Sterilisation: Verhütung in Zeiten der Gleichberechtigung


Genauso selbstverständlich wie das U-Bahnfahren in Unterhosen am No Pants Subway Ride in New York sollte das Thema Vasektomie für Männer sein. (Foto: REUTERS)
Zur Zeugung braucht es beide, zur Verhütung anscheinend nur die Frau. Warum lassen sich so wenig Männer sterilisieren? Und warum gibt es bei diesem Thema so oft Streit?

Von Marcus Jauer | Süddeutsche.de

Nehmen wir zum Beispiel Matthias und Nicole aus Berlin. Sie sind Anfang vierzig, verheiratet, zwei Kinder. Er arbeitet in einer Kanzlei und steht kurz davor, Partner zu werden. Sie war lange Teilzeit in einer Bank und könnte jetzt, wo ihre zwei Jungs sieben und zehn sind, eine volle Stelle haben.

„Wir sind aus dem Gröbsten raus“, sagt Matthias, und Nicole sagt das auch: „Ich hab jetzt wieder mehr Zeit für mich und – ehrlich gesagt – darüber freue ich mich auch.“

 Matthias und Nicole lieben ihre Kinder, aber sie wollen kein weiteres mehr, da sind sie sich einig, und müsste sich Nicole nicht in ein paar Wochen wieder eine neue Spirale einsetzen lassen, würden sie über das Thema vermutlich gar nicht reden. Wie bei vielen Paaren war auch bei ihnen die Verhütung immer Sache der Frau. Jetzt aber sitzen sie zusammen bei Michael Woeste, der am Kurfürstendamm eine urologische Praxis betreibt, um sich über eine Sterilisation zu informieren – Matthias‘ Sterilisation.
Advertisements

Ein Gedanke zu “Sterilisation: Verhütung in Zeiten der Gleichberechtigung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s