Südkorea steigt aus der Atomenergie aus


AKW Kori. Bild: IAEA/CC BY-SA-2.0
Der älteste Atommeiler ist vom neuen Präsidenten persönlich abgeschaltet worden

Von Ralf Streck | TELEPOLIS

Südkorea steigt mit der endgültigen Abschaltung seines ältesten Atomreaktors in den Ausstieg aus der Atomkraft ein. Der neue Präsident Moon Jae-In hat am Sonntag persönlich Hand angelegt. Bei der Abschaltung des Atomreaktors Kori-1 hat er gleich den kompletten Ausstieg des Landes aus der Nuklearenergie angekündigt. Die Abschaltung sei „der erste Schritt“ zu einem Paradigmenwechsel und zu einem sichereren Südkorea: „Wir treten in die postnukleare Ära ein“, sagte er.

Der Mitte-Links-Politiker hatte die wegen Korruptionsskandalen abgesetzte konservative Park Geun Hye nach Neuwahlen abgelöst. Er kündigte nun an, dass alle Pläne für Neubauten und Laufzeitverlängerungen eingestampft würden. Der nun abgeschaltete Reaktor war inzwischen 40 Jahre am Netz. Eigentlich hätte Kori-1 schon vor 10 Jahren abgeschaltet werden sollen. Doch, wie das so oft der Fall ist, werden altersschwache Reaktoren gerne mit Laufzeitverlängerungen von Regierungen bedacht. Das soll zumindest in Südkorea nun Geschichte sein.

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