UN: Hunderte Zivilisten bei Sturm auf Mossul getötet

Zwei Humvees der irakischen Armee fahren durch das umkämpfte Mossul. (Foto: dpa)
  • Bei Kämpfen in Mossul sollen viele hundert Zivilisten getötet worden sein.
  • Die Vereinten Nationen werfen dem „IS“ vor, die Bewohner als lebende Schutzschilde zu benutzen.
  • Irakische Soldaten versuchen, die eingeschlossenen Zivilisten zu befreien.

Süddeutsche.de

Während der Offensive irakischer Truppen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Altstadt Mossuls sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen Hunderte Zivilisten getötet oder verletzt worden. Es gäbe Berichte, wonach Tausende bis Zehntausende Einwohner als lebende Schutzschilde missbraucht würden, sagte die UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak, Lise Grande. Hunderte Unbeteiligte, darunter Kinder, seien erschossen worden.

Irakische Truppen hatten vergangene Woche mit der Offensive auf die dicht besiedelte Altstadt Mossuls begonnen. Das Zentrum ist das letzte Gebiet der Stadt, das noch fest in den Händen des IS ist.

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„Geisterwelten ragen in unsere Welt hinein“

Prof. Dr. Thomas Hauschild (Franziska Richter)
Der Ethnologe Thomas Hauschild behauptet: Religion ist unvermeidlich, jeder hat ein religiöses Bewusstsein. Und das wiederum habe mit Halluzinationen zu tun. „Alle Menschen haben potenziell die Fähigkeit, mit etwas, das nicht anwesend ist, zu kommunizieren“, sagte er im Deutschlandfunk.

Susanne Fritz im Gespräch mit Thomas Hauschild | Deutschlandfunk

Susanne Fritz: Herr Hauschild, Sie starten am Montag mit einer öffentlichen Vortragsreihe an der Universität Münster, die Reihe hat den Titel “ die Unvermeidbarkeit von Religionen“. Dahinter steht kein Fragezeichen. Wieso kommen wir um Religion Ihrer Ansicht nach nicht herum?

Thomas Hausschild: Auf einer bestimmten Ebene ist das ja eine ganz banale These, denn es ist klar, dass wir nicht wissen, was jenseits der Sterne liegt und was mit einem Jenseits nach dem Tode sein wird. Das wird uns auch die Wissenschaft nie beantworten können. Insofern wird es immer eine Quelle für religiöse Spekulation geben, aber Religion ist mehr; Religion ist auch Kommunikation, und zwar nicht einfach nur mit Symbolen, wie man dann immer gerne sagt, sondern sie ist auch ganz physisch und real. Im Kern jeder Weltreligion, jeder großen, auch jeder kleinen religiösen Praxis liegt letztlich diese Kommunikation. Auch da kann man sagen, das ist eine banale These, weil man dann zum Beispiel als Materialist sagen kann: „Ja, Mohammed war dann eben Epileptiker, Luther Trinker und katholische Priester sind Trickbetrüger oder Psychotechniker“. Aber hier hat sich etwas Neues getan: In der Neurobiologie und Bewusstseinsforschung wird heute sehr viel detaillierter als man sich das noch vor 20 Jahren vorstellen konnte, an genau diesem Punkt der Kommunikation mit etwas, was nicht anwesend ist, geforscht, und da hat man herausbekommen, dass alle Menschen potentiell diese Fähigkeit haben, so zu kommunizieren und dass eben auf diese Art Geisterwelten in unsere Welt hineinragen.

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Trauung für alle: Vertraute Gegnerschaft

© DPA In einigen Landeskirchen ist die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare bereits etabliert. Oft wird von einer „Trauung“ gesprochen.
In Württembergs Kirche wird heftig darüber gestritten, ob homosexuelle Paare getraut werden sollen. Die Debatte ist schärfer als in vielen anderen Landeskirchen.

Von Reinhard Bingener, Rüdiger Soldt | Frankfurter Allgemeine

Seit vier Jahren diskutieren Gemeindemitglieder und Synodale in der württembergischen Landeskirche darüber, ob es auch eine Segnung für gleichgeschlechtliche Paare geben kann oder sogar geben sollte. Und kaum eine andere Landeskirche in Deutschland ist so gespalten in einen evangelikal-pietistischen und einen linksprotestantischen Flügel wie die württembergische. Nach der letzten Synodalwahl entschied man deshalb, das schwierige Thema – wie es ein Prälat formuliert – „mäandernd“ zu lösen, also über einen langwierigen, gründlichen innerkirchlichen Diskussionsprozess. Der theologische sowie der Rechtsausschuss der Synode bekamen den Auftrag, Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

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Vatikan-Kommission erkennt Wunder in Medjugorje an

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Der Ort Medjugorje in Bosnien ist einer der beliebtesten katholischen Wallfahrtsorte mit rund 2,5 Millionen Pilgern im Jahr. Seit 1981 soll dort jeden Tag die Jungfrau Maria erscheinen.

evangelisch.de

Eine Untersuchungskommission des Vatikan hat einem Bericht der „Welt am Sonntag“ zufolge Vorgänge im bosnischen Marienwallfahrtsort Medjugorje mehrheitlich als Wunder anerkannt. Bei einer geheimen Abstimmungen über die „Übernatürlichkeit der Anfänge des Phänomens“ hätten 13 der 17 Kommissionsmitglieder angegeben, die Übernatürlichkeit stehe fest, berichtete die Zeitung, indem sie aus dem internen Abschlussbericht des Gremiums zitiert.

Der Ort Medjugorje in Bosnien ist einer der beliebtesten katholischen Wallfahrtsorte mit rund 2,5 Millionen Pilgern im Jahr. Seit 1981 soll dort jeden Tag die Jungfrau Maria erscheinen. Der Vatikan hat die Erscheinungen bisher nicht anerkannt. Papst Benedikt XVI. richtete 2010 eine Expertenkommission ein, die das Phänomen untersuchen sollte. Ihr Gutachten wurde dem Heiligen Stuhl am 17. Januar 2014 übergeben, blieb seitdem aber unter Verschluss.

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Polen schränkt Zugang zu „Pille danach“ ein

Das polnische Abtreibungsrecht ist so restriktiv wie fast nirgendwo sonst in Europa. – REUTERS
Das Medikament ist nur mehr auf Rezept erhältlich. Die nationalkonservative Regierung hat bereits staatliche Mittel für künstliche Befruchtung gestrichen.

Die Presse.com

Die nationalkonservative Regierung in Polen hat den Zugang zu der „Pille danach“ eingeschränkt. Präsident Andrzej Duda unterzeichnete am Freitag das im Mai vom Parlament verabschiedete Gesetz, nach dem es Pillen zur Geburtenkontrolle nur noch auf Rezept gibt. Seit 2015 war die „Pille danach“ in Polen für über 15-Jährige frei erhältlich.

Die seit November 2015 amtierende Regierung in Warschau hat bereits staatliche Mittel für In-Vitro-Fertilisation und andere Formen der künstlichen Befruchtung gestrichen. Im vergangenen Jahr versuchte sie, Schwangerschaftsabbrüche fast vollständig zu verbieten. Diese sollten künftig nur noch erlaubt sein, wenn das Leben der Schwangeren unmittelbar bedroht ist.

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Märchenstunde mit DiTiB-Landeschef: Terror kennt keine Religion

Yilmaz Yildiz, Foto: Harald Kaster
Der Bundesvorstand des türkischen Moscheeverbands Ditib hat in der vergangenen Woche seinen Mitgliedern empfohlen, nicht in Köln an einem Friedensmarsch von Muslimen gegen islamistischen Terror teilzunehmen. Auch deswegen sieht sich Ditib Kritik aus vielen Teilen der Gesellschaft ausgesetzt. Ein Gespräch mit Yilmaz Yildiz, Chef des rheinland-pfälzischen Ditib-Landesverbands.

Interview Friedrich Roeingh, Reinhard Breidenbach, Dominic Schreiner | Allgemeine Zeitung

Herr Yildiz, hat Ditib in Bezug auf Köln einen Fehler gemacht?

Sie hat dezidiert begründet, warum sie an der Demo nicht teilnehmen wird. Wie jedoch weiter damit verfahren wurde, zeigt, dass keine Gelegenheit ausgelassen wird, die Ditib zu skandalisieren. Zum anderen hat uns enorm gestört, dass der Begriff Terror mit dem Begriff Islam beziehungsweise Islamismus verbunden worden ist. Diese Art von Gleichstellung hat viele Muslime gestört. Terror ist überall Terror.

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Tornado beschädigte „atomsichere“ US-Jets – russischer Tornado?

Ex-Verteidigungsminister Asthon Carter mit einer Doomsday-Maschine in Saudi-Arabien. – APA/AFP/POOL/CAROLYN KASTER
Die „Doomsday“-Maschinen der US-Luftwaffe sollten im Falle eines Atomangriffs als fliegende Kommandozentralen dienen – ein Wirbelsturm setzte sie nun außer Gefecht.

Die Presse.com

Eigentlich sollen sie so stabil sein, dass sie der Hitze und den elektromagnetischen Wellen einer Atombombenexplosion standhalten können – nun hat ein simpler Tornado zwei Spezialflugzeuge der US-Armee aus dem Verkehr gezogen.

Die Maschinen vom Typ E-4-B Boeing 747 tragen den Namen „Doomsday“ (Tag des jüngsten Gerichts) und wurden während des Kalten Krieges konzipiert, um im Falle eines Atomangriffs auf die USA dem Verteidigungsminister oder dem Generalstabschef als eine Art fliegende Kommandozentrale zu dienen.

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Hagia Sophia: ‚Eine inakzeptable Provokation aller Christen‘

Hagia Sophia. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ Arild Vågen
Koranlesung und islamisches Gebet in der Hagia Sophia in Istanbul- Griechenland kritisiert, dass die Türkei versuche, das Weltkulturerbe der Hagia Sophia „stufenweise in eine Moschee“ zu verwandeln.

kath.net

Griechenland kritisiert, dass die Türkei versuche, das Weltkulturerbe der Hagia Sophia „stufenweise in eine Moschee“ zu verwandeln. Nach Angaben der „Welt/N24“ strahlte das staatliche türkische Fernsehen TRT-Diyanet Mitte der Woche zum Ramadan eine Sendung mit Koranlesungen aus der Hagia Sophia aus. Bereits im Vorjahr hatte es eine ähnliche Sendung gegeben. Das Außenministerium in Athen reagierte prompt und erklärte, dass man die Lesung des Koran und das Gebet in der Hagia Sophia verurteile. Dies sei eine „inakzeptable Provokation aller Christen“.

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Historiker Götz Aly: „Es fing alles ganz provisorisch an“

foto: picturedesk / akg-images Die Todesrampe im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, gebaut erst im Mai 1944. Die meisten ungarischen Deportierten wurden ohne Registrierung direkt von hier ins Gas geschickt.
Ohne die Unterstützung der europäischen Länder hätte der Holocaust in dieser Form nicht stattgefunden, sagt Historiker Aly. Und ohne das Motiv des Neids sei der Antisemitismus nicht zu verstehen

Interview Lisa Mayr | derStandard.at

STANDARD: Welche Rolle spielte die aktive und die passive Unterstützung durch Regierungen, Institutionen und die Bevölkerung vieler europäischer Länder bei der Realisierung des Holocaust?

Götz Aly: Viele Menschen stellen sich den Holocaust heute als eine von Berlin aus gesteuerte Vernichtungswalze vor, die über Europa gerollt ist. Das stimmt so nicht. Länder wie Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Frankreich, Belgien und Griechenland haben auf unterschiedliche Weise zur Vernichtung der Juden beigetragen. Nehmen wir Ungarn: Von dort wurden in zehn Wochen 423.000 Juden nach Auschwitz deportiert, mithilfe von 20.000 ungarischen Gendarmen. Bis zur slowakischen Grenze war da kein einziger Deutscher dabei.

STANDARD: War der Antisemitismus in den europäischen Ländern von Anfang an Bestandteil des deutschen Masterplans?

Aly: Nehmen wir das Ghetto Lódz: Da saßen an die 160.000 Leute. Die Deutschen sagten: Wir bringen erst einmal 100.000 „arbeitsunfähige“ Menschen, Alte und Kinder aus dem Ghetto um. Dann sehen wir ja, ob es Widerstand aus der christlichen Bevölkerung gibt. Das stand zu diesem Zeitpunkt keineswegs fest. Oder das Vernichtungslager Belzec im heutigen Ostpolen: Es wurde mit einer Tageskapazität von 500 gebaut. Die hat man nach wenigen Monaten auf 2000 erweitert, weil man gemerkt hat, dass es läuft. Ähnlich in Auschwitz: Wir alle kennen heute die Bilder der berühmten Todesrampe. Sie wurde im Mai 1944 für die Ungarn-Transporte gebaut. Es fing alles ganz provisorisch an, diese „perfekten“ Anlagen entstanden erst, als man merkte, dass „es geht“.

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„Gottgelenkte Evolution“

Pockenvirus – ein Ergebnis gelenkter, absichtsvoll vorausgeplanter Evolution?
Ein gescheiterter Versuch der Konsensfindung. Das Konzept einer „gottgelenkten Evolution“ wird als Kompromiss zwischen Kreationismus und der wissenschaftlichen Evolutionsbiologie angeboten.

Von Jori Wehner | Richard-Dawkins-Foundation

Mit einem wissenschaftlich begründeten Verständnis evolutionärer Prozesse ist dieses Konzept nicht vereinbar, denn alle Beobachtungen deuten auf ungelenkte Evolution hin. Zudem werfen Versuche einer Vereinigung beider Konzepte unlösbare theologische Probleme auf.

Es besteht ein unüberbrückbarer Konflikt zwischen „ungelenkter Evolution“ (die plausible Schlussfolgerung evolutionsbiologischer Forschung) und „gelenkter Evolution“ (die Behauptung christlicher und islamischer Theologie).

  1. Die Theologie postuliert an den Anfang der evolutionären Entwicklung einen intelligenten Schöpfer, der irgendwann damit begonnen haben soll, einen zuvor festgelegten Plan abzuarbeiten. Evolutionäre Prozesse laufen jedoch allem Anschein nach ungerichtet und ohne vordefiniertes Ziel ab. Genetische Mutationen folgen einer statistischen Zufälligkeit – keinem vordefinierten Ziel. Die meisten Mutationen sind phänotypisch neutral oder schädigen ihren Träger. Nur in extrem seltenen Fällen tritt eine fitness-steigernde Mutation auf, die ihrem Träger einen reproduktiven Vorteil verschafft und damit in der Population fixiert wird.  Der evolutionäre Prozess produziert also praktisch immer nur Ausschuss (was leicht übersehen werden kann, da unsere eigene Umwelt nur noch die seltenen Erfolgs-Ausnahmen enthält). Selbst die wenigen Individuen, die sich gegen ihre Konkurrenten innerhalb und außerhalb der eigenen Art behaupten können, sind immer nur zeitweilig erfolgreich. Mehr als 99% aller biologischen Spezies der Erdgeschichte sind ausgestorben. Das spricht gegen eine planvolle Steuerung evolutionärer Prozesse und ist ein deutlicher Beleg für ungeplante, ungerichtete, letztlich ziellose Entwicklung.

Evolutionsexperimente zeigen, dass die Evolution mit jedem Neustart desselben genetischen Ausgangsmaterials immer neue, überraschende, unvorhersehbare Verläufe nimmt.[1] Dabei zeigt sich Divergenz in neue, bisher unbeschrittene Wege durch den Raum der möglichen Permutationen.[2] Die statistische Wahrscheinlichkeit für Redundanz (für eine Wiederholung derselben Mutationssequenzen in nachfolgenden Generationen) geht gegen Null. Selbst konvergente Einwicklungen in der Evolution entstehen offenbar nicht planvoll, sondern durch den formenden Einfluss der Umweltbedingungen.

  1. Das Genom etlicher Spezies enthält funktionelle Verluste gegenüber früheren Evolutionsstufen. Im Genom der Primaten (einschließlich des Menschen) findet sich z.B. auf dem achten Chromosom ein defektes Gen für einen Stoffwechselweg zur Herstellung von körpereigenem Vitamin C. Menschen und andere Trockennasenaffen können kein eigenes Vitamin C mehr produzieren, wozu ihre evolutionären Vorfahren (und fast alle anderen höheren Tiere in unserer Umwelt) problemlos in der Lage sind.[3] Diese Pseudogene sind beeindruckende Zeugnisse der gemeinsamen Abstammung heutiger Arten – jedoch funktionell sinnlos. Es erscheint extrem unplausibel, dass ein intelligenter Schöpfer die Evolution nützlicher Gene veranlasst haben soll, um sie dann in einzelnen Spezies durch Punktmutation zum Schaden ihrer Träger wieder zu zerstören. Der Nachweis von defekten Pseudogenen bestätigt jedoch hervorragend die Annahme einer ungelenkten, ziellosen Evolution basierend auf zufälligen Mutationen.

Nicht nur auf makroskopischer Ebene sind die Spuren ungerichteter Evolution anhand von Rudimenten und Atavismen erkennbar. Die Erbinformation aller Spezies ist übersät mit den Artefakten zufälliger, meist schädlicher Kopierfehler, die sich im Verlauf von vier Milliarden Jahre währender, wiederholender DNA-Abschriften eingeschlichen haben. In der DNA aller Spezies finden sich tausende retrovirale Insertionen, Transposone, chromosomale Fusionen, sinnlose Einfügungen und Umstellungen, die vor Millionen Jahren bei einzelnen Individuen aufgetreten sind und sich seitdem durch ihre (in verschiedene Spezies aufgespaltete) Nachkommenschaft vererben. Auch wenn wir in unserem Genom nur noch solche Artefakte finden, die mit dem Leben und der Reproduktion ihrer Träger vereinbar gewesen sind, lässt ein Blick in das breite Spektrum der Erbkrankheiten erahnen, wieviele Milliarden Träger solcher zufälligen genetischen Modifikationen als evolutionärer Ausschuss ausselektiert wurden. Das bestätigt die Annahme einer ungerichteten, ungeplanten Evolution. Wer hier an der These eines vorausschauenden Planers der Evolution festhalten will, muss sich einreden, der intelligente Planer habe absichtlich eine Evolution entworfen, die exakt so aussieht, als folge sie absichtslosem Zufall.

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Young Earth Creationism Is Evolving

Image: FB/CW Brown/Godless Utopia
Despite the overwhelming scientific evidence in favor of evolution, some 40% of Americans reject the theory and adhere to young earth creationism. I have long believed that the most effective way to combat young earth creationism is within religion. Biologos, an organization promoting theistic evolution, is attempting just that—and with some success. Answers in Genesis has recently posted a series of blog posts combatting Biologos’ efforts—and making arguments that seem, as someone raised in an evangelical young earth creationists home, bizarre.

By Libby Anne | Love, Joy, Feminism

Earlier this year Biologos praised the publication of a new book: Adam and the Genome: Reading Scripture After Genetic Science, by Dennis Venema and Scot McKnight, a geneticist and a New Testament scholar. Together, the two scholars lay out the scientific evidence on the origins of man and examine the words of Paul and others, outlining and defending a theistic evolutionary perspective compatible with modern science. As Biologos explains:

Christians who take the Bible seriously want to interpret it correctly. We’re not looking to bend and shape it to our personal beliefs, but to have it shape us and our beliefs. As such, we should be open to considering whether we have inherited ways of interpreting Scripture that are more a product of previous cultures than they are the absolute and unchanging word of God. If science can help us see more clearly what God has communicated, then we should be grateful.

Unsurprisingly, Answers in Genesis has a serious problem with this, and has published a whole series of blog posts rebutting Venema and McKnight’s claims. Addressing one of Venema’s chapters on science and genetics, Answers in Genesis’ Nathaniel T. Jeanson writes that: 

Venema discusses four categories of scientific claims: (1) Venema says fossil transitional forms (like Tiktaalik) have been discovered—a finding which fails to reject evolution; (2) Venema implies that the order of fossils in the fossil record fails to reject evolution; (3) Venema claims that gaps in the fossil record are being filled—again, a finding which fails to reject evolution; and (4) Venema says multiple (e.g., paleontological, embryological) converging lines of evidence fail to reject evolution, further bolstering its scientific strength.

Has Venema applied the scientific method correctly?

Let’s apply it again to his evidences, this time considering competing (i.e., YEC) explanations. For Venema’s arguments to support evolution as a scientific explanation, they would not only have to fail to reject the evolutionary explanation; they would also have to successfully reject the YEC view.

Jeanson does not object to Venema’s statement there are transitional fossils, and that the gaps in the fossil record are being (or have been) filled. Instead, he accepts these claims. He asserts simply that transitional fossils and the increased filling of gaps in the fossil record are not incompatible with young earth creationism. In other words, they can be true and evolution can still be false, and young earth creationism true. What’s strange is that this argument is very different from the one I grew up hearing.

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Der Geist Gottes wird im Lärm der vielen Geister nicht mehr gehört

Theologische und säkulare Spiritualität nicht gegeneinander auszuspielen, sondern sie in ihrer Verschiedenheit aufeinander zu beziehen, ist das Gebot der Stunde.

Von Christian M. Rutishauser | Neue Zürcher Zeitung

Die These gleich vorweg: Das Zusammenspiel von Religionsgemeinschaften mit der säkularen Gesellschaftsordnung scheint nur zu gelingen, wenn es aus einem vertieften Geist, aus Spiritualität getragen ist. Doch was bedeutet Spiritualität? Das Wort hört man nicht nur in der Kirche, sondern auch im säkularen Kontext oft. «Spiritualität», erst vor einem guten halben Jahrhundert über Hans Urs von Balthasar in den theologischen Diskurs im deutschen Sprachraum eingeführt, ist inzwischen zu einem Modewort geworden. Längst vom theologischen Bezugsrahmen gelöst, ist «Spiritualität» heute ein Containerbegriff, bezeichnet also alles Mögliche – Atmosphäre, Haltung und Werte.

Der Geist des Herzens

Spiritualität hat tatsächlich mit dem Geist zu tun, mit dem Spiritus. Dabei steht aber nicht das Geistig-Rationale, sondern das Geistig-Geistliche im Vordergrund, nicht der analytisch-kritische Geist, der die Welt erforscht, sondern der Geist, der sich auf Mitmenschen hin öffnet, ja auf das Göttliche hin. Die Sehnsucht nach Spiritualität in der gegenwärtigen Gesellschaft drückt die Sehnsucht nach einem Geist aus, der nicht im Alltäglichen und Oberflächlichen steckenbleibt. Ein Geist, der verbindet und der Beziehungen tief und echt macht, wird gesucht. Es ist der Geist des Herzens, der auch mit dem Göttlichen verbindet. Spiritualität ist also nicht irrational, nicht das Gegenteil des logischen Denkens. Spiritualität ist vielmehr ergänzend. Sie wirkt einer Verkümmerung des Geistes entgegen, der nur das Materielle, das Technische oder nur den Nutzen sieht.

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Ein neuer Historikerstreit?

„Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ Screenshot: bb
„So tütendoof wie sein Gegenstand“, nennt Friedrich Küppersbusch die Antisemitismus-Doku „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf die Juden in Europa“ in der taz und bringt damit eigentlich schon alles auf den Punkt, was zu dem Film selbst zu sagen ist: Ein schwach recherchiertes, an Ausgewogenheit, Differenzierung und Belegen und vor allem Moral desinteressiertes Machtwerk rechtskonservativer und anti-islamischer Propaganda, das mal so eben den Fatah-Chef und Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, zum Erben von „Stürmer“-Hetzer Julius Streicher erklärt. Wenn das der Führer wüsste!

Von Rüdiger Suchsland | TELEPOLIS

Vor allem hat der Film sein Thema verfehlt. Statt wie der Untertitel suggeriert, geht es nicht um den „Hass auf Juden in Europa“, sondern im Nahen Osten, wo ein großer Teil des Films spielt. Das Europa, das er zeigt, besteht dann auch zu nicht geringen Teilen aus arabisch-stämmigen Migranten; Räumlich reduziert es sich vor allem auf Frankreich und Deutschland – so als ob es Judenhass nicht auch in Ungarn gäbe, in Polen, in der Slowakei und in Österreich.

Nur ist es da ein dezidiert rechtsextremistischer Judenhass. Und das passt den Machern anscheinend nicht ins Konzept. Denn offensichtlich will der Film gar nicht vom Hass auf Juden als solchem erzählen, sondern vom sehr speziellen Antisemitismus der Linken. Dagegen ist zunächst einmal nichts zu sagen, auch wenn dies offenbar nicht der Senderauftrag war, denn das Thema ist natürlich wichtig. Aber auch hier wird manches ausgeblendet, und vieles in einen Topf geworfen: Denn nicht jede Kritik an Banken oder der US-Außenpolitik ist verkappter Antisemitismus, wie es der Film darstellen will.

Weiterhin ist die Erkenntnis, dass es linken Antisemitismus gibt, keineswegs neu. Die „Antideutschen“ haben die Diskussion darüber schon vor über 20 Jahren geführt. Allerdings haben Linke, das darf man dann auch mal sagen, in Europa keine Vernichtungslager für Juden gebaut. Im Effekt verharmlost der Film den rechten Antisemitismus durch die Verlagerung der Gewichte. Als ob Antisemitismus vor allem ein Problem der Linken und der Mitte wäre.

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Die Moscheenkultur in Europa versagt

foto: imago Männer, Frauen, Presse: ein erstes Freitagsgebet in der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin.
Der Proteststurm unter Muslimen und in islamischen Ländern war groß, als unlängst in Berlin die Gründung einer liberalen Moschee bekanntgegeben wurde. Über Hass, intellektuellen Stillstand, ferngesteuerte Imame und das diskursive Scheitern vieler Muslime in Europa

Von Ednan Aslan | derStandard.at

Nach Bekanntgabe der Gründung einer liberalen Moschee in Berlin ließ der empörte Aufschrei in einigen europäischen Muslimgemeinden und ebenso in den islamischen Ländern nicht lange auf sich warten. Von einem perfiden Angriff auf den wahren Islam durch die westliche Welt war da die Rede; die an diesem Projekt beteiligten Muslime – allesamt als Verräter gebrandmarkt – wurden auf jede erdenkliche Weise beschimpft, beleidigt, bedroht und diffamiert.

Hält man sich dagegen die Reaktionen auf jene Moscheen vor Augen, von denen zu erfahren war, dass in ihnen Terror und Gewalt verherrlicht und hunderte junge Menschen ermutigt wurden, in Kriegsgebiete zu gehen, um dort unfassbare Verbrechen zu begehen und ihr Leben zu lassen, mutet dieser Aufruhr erstaunlich an. Denn ganz anders als im Fall dieser unscheinbaren Moschee in Berlin ließ sich gegen jene Häuser keine einzige wütende Reaktion vernehmen, blieb die Empörung über Hassprediger, der Ruf, die Menschheit vor solchen Ideologen zu schützen, aus. Kein Vertreter der religiösen Behörden hat je solche Moscheen öffentlich als Verrat am Islam bezeichnet und ihren Trägern derart entschlossen den Kampf angesagt.

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Neuer Spendenkatalog für Wiederaufbau des Garnisonkirchturms

Blick in den Innenraum in Richtung Osten. Bild: wikimedia.org/PD

Für den geplanten Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche sollen bis zu 18,5 Millionen Euro neue Spenden eingeworben werden. Der Spendenkatalog dafür, in dem Patenschaften für einzelne Bauelemente vom Ziegelstein über zahlreiche Schmuckelemente bis hin zur Büroausstattung angeboten werden, wurde am Freitag in Potsdam vorgestellt.

evangelisch.de

Die Beträge für die Bauelemente reichen von 100 Euro für einen Ziegelstein bis zu 750.000 Euro für eine der Läuteglocken des Kirchturms. Der historische Kirchturm, der 1945 zerstört und 1968 abgerissen wurde, sei ein „in sich selbst faszinierender Ort“, der 230 Jahre lang die Silhouette der Stadt geprägt habe und sie nun erneut prägen solle, sagte der Kuratoriumsvorsitzende der Garnisonkirchenstiftung, der evangelische Berliner Altbischof Wolfgang Huber. Ziel sei, den rund 38 Millionen Euro teuren Turm in einem Zug einschließlich der bisher noch nicht finanzierten Schmuckelemente zu errichten.

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This Freaky 100-Million-Year-Old Wasp Was Named for David Bowie

Archaeoteleia astropulvis. Image: Dr. Elijah J Talamas
One day, you’re relaxing on a Cretaceous tree chillin’ with some dinos. The next day, you’re trapped in amber for 100 million years.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

t’s been over a year since pop superstar David Bowie passed away, but his legacy lives on through memorials, fan tributes, and now, Cretaceous wasps trapped in amber.

That’s right: A new species of extinct wasp that lived alongside the dinosaurs 100 million years ago has been dubbed Archaeoteleia astropulvis, with the second word being a Latinized version of „Stardust.“

In a paper describing the new species, published Wednesday in the open access Journal of Hymenoptera Research, entomologists said the name „commemorates the late David Bowie alter ego, Ziggy Stardust,“ while also referring „to the ancient source of the atoms that form our planet and its inhabitants.“

While this female holotype doesn’t have the „snow-white tan“ or „cat from Japan“ qualities that are laid out in the song „Ziggy Stardust,“ I think even Bowie would agree that she is adequately freaky.

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Bosnien-Herzegowina – Einfallstor für den IS

Die Moschee im Herzen Sarajevos wurde für rund 10 Millionen US-Dollar von Saudi-Arabien errichtet / picture allianc
Bosnien-Herzegowina ist ein Land mit verschiedenen Religionen. Die größte Gruppe stellen dabei die Muslime. Deren offiziellen Vertreter aber haben längst die Kontrolle über die Fundamentalisten in manchen Regionen verloren

Deutsche Welle | Cicero

Hunderte bosnische Islamisten haben sich nach Syrien aufgemacht, um für den IS zu kämpfen. Mit den Verlusten des IS kommen immer mehr zurück und bestimmen das Klima in Bosnien. Seit 2013 ist Bosniern die Reise nach Syrien oder in den Irak verboten.

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Abu Dhabi warnt Katar vor „endgültiger Scheidung“

Eine Reihe arabischer Staaten boykottieren Katar. – APA/AFP/FAYEZ NURELDINE
Vier arabische Staaten legen dem Emirat 13 Bedingungen vor, etwa die Schließung des Fernsehsenders Al-Jazeera. Doha hat zehn Tage Zeit, die Forderungen zu erfüllen.

Die Presse.com

In der Katar-Krise haben vier arabische Staaten ihre Bedingungen für ein Ende ihres Boykotts übermittelt. Innerhalb von zehn Tagen müsse das Emirat 13 Forderungen erfüllen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von einem Vertreter der Ländergruppe aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Bahrain. Unter anderem müsse die Regierung in Doha den Fernsehsender Al-Jazeera schließen und ihre Verbindungen zum Iran einschränken, dem Erzfeind der Boykott-Staaten. Nach der Frist ist das Verhandlungsangebot offenbar hinfällig. Katar nahm zunächst nicht Stellung.

Die arabischen Länder verlangen den Informationen zufolge von der Regierung Katars zudem, ihre Beziehungen zu Extremistenorganisationen wie der Muslimbruderschaft, dem Islamischen Staat, Al-Kaida und der Hisbollah abzubrechen.

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Hatespeech: Einig gegen Hass im Netz

Maas will Unternehmen wie Facebook oder Twitter dazu bringen, stärker gegen Beleidigungen, üble Nachrede, Verleumdungen, Volksverhetzung, Bedrohungen und andere Straftaten vorzugehen. (Foto: AP)
  • Bundesjustizminister Heiko Maas will Plattformen wie Facebook dazu zwingen, strafbare Hasskommentare zu löschen.
  • Kritiker befürchten, dass die Plattformen aus Angst vor Strafen mehr Inhalte als nötig löschen – das Gesetz stand deshalb auf der Kippe.
  • Jetzt haben die Fachpolitiker der Koalition aber einen Durchbruch erzielt, der Entwurf dürfte bereits kommende Woche verabschiedet werden.

Von Robert Roßmann | Süddeutsche.de

Das umstrittene Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG), mit dem Plattformen wie Facebook zu einem strikteren Umgang mit strafbaren Hasskommentaren gezwungen werden sollen, scheint jetzt doch noch zu kommen. Am Freitag gab es bei Gesprächen zwischen den Fachpolitikern der beiden Koalitionsfraktionen einen Durchbruch. Jetzt fehlt nur noch die Billigung der Fraktionsvorsitzenden und der Fraktionen.

Diese wird für Anfang kommender Woche erwartet. Auch vonseiten der EU-Kommission scheint es keinen Widerspruch mehr zu geben. Das NetzDG musste der Kommission zur Notifikation angezeigt werden, weil es „Dienste der Informationsgesellschaft“ betrifft.

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Shocking photos show how Britain and America used to sterilise ‚undesirable‘ people

The facial characteristics of a Tibetan man are measured in 1938 (Photo: Public Library/News Dog Media)
Before the horrors of the Holocaust there were supporters of ‚cutting out‘ certain traits across the world

By Tom Davidson | Mirror

Photos have emerged which show the horrific heyday of the Eugenics movement where „undesirable“ people in Britain, America and parts of Europe were sterilised.

Decades before the atrocities of Nazi Germany, eugenics, where „desirable“ human traits were sought out, had advocates across the world.

Following the publishing of Charles Darwin ’s ‚On the Origin of Species‘ in 1859 a craze of eugenics spread through Britain, Europe and the United States.

Supporters of eugenics enjoyed success in the early 20th century and claimed traits such as dwarfism, deafness and even minor defects like a cleft palate could be wiped out of the gene pool.

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A convicted criminal named Albert Smit has his head measured in Netherlands in 1896 (Photo: Public Library/News Dog Media)