Erdogan ist ein Geiselnehmer der Demokratie


Bild: FB
Da der türkische Präsident sich zunehmend wie ein Diktator benimmt, sollte er in Deutschland nicht öffentlich auftreten dürfen. Ein Kommentar.

Von Lorenz Maroldt | DER TAGESSPIEGEL

In Sachen Dreistigkeit lässt sich Recep Tayyip Erdogan nur ungerne übertreffen. Deshalb standen auf der Liste seiner Begleiter zum G20-Treffen in Hamburg auch wie selbstverständlich einige Mitglieder seiner Prügelgarde, die in Washington Demonstranten verdroschen hatten und seitdem in den USA per Haftbefehl gesucht werden. Die Bundesregierung hat den Präsidenten wissen lassen, dass er die mal besser zu Hause lässt.

Im Umgang mit der zunehmend ins Diktatorische abdriftenden Türkei, die als EU-Beitrittskandidat immer noch hunderte Millionen Euro zum Aufbau eines Rechtsstaats erhält, eine unvermeidliche Ansage – andernfalls hätten wir Erdogan neben der landesüblichen Protestunterdrückung aber auch gleich noch den Schlüssel fürs Kanzleramt überlassen können, auf dass er dort vom Balkon aus eine Führerrede an seine im Wortsinn aufgeputschten Anhänger halten kann.

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