Sexueller Missbrauch in Kirche – will man überhaupt aufklären


Die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester gerät ins Stocken. Es ist nicht das erste Problem des Projekts.

Westfälische Rundschau

Eigentlich wollten die Forscher Ende 2017 die Ergebnisse vorlegen – nun wurde die Frist für die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche bis September 2018 verlängert. „Aufgrund des Umfangs und auch der Komplexität ist dieser Schritt notwendig.“, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom Montag.

Die katholische Kirche hatte sich mit dem Zugang zu den internen Akten, die über den sexuellen Missbrauch „durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“ Aufschluss geben sollen, lange schwer getan. Ein erstes Forschungsprojekt mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer war gescheitert, weil dieser der Kirche vorwarf, seine Forschung zensieren und kontrollieren zu wollen. Das Angebot der Kirche, Opfer finanziell zu entschädigen, wurde zudem lange als Strategie verstanden, sich der Aufklärung zu entziehen.

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