Kostenloser Nahverkehr: Was wir von der estnischen Hauptstadt Tallinn lernen können


Freie Fahrt für die Bürger Tallinns: Seit 2013 zahlen sie nichts für Bus und Bahn. Foto: dpa
Wer in Tallinn wohnt, fährt seit 2013 umsonst mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Begeistert sind nicht nur die Bewohner, sondern auch die Stadt, die dadurch sogar zwanzig Millionen Euro Gewinn im Jahr macht. Ein Vorzeigemodell? Teil 5 unserer Onlineserie zur Mobilität der Zukunft.

Von Julia Huber | greenpeace magazin

Kleingeld suchen oder nach dem Ticket kramen beim Einsteigen; Kontrolleure, die Herzklopfen verursachen; die Entscheidung, ob es eine Tageskarte oder ein Einzelticket sein soll – all das gibt es nicht. Für die Bewohner von Tallin ist der öffentliche Nahverkehr seit 2013 gratis. Wer in der Hauptstadt des kleinen Landes im Baltikum gemeldet ist, muss sich nur eine Chipkarte für zwei Euro ausstellen lassen, und kann fortan so viel mit Bus und Bahn fahren wie er möchte. Bei den Bewohnern kommt das natürlich gut an. Umfragen zufolge, sind 90 Prozent der Städter zufrieden mit dem kostenlosen Nahverkehr. Und auch der ehemalige Bürgermeister Edgar Savissar, der das Projekt auf den Weg gebracht hat, sagte stolz: „Tallinn ist eine innovative Stadt. Wir sind die erste Hauptstadt, in der ein derartiges Konzept in einem solchen Umfang umgesetzt wird.“

Schon bei der Digitalisierung gilt Estland als das Musterland der EU. Könnte nun auch die Mobilität der Zukunft in Tallinn seinen Ursprung finden? In wenigen Tagen übernimmt Estland erstmals die EU-Ratspräsidentschaft. Vielleicht nehmen die EU-Kommissare, die heute zur Visite anreisen, ein paar Impulse mit.

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