Kampf gegen Sexismus: Geschlechterneutral und politisch korrekt

Fließende Gendergrenzen: Eine Kunstausstellung zeigt Fotos der französischen Fotografin Bettina Rheims von androgynen Frauen und Männern. Bild: Daniel Naupold/pa
Auch der Kampf gegen die Diskriminierung von Geschlechtern trägt den Keim ideologischer Indoktrination in sich.

Von Stefan Richter | shz.de

Die Diskriminierung der Geschlechter, von Menschen unterschiedlicher Hautfarbe oder Religion, von Behinderten und Angehörigen bestimmter sozialer Gruppen hängt ganz wesentlich vom Menschenbild ab. Ideologien spielen dabei eine Rolle, Kultur und Erziehung oder die Religion. Männer geben meist den Ton an. Christus und seine Jünger sind ebenso männlich wie der Koran frauenfeindlich. Werden die Aussagen des Propheten Mohammed so ausgelegt, wie dies viele Muslime tun, werden Männer nach einem wohlgefälligen Leben im Paradies mit 72 Jungfrauen belohnt. Sexismus pur.

Das Beispiel zeigt, welche Bilder durch Köpfe geistern. Es kommt nicht nur darauf an, was gesagt oder geschrieben wird, sondern auch darauf, wie es die Empfänger aufnehmen. Denn tatsächlich wird im Koran nichts über Sexualität im Paradies gesagt. Muslime, die mit den versprochenen 72 „Huri“ eine sexuelle Belohnung verbinden, haben vor allem Geschlechterstereotype vor Augen. Kapitalismus, Faschismus und der Kommunismus haben ebenso Menschenbilder geprägt, die für Unterdrückung, Ausbeutung, Ausgrenzung und Diskriminierung stehen. Sklaven waren einst „Handelsware“, so wie die Näherinnen in Bangladesch und anderswo bis heute von westlichen Unternehmen ausgenutzt werden.

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Flüchtlings-Schiffe sollen auch andere EU-Länder ansteuern

© DPA Das Rettungsschiff „Vos Prudence“ kommt am 28. Mai mit fast 1500 völlig erschöpften Flüchtlingen an Bord im Hafen von Neapel an
Vor einem Treffen mit seinen deutschen und französischen Amtskollegen rügt Italiens Innenminister eine mangelnde Unterstützung der EU in der Flüchtlingskrise. Rom droht damit, Flüchtlinge in italienischen Häfen abzuweisen.

Frankfurter Allgemeine

Nach dem Willen Italiens sollen Schiffe mit geretteten Flüchtlingen künftig auch Häfen in anderen EU-Ländern ansteuern. Als „Europafreund“ wäre er „stolz, wenn nur ein Schiff, statt nach Italien zu fahren, einen anderen europäischen Hafen ansteuern würde“, sagte Innenminister Marco Minniti vor einem Treffen mit seinen Kollegen aus Deutschland und Frankreich am Sonntag der Zeitung „Il Messaggero“.

Zwar wäre dies noch keine Lösung für „Italiens Problem“, aber zumindest ein „außergewöhnliches Signal“ der Unterstützung. Italien hatte der EU zuvor damit gedroht, ausländischen Schiffen mit geretteten Flüchtlingen künftig die Einfahrt in seine Häfen zu verbieten. Das Land sieht sich nach eigenen Angaben nicht mehr in der Lage, die Situation zu bewältigen.

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Knesset-Abgeordneter kritisiert Michael Müller

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller im April 2016 beim SPD-Landesparteitag.FOTO: KAY NIETFELD/DPA
Berlins Regierender Bürgermeister hätte zur Al-Quds-Demonstration nicht schweigen dürfen, sagt der israelische Politiker Yair Lapid.

Von Ralf Schönball | DER TAGESSPIEGEL

Einen „schweren Fehler“ wirft der Vorsitzende der Israelischen Partei Yesh Atid, Yair Lapid, dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) vor im Umgang mit den Vorfällen in der Humboldt-Universität sowie der Demonstration zum Al Quds Day. In einem Schreiben an Müller beklagt der Knesset-Abgeordnete „Ihre Entscheidung zu Schweigen“ angesichts des „Hasses“ und der „Verherrlichung von Terrorismus“.

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Ahmet Sik – „Militärputsch verhindert, Junta bekommen“

„Befreit die türkischen Medien“: Demonstranten in Berlin. Foto: imago
Ein türkischer Journalist legte sich mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und dessen Erzfeind Gülen gleichzeitig an. Nun sitzt er im Gefängnis – mal wieder.

Von Stephan Hebel | Frankfurter Rundschau

Wenn Diktaturen ihre Kritiker verfolgen, artet das Ganze nicht selten zur Tragikomödie aus. Nur, dass die Betroffenen auch an den „lustigen“ Stellen nichts zu lachen haben. So wie zum Beispiel Ahmet Sik.

Sik, der als Reporter (unter anderem für die Zeitung „Cumhuriyet“) sowie als Fotograf, Buchautor und Journalismus-Dozent gearbeitet hat, gehört zu den bekanntesten Publizisten der Türkei. Und zu den vielen, die wegen ihrer Aufklärungsarbeit unter fadenscheinigen Anschuldigungen inhaftiert worden sind. Aber er ist vielleicht der einzige von ihnen, den man erst als Kritiker und dann als angeblichen Unterstützer ein und derselben Organisation ins Gefängnis gesteckt hat.

Vor einem halben Jahr, am 29. Dezember 2016, wurde der 46-Jährige zum zweiten Mal in seinem Leben festgenommen. Der Vorwurf: „Propaganda für eine terroristische Organisation“ und „Verunglimpfung der Regierung und der juristischen Organe“ der Türkei. Diesmal soll es (neben der Kurdenorganisation PKK) die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen gewesen sein, die er unterstützt hat.

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Gleichgeschlechtliche Ehe: Man nennt das Freiheit

Bild: bpb.de
Die jetzt im Bundestag beschlossene „Ehe für alle“ ist nicht das Ende einer Debatte, sondern deren Neuanfang. Denn die Institution Familie hat sich verändert – und der Staat hat nicht darüber zu befinden, was „natürlich“ ist. Ein Kommentar.

Von Jürgen Kaube | Frankfurter Allgemeine

Die staatlich beurkundete Ehe, so wird argumentiert, sei der rechtliche Ausdruck dafür, dass Mann und Frau, die sich zu einer dauerhaften Gemeinschaft verabreden, einen besonderen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Darum stehe sie unter dem Schutz des Staates. In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist von ihr als einer „natürlichen Grundeinheit der Gesellschaft“ die Rede.

Fast alle verfassungsförmigen Ordnungen sprechen dort, wo sie von Ehe sprechen, auch von Familie. Der Schutzanspruch der Ehe ist in den meisten Argumentationen an den Gedanken gebunden, dass Familien soziale Gebilde sind, in denen Kinder gut heranwachsen. Das war schon immer von Einwänden begleitet. Eheschließungen werden nicht dadurch unwirksam, dass Paare keine Kinder haben oder erklären, keine haben zu wollen. Die staatliche Begünstigung der Ehe, etwa die fiskalische, fällt nicht aus, wenn Kinder ausbleiben. Männer und Frauen können die Ehe eingehen, ohne sich medizinischen Tests unterziehen zu müssen, ob von ihnen Kinder überhaupt zu erwarten sind.

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Zahl der Toten in Venezuela steigt weiter

(Bild: Demonstration in Venezuela. Screenshot, YouTube)
Zunehmend Angriffe auf die Infrastruktur des Landes. Darstellung in internationalen Medien gibt verzerrtes Bild der Lage wieder

Von Harald Neuber | TELEPOLIS

In Venezuela spitzt sich nach einer weiteren Woche regierungsfeindlicher Ausschreitungen die Debatte über die Schuldfrage zu. Während die Opposition der Regierung von Präsident Nicolás Maduro und ihr nahestehenden Milizen die Schuld für die Toten gibt, vermittelt ein genauerer Blick auf die Lage vor Ort oft ein andres Bild. Demonstranten gehen demnach zunehmend gewalttätig gegen politische Gegner, Unbeteiligte und die Infrastruktur vor. In Lateinamerika wächst die Sorge vor einer unkontrollierten Eskalation der Auseinandersetzung.

Boliviens Präsident Evo Morales forderte die Regierungsgegner über den Kurznachrichtendienst Twitter nun dazu auf, dem Appell von Papst Franziskus zu folgen, um in einen Dialog mit der Regierung einzutreten. Dies sei notwendig, um die Kultur des Friedens in Lateinamerika zu wahren, so Morales.

Zugleich warf der linksgerichtete Staatschef den USA vor, die Lage in Venezuela zu destabilisieren. Dabei täte Washington gut daran, sich zunähst für die vergangenen Putsche in Lateinamerika zu entschuldigen, so Morales weiter.

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Großer Satellit zerbirst in dicht besiedelter Umlaufbahn

(Bild: Szene aus „Space Cowboys“ (Warner Bros.))
In der äquatorialen Erdumlaufbahn ist der kommerzielle Satellit AMC-9 havariert und bricht jetzt immer weiter auseinander. Experten machen sich Sorgen um die umliegenden Satelliten – die Orbit um AMC-9 ist dicht besiedelt.

Von Gerald Himmelein | heise online

Seit vierzehn Jahren kreist der kommerzielle Satellit AMC-9 in äquatorialer Orbit um die Erde. Diese Umlaufbahn ist besonders beliebt, weil sie stabil ist und Satelliten dort mit wenig Aufwand ein stabile Position halten können. Derzeit schweben etwa 500 Satelliten in dieser Umlaufbahn.

Am 17. Juni verlor der Betreiber von AMC-9 die Kontrolle über den Satelliten. Der Satellit schwebte über den USA und Mexiko, um dort Datendienste bereitzustellen. Der Wert des Satelliten wird mit 38 Millionen Euro beziffert. Nach dem Zwischenfall begann der vom Luxemburger Konzern SES betriebene Satellit langsam aus seinem Orbit zu driften. Aufgrund seiner Position ist es aber unwahrscheinlich, dass er in die Atmosphäre zurückfällt.

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Immer mehr Türken verzweifeln

Tausende für Gerechtigkeit. Angeführt von Oppositionschef Kilicdaroglu marschieren Türken Richtung Istanbul. Sie protestieren…FOTO: IMAGO/DEPO PHOTOS
Zigtausende Türken sind nach dem Putschversuch ins Gefängnis gesteckt worden, viele haben den Job verloren – die Betroffenen bangen um ihre Existenz.

Von Susanne Güsten | DER TAGESSPIEGEL

Murat fährt in diesem Jahr nicht in Urlaub. Die Sommerhitze glüht in den Straßenschluchten von Istanbul, die Sonne strahlt erbarmungslos auf das Taxidach, und Murat kämpft mit entzündeten Nebenhöhlen von den Abgasen. Normalerweise würde er um diese Jahreszeit mit seiner Familie für eine Woche ans Meer fahren, doch das wäre jetzt geschmacklos.

Das kann er seinem Schwager nicht antun. Denn der sitzt seit elf Monaten hinter Gittern und bekommt kein Gehalt mehr – warum und wofür, darauf können sich weder Murat noch der Schwager einen rechten Reim machen. Außerdem braucht der Taxifahrer jede Lira, um die Schwägerin und ihre drei kleinen Kinder zu unterstützen.

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Türkei: 14 Jahre, zwölf Stunden für einen Hungerlohn – aber Nuri funktioniert

Balo, 5, kommt mit seinem Vater jeden Morgen in die kleine Fabrik in Gaziantep. Er sortiert Schuhsohlen, schleppt Säcke. „Balo, kannst du mal …?“, fragt jemand, und Balo kann. Er kann immer. Er muss © Cigdem Yuksel
Sie sind vor dem Krieg geflohen – und enden als Kinderarbeiter. Syrische Jungen und Mädchen produzieren in türkischen Werkstätten Billigschuhe. Zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Eine Reportage aus Gaziantep.

Von Raphael Geiger | stern.de

Wenn Nuri spricht, kommen erwachsene Sätze aus einem Kindermund, er wirkt älter, sobald er redet. Ernsthaft, ja. Ernst. Er spricht überlegt, prägnant, ohne irgendein überflüssiges Gefühl.

Was bist du, Nuri? Ein Kind? Ein Erwachsener?

Nuri, 14, antwortet: „Vielleicht ein junger Erwachsener? Zu Hause bin ich das Kind meiner Eltern, aber ich arbeite ja, ich verdiene Geld, also bin ich wohl kein Kind mehr.“

Nuri arbeitet, seit er zehn ist, zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Er wirkt, als habe er keine Zeit, sich selbst zu bedauern, oder als wäre ihm die Idee gar nicht gekommen, als habe er seine Kindheit einfach übersprungen.

Morgens um halb acht steht Nuri auf, um acht beginnt die Arbeit in der kleinen Fabrik irgendwo in Gaziantep, im Süden der Türkei, in der Nähe der Grenze zu Syrien. Einer Stadt mit Tausenden syrischen Arbeitern ohne Papiere und mit syrischen Fabrikbesitzern, die Verbindungen haben zu den entscheidenden korrupten Beamten.

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Die Gretchenfrage der Naturforschung

Ernst Peter Fischer Wenn das Wissen nicht mehr reicht Verlag: KomplettMedia, Grünwald 2017 ISBN: 9783831204465

Eingangs legt der Autor in einer autobiografischen Skizze ein Bekenntnis zum religiösen Unglauben ab, den sein Studium der exakten Wissenschaften geprägt hat. Umso mehr wundert ihn, wie oft Forscher die eine oder andere Form eines Gottesglaubens vertreten haben. In einer abwechslungsreichen Zusammenstellung von Forscherporträts, von Johannes Kepler (1571–1630) bis Stephen Hawking (* 1942), geht Fischer der Frage nach, ob und wie sich Glaube und Wissen vertragen können.

Von Michael Springer | Spektrum.de

Da Kepler und Isaac Newton (1643–1727) in einer politisch und ideologisch vom Christentum beherrschten Epoche lebten, stützten sie ihre wissenschaftlichen Resultate – ob aus Opportunismus oder Überzeugung – gelegentlich mit religiösen Argumenten. Ihr Gott sorgte quasi von Weitem für die allgemeine und ewige Geltung der Naturgesetze. Zudem wurde mindestens Newton, was Fischer nicht erwähnt, wohl durch alchemistische Spekulationen auf die Idee gebracht, irdische und astronomische Vorgänge gehorchten denselben Regeln. (Kleiner Einwand: Bei der Erwähnung von Newtons Kraftgesetz sind Indizes und Potenzen im Text nicht tief- beziehungsweise hochgestellt, sondern gleichermaßen glatt hinter die Buchstabensymbole für Masse und Abstand gereiht, was nicht zum Verständnis beiträgt.)

Religion als Selektionskriterium

Hingegen durchlebte Charles Darwin (1809–1882) einen tiefen persönlichen Konflikt zwischen dem Glauben an einen Schöpfer und der „Entstehung der Arten durch natürliche Selektion“, so sinngemäß der Titel seines Hauptwerks. Sogar für einen fernen Erbauer des natürlichen Uhrwerks wurde der Platz jetzt knapp; und wenn es dennoch einen Weltenlenker gab, dann war er, wie die neuen Erkenntnisse ergaben, kein liebevolles Wesen, sondern ein brutaler Verschwender von Lebewesen im Kampf ums Dasein. Umgekehrt erschien unter evolutionären Gesichtspunkten die Religion selbst als eine Art frühe soziale Mutation, die als moralischer Stabilisator einer Gruppe Überlebensvorteile verschafft.

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Gründerin liberaler Moschee in Berlin bekommt 100 Morddrohungen

Deutschlands erste Imamin gründete liberale Moschee und bekommt nun Morddrohungen. FOCUS Online/Wochit
Die Gründerin der liberalen Moschee in Berlin, Seyran Ates, wird nach zahlreichen Drohungen verstärkt von der Polizei geschützt. Wie aus ihrem Umfeld bekannt wurde, ist die Anwältin schon mehrfach bedroht worden, auch einmal auf offener Straße. Daraufhin sei der Personenschutz für die Frauenrechtlerin rund um die Uhr verschärft worden.

FOCUS ONLINE

Ates sagte dazu der „Welt am Sonntag“, sie habe bereits rund 100 Morddrohungen bekommen. „Über die sozialen Medien habe ich wegen der Moscheegründung so viele Morddrohungen bekommen, dass das LKA zu der Einschätzung gelangt ist, mich rund um die Uhr schützen zu müssen.“

Ates war 1984 bereits Opfer eines Attentats geworden und dabei lebensgefährlich verletzt worden.

Jüngst hatte die Anwältin, die sich für einen säkularen und liberalen Islam einsetzt, im Stadtteil Moabit die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee gegründet. Dort können Frauen und Männer, Sunniten, Schiiten und Aleviten gemeinsam beten.

Ist religiöse Erziehung eine sanfte Art der Indoktrination?

bild: ap
Der Glaube an höhere Mächte ist vermutlich fast so alt wie die Menschheit. Er diente unseren Vorfahren primär dazu, Naturkatastrophen und unverständliche Phänomene erklären zu können.

Von Hugo Stamm | watson/Sektenblog

Heute liefern uns Wissenschaft und Technik schlüssige Antworten auf viele Fragen, die früher mit übersinnlichen oder paranormalen Argumenten begründet wurden.Trotzdem glaubt die Mehrheit der Menschen immer noch an einen Gott oder an Götter.

Der Grund ist meist einfach: Der Glaube ist anerzogen. Kinder sind bekanntlich ahnungslos bezüglich Religionen, Heilslehren, Gott und einem Leben nach dem Tod.

In der abendländischen Kultur werden die meisten Kinder in den christlichen Glauben eingeführt. Für sie werden Gott, Jesus und der Heilige Geist lebendige Figuren, so real wie Vater und Mutter. Kein Kind kommt auf die Idee, dass der christliche Gott möglicherweise eine Fiktion ist und Jesus womöglich nicht der Sohn Gottes, wie ihm die Eltern erklären. Sie können auch die Aussage nicht hinterfragen, dass Maria Jesus unbefleckt empfangen haben soll.

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Nein, wir betreiben keinen Kindersklaven-Ring auf dem Mars – sagt die Nasa

Kolonien auf dem Mars? Gibt es nicht, sagt die Nasa (Symbolbild) © gremlin/Getty Images
Entführt die Nasa Kinder und schickt sie als Sklaven auf den Mars? Nein, sagt die Raumfahrtbehörde und wehrt sich damit gegen Vorwürfe eines ehemaligen CIA-Spions. Der behauptet das bei einer von Donald Trumps Lieblings-Radiosendungen.

stern.de

Verschwörungstheoretiker haben die Nasa schon lange auf dem Kieker, die US-Behörde soll schließlich die Mondlandung gefälscht haben. Aktuell müssen sich die Weltraum-Forscher gegen einen besonders absurden Vorwurf wehren: Die Behörde entführe Kinder und machte sie auf dem Mars zu Sklaven – das behauptet immerhin ein ehemaliger CIA-Spion. Und konnte dabei auf Donald Trumps Ohr hoffen.

Der Ex-CIA-Mann Robert David Steel erzählte die Geschichte nicht irgendwo, sondern in der größten Verschwörungs-Show der USA: „The Alex Jones Show“. Der gleichnamige Moderator betreibt außerdem das rechte Portal „Infowars“. Und Steeles Auftritt war selbst für die ohnehin schon krude Sendung ziemlich irre.

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Die echte AfD-Familie lebt in Arizona

Die Familie auf dem AfD-Bild stammt aus Phoenix in den USA © Pixabay
Die Berliner AfD warb mit einem Foto für die klassische Hetero-Familie und erntete prompt Hohn und Spott, weil auf dem Bild scheinbar zwei gleich alte Frauen und ein Mann zu sehen sind. Das stimmt so aber nicht.

stern.de

Im Bundestag stand am Freitag die historische Abstimmung über die Ehe für alle an: Sie wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen – ein Triumph für alle, die die Ehe auch für Schwule und Lesben in vollem rechtlichen Umfang wollten. Die AfD hingegen ist eine der entschiedensten Gegnerinnen der Ehe für alle, trotz ihrer lesbischen Spitzenkandidatin Alice Weidel, die in einer eingetragenen Partnerschaft mit einer Frau lebt. Also versuchte der Berliner Landesverband der rechtspopulistischen Partei im Vorfeld der Abstimmung, Propaganda für die eigene Sache zu betreiben und für ein traditionelles Familienbild zu werben. Für diesen Zweck twitterte die Berliner AfD ein sogenanntes Stockphoto, um das Familienideal zu illustrieren und schrieb dazu: „Das ist eine Familie.“

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Studie: Solaranlagen umweltschädlicher als Kernkraftwerke?

Ausgediente Elektrogeräte liegen zum Recycling bereit. (Bild: dpa, Julian Stratenschulte)
Nach einer Studie der Umweltschutz-Initiative Environmental Progress verursachen Solarzellen je Einheit produzierter Energie mehr Umweltgift als Kernkraftanlagen.

Von Hans-Peter Schüler | heise online

Wie die Initiative Environmental Progress (EP) auf ihrer Webseite berichtet, verursachen Solarpaneele 300-mal so viel gifigen Abfall per Energieeinheit wie Kernkraftwerke. Produziere man in einem ungenannten Gebiet 25 Jahre lang gleichviel elektrische Energie aus Solar- und Kernkraft und schichte den entstehenden Abfall auf der Fläche eines Football-Felds auf, würde der Nuklear-Abfall die Höhe des schiefen Turms von Pisa erreichen und der Abfall aus Solarpaneelen die Höhe des Mount Everest.

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Egyptian Cleric Says Female Genital Mutilation is Good for the Economy

Sheikh Abd Al-Wahhab Al-Maligi, an Egyptian cleric, appeared on the Al-Seha Wal-Jamal TV channel this past March and argued that female genital mutilation was perfectly fine because there was an economic benefit to it.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

I will talk to you about female circumcision from the medical, religious, economic, and historical perspectives. So lend me your hearts and your ears…

The discussion about female circumcision goes back to the past century. The first time that this subject was debated extensively was in the past century. Who were the first to talk about it? The Jews. They do not want Islam or the Muslims to be pure, develop, and civilized, So they started talking about it. In The Protocols of the Elders of Zion it is written: “We must strive for the collapse of morals, so that it will be easier for us to dominate the world.”

They tell you that female circumcision causes infertility. Says who? How can female circumcision cause infertility?! Egyptian women are circumcised, yet they give birth more than all the other mothers in the world. So how can this cause infertility? It is the uncircumcised women of Europe who are infertile. Allah be praised!

Are there any economic benefits to female circumcision? Yes! What are the economic benefits of female circumcision? Female circumcision is a preventative medical measure. Someone who is uncircumcised will be afflicted with many serious diseases, which we will discuss later, Allah willing. Someone who contracts one of these diseases must spend money, and the state must spend money on his treatment, and so on. But we can save all this money and direct it elsewhere. So this constitutes preventative medicine.

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BAG: Druck auf Kirchenasyl nimmt zu

Zunehmenden Druck bauten aber auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Ausländerbehörden sowie kirchenleitende Gremien auf, die sich das gute Verhältnis zu den politischen Partnern nicht verderben lassen wollten.

evangelisch.de

Der Druck auf das Kirchenasyl und die Schutz gewährenden Gemeinden nimmt nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Asyl in der Kirche zu. Hauptgrund dafür sei die immer restriktivere deutsche und europäische Asylpolitik, sagte die BAG-Vorstandsvorsitzende Dietlind Jochims bei einer bundesweiten Kirchenasylkonferenz am Samstag in Frankfurt am Main. Zunehmenden Druck bauten aber auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Ausländerbehörden sowie kirchenleitende Gremien auf, die sich das gute Verhältnis zu den politischen Partnern nicht verderben lassen wollten. Hinzu kämen die großen finanziellen und persönlichen Belastungen der Flüchtlingshelfer.

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Der IS in den Köpfen

Sayyid Dschamal ad-Din al-Afghani. Bild: wikimedia.org/PD

Der „Islamische Staat“ ist keinesfalls aus dem Nichts heraus entstanden. Er entspringt vielmehr einem Diskurs, der die arabischen Gesellschaften bereits seit einem halben Jahrhundert prägt und lähmt, schreibt der renommierte arabische Publizist Khaled Hroub.

Von Khaled Hroub | Qantara.de

Ein Gespenst geht um in den arabischen Gesellschaften – der Fanatismus. Dieses Gespenst hat viele Gesichter, aber sie alle haben eines gemeinsam: die gedankliche Nähe zum „Islamischen Staat“. Wir können in diesem Zusammenhang von einer latenten „Daeshisierung“ arabischer Diskurse sprechen. („Daesh“ ist eine auf Arabisch gängige Bezeichnung für die Terrormiliz IS). Inzwischen aber erheben sich die Stimmen, die der schleichenden „Daeshisierung“ der Gesellschaft die Stirn bieten wollen.

Der „Islamische Staat“ ist nicht aus dem Nichts heraus entstanden. Sein Gedankengut entspringt vielmehr einer Identitätspolitik, die die gesellschaftlichen, religiösen und politischen Definitionen im öffentlichen Diskurs der arabischen Länder seit einem halben Jahrhundert prägt.

Konservative religiöse Tendenzen eroberten die Moscheen, die Schulen und die Medien. Sie entschieden über Gut und Böse. Sie legten die Maßstäbe und Hierarchien fest, an denen die gesellschaftliche Stellung einer Person und die ihr gebührende Achtung bemessen wurden. All das vollzog sich nicht losgelöst von den geopolitischen Entwicklungen in der Region: Ohne gescheiterte Staatlichkeit und ausländische Einmischungen wäre dieses Szenario nahezu undenkbar gewesen.

Konfessionalisierung des öffentlichen Raumes

Die Wurzeln der heutigen latenten „Daeshisierung“ lassen sich etwa 100 Jahre zurückverfolgen und auf die gescheiterten Reformversuche von Dschamal ad-Din al-Afghani, Muhammad Abduh und Abd al-Rahman al-Kawakibi im 19. Jahrhundert zurückführen.

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Russischer TV-Sender: „Gute Reise, Sodomiten!“- Freiflüge für Schwule in die USA

„Gute Reise, Sodomiten!“ – unter diesem beleidigenden Motto hat ein religiöser russischer Fernsehsender Homosexuellen Freiflüge versprochen, sollten sie sich zur Ausreise entscheiden.

SpON

Die Sendung beginnt mit einem Vorwurf: „Wir werden oft angeklagt, die USA nicht zu mögen und uns aggressiv gegenüber Päderasten zu verhalten“, sagt Moderator Andrej Afanasjew von Tsargrad TV, einem ultrakonservativen orthodoxen Fernsehsender aus Moskau. „Das ist aber nicht so“, beteuert der junge Mann.

Neulich habe doch der US-Bundesstaat Kalifornien, „übrigens der liberalste überhaupt“, den „russischen Perversen“ angeboten, eine Greencard zu bekommen, um den Verfolgungen in Russland zu entgehen. Der Sender unterstütze dies.

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Did Life on Earth Come From Outer Space?

Bild: NASA. Themenbild
Where did life come from? It remains one the biggest questions in biology, and has preoccupied scientists for hundreds of years. The problem, simply put, is that the universe began as a roiling cosmic soup of inanimate matter, but eventually gave rise to a diverse multitude of lifeforms.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

Since the Earth is the only place in the universe where we know for sure that life exists, the search for its origins has historically been limited to terra firma.

Over the last few decades, biologists have increasingly shifted their focus outwards toward the cosmos and wondered: could life on Earth have originated in outer space?

This hypothesis, which dates back a hundred years or more, is known as panspermia. It was first theorized in a scientifically rigorous way by Chandra Wickramasinghe in 1974. Since at least Aristotle, the idea that life must’ve started on Earth was more or less taken for granted in the scientific community, until Wickramasinghe proposed that some dust in interstellar space contained carbon, which would make it organic—a theory he would later prove to be correct.

„There were some ridiculous counter-arguments to the effect that the idea of complex molecules in the interstellar medium is theoretically impossible because of the harsh radiation conditions that prevail,“ Wickramasinghe told me via email. „In recent years it has been impossible to deny the existence of complex organic molecules outside the Earth in interstellar clouds and comets. But there is still an adamant insistence that life on Earth must have started on Earth, even with organic molecules from space being added to a home brewed organic soup.“

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