Das «Kalifat» ist am Ende, der IS nicht


Mosul, die irakische Hauptstadt des IS, steht kurz vor dem Fall. (Bild: Maya Alleruzzo / Keystone)
Das vor drei Jahren ausgerufene islamistische «Kalifat» steht mit den Schlachten um Mosul und Rakka vor dem Zusammenbruch. Als ordinäre Terrororganisation kann der IS aber noch lange überleben.

Von Daniel Steinvorth | Neue Zürcher Zeitung

Es ist ein Eingeständnis des Scheiterns. Wenn der Islamische Staat mit der Al-Nuri-Moschee in Mosul eines seiner wichtigsten Machtsymbole in die Luft sprengt, hat er nicht mehr viel zu verlieren. Es ist jener Ort, an dem das «Kalifat» seinen Anfang nahm: Hier stieg der IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi im Sommer 2014 auf die Kanzel und phantasierte von der jihadistischen Weltherrschaft. Es ist, genau drei Jahre später, aber auch der Ort des Niedergangs des IS. Die noch verbliebenen Kämpfer der Terrormiliz wollten ihren Gegnern den Triumph nicht gönnen und zerstörten das mehr als 800 Jahre alte Gebäude. Lieber sollte das geschichtsträchtige Minarett brennen, als dass die irakische Flagge darüber wehen würde. Heilig war den Barbaren ohnehin nie etwas, höchstens der Akt der angeblich gottgefälligen Zerstörung selber.

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