München: 21 Stolpersteine für die Opfer der Nationalsozialisten


245 Stolpersteine hat der Münchner Unterstützer-Verein in einem Keller gelagert. Auf Gehwegen dürfen sie in München nicht verlegt werden – nur auf Privatgrund wie Hofeinfahrten. (Foto: Florian Peljak)
  • Der Verein „Stolpersteine für München“ verlegt am Dienstag für 21 Opfer des Nationalsozialismus Gedenksteine.
  • Das Erinnern wird in München höchst unterschiedlich gehandhabt. Die Stadt will mit Stelen, Wandtafeln und einem zentralen Mahnmal an die Ermordeten erinnern.
  • Viele Angehörigen lassen dagegen Stolpersteine auf privatem Grund verlegen, um das Gedenken dezentral zu gestalten.

Von Wolfgang Görl | Süddeutsche.de

Sie wollen der Opfer des Nationalsozialismus an ihren einstigen Wohnorten namentlich gedenken, doch dabei gehen Stadt und private Akteure sehr unterschiedlich vor – und auch unterschiedlich schnell. An diesem Dienstag verlegt der Verein „Stolpersteine für München“ insgesamt 21 Gedenksteine. Wie immer auf privatem Grund, weil die Stadt sich gegen diese Form des Erinnerns auf öffentlichem Grund nicht zuletzt wegen des Widerstands der Israelitischen Kultusgemeinde sperrt.

Das städtische Alternativprojekt, mit Stelen, Wandtafeln und einem zentralen Mahnmal an die Ermordeten zu erinnern, ist insofern vorwärts gekommen, als eine Wettbewerbsjury die Sieger gekürt hat. Während des Sommers aber wird sich erst einmal nichts tun, im September geht der Entscheidungsprozess im Stadtrat weiter.

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