„Er hat mich als Ungläubigen beschimpft“


Mit 15 Jahren nach Deutschland gekommen: Der Iraker Amed Sherwan sieht sich als Atheist Quelle: Privat
In einer Flensburger Hilfsorganisation soll ein Muslim einem Atheisten mit Mord gedroht haben. Der Atheist bekam Hausverbot, der Beschuldigte arbeitet jetzt dort. Doch der Fall ist alles andere als eindeutig.

Von Ann-Kathrin Jeske | DIE WELT

Amed Sherwan glaubt nicht an Gott. Im Irak soll er dafür gefoltert worden sein, als er noch ein Teenager war. Mit 15 Jahren floh der Ex-Muslim deshalb nach Deutschland. Doch auch hier fühle er sich nicht mehr sicher: In einem Verein, in dem er ein Praktikum machte, wurde der inzwischen 18-Jährige laut eigener Aussage von einem anderen Flüchtling bedroht – weil er ein Atheist ist.

Der Vorfall ereignete sich laut Sherwan bereits im April in der Flüchtlingshilfe Flensburg, einem gemeinnützigen Verein, der für sich damit wirbt, dass er für „Offenheit, Toleranz und Vielfalt“ stehe und „gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ kämpfe. Laut Sherwans Schilderungen griff der 34-Jährige ihn an, nachdem der junge Iraker einen Artikel in dem Magazin für Migranten, „Moin Flensburg“, veröffentlicht hatte. In dem Text hatte Amed Sherwan erklärt, warum er nicht an Gott glaubt.

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