. Anschließend kehrte sie nach Großbritannien zurück, wo sie das Studium des islamischen Familienrechts wieder aufnahm. Seither ist der Kampf gegen Rechtssysteme, die Konflikte zwischen religiösen Vorschriften und unserer modernen Lebenswirklichkeit befeuern, zu ihrem Lebensinhalt geworden.

Jahre später – nämlich 2009 – machte der islamische Feminismus auf einer Konferenz in Malaysia mit Teilnehmern aus 50 Ländern erneut von sich reden. Veranstalter war die sogenannte Musawah-Bewegung (Gleichheitsbewegung), die sich selbst als „globale Bewegung für Gleichheit und Gerechtigkeit in der muslimischen Familie“ bezeichnet.

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Türkischer Premier kündigt Neubeginn mit der EU an

foto: reuters / costas baltas Angespanntes Verhältnis, freundliche Worte: Der türkische Premier Yildirim (li.) wünscht von Tsipras die Auslieferung von acht Soldaten.
Neuer Journalistenprozess und Fußmarsch der Opposition überschatten Binali Yildirims Besuch in Athen

Von Markus Bernath | derStandard.at

Die 26. Strafkammer für schwere Straftaten hat schon viel Erfahrung in der Verurteilung von Regierungskritikern. Am Montag aber betrat das Gericht im größten der Istanbuler Justizpaläste Neuland: Unter großem internationalen Interesse begann ein weiterer Prozess gegen namhafte türkische Journalisten. Einem Teil von ihnen wirft die Staatsanwaltschaft vor, „unterschwellige Botschaften“ verbreitet zu haben. In den nächsten Wochen und Monaten wird sich das Gericht also mühen, die psychologische Dimension von Leitartikeln in Zeitungen und von Diskussionsbeiträgen in Fernsehrunden auf ihre angebliche Gefährlichkeit hin auszuloten.

Vor allem Ahmet Altan, Schriftsteller und einst Chefredakteur der mittlerweile geschlossenen Tageszeitung Taraf, soll mit seiner Kolumne „Kum Saati“ – die Sanduhr – solche „sublimen Botschaften“ in die türkische Bevölkerung gesandt haben. In einer von seinem Bruder Mehmet moderierten Talkshow hätte Ahmet Altan nur einen Tag vor dem Putsch vom 15. Juli 2016 etwa das Signal für den Staatsstreich gegeben.

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European Politicians Are Fighting to Ban Backdoors Into Encrypted Messaging Apps

Image: vx_lentz/Flickr
Despite swelling surveillance powers creeping across Europe, a European Parliament proposal is actually calling for a ban on „backdoors“ that allow law enforcement agencies and governments into encrypted communications such as WhatsApp messages.

By Ben Sullivan | MOTHERBOARD

In amendments to proposals on personal data, the Committee on Civil Liberties, Justice and Home Affairs now says, „when encryption of electronic communications data is used, decryption, reverse engineering or monitoring of such communications shall be prohibited.“

But privacy experts have told Motherboard the proposals are unlikely to win the support of EU member countries, especially Britain, where the Investigatory Powers Act combined with Brexit makes such a privacy u-turns improbable.

„I think we can safely say that the UK government won’t accept them,“ Paul Bernal, law lecturer at the University of East Anglia, told Motherboard. „But given Brexit that’s very unlikely to have an influence.“

Bernal also doesn’t expect the changes to be accepted in their current form, but that they are an indication of where things are headed.

„Those wanting backdoors and limitations on encryption use will almost certainly end up on the ‚wrong side of history‘. A secure and privacy-friendly internet is for the benefit of all, in the end,“ he told Motherboard.

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