Gotteswahn auf der documenta 14 – Afterdienst


Der Obelisk zeigt ein Jesus-Wort auf Deutsch, Arabisch, Englisch und Türkisch. (Deutschlandradio / Christian Röther)
Die documenta 14 in Kassel ist ein Spiegel unserer Zeit – auch was die Religion angeht. Martin Luther oder die Islamdebatte werden zwar gut versteckt, doch zwei der auffälligsten Kunstwerke haben einen klaren religiösen Bezug: der Nachbau eines antiken Tempels und ein Obelisk mit einem Bibel-Zitat.

Von Christian Röther | Deutschlandfunk

„Nächster Halt: Kassel Hauptbahnhof. Bitte stiegen Sie alle aus, der Zug endet dort. Ausstieg in Fahrtrichtung rechts.“

„Der Kurator ist Gott. Er schwebt über allem. Zumindest in Kassel.“ Das schreibt die „Neue Zürcher Zeitung“ über Adam Szymczyk, den Künstlerischen Leiter der documenta 14. Wenn Szymczyk Gott ist, dann passt ins Bild, dass die documenta in Kassel einen Tempel errichtet hat: den „Parthenon der Bücher“, entworfen von der argentinischen Künstlerin Marta Minujin. Der Kunst-Tempel in Kassel ist genauso groß wie der antike Parthenon auf der Akropolis in Athen.

Er ist der Tempel für die Stadtgöttin Athene und wurde vor fast 2500 Jahren erbaut – als Dank an die Göttin, weil sie die Griechen vor den Persern beschützt haben soll. Der Parthenon prägt die Akropolis und gilt als eines der berühmtesten Bauwerke weltweit. Im 6. Jahrhundert wurde der Tempel zur Kirche. Die Osmanen machten ihn später zur Moschee.

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