Ahmet Sik – „Militärputsch verhindert, Junta bekommen“


„Befreit die türkischen Medien“: Demonstranten in Berlin. Foto: imago
Ein türkischer Journalist legte sich mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und dessen Erzfeind Gülen gleichzeitig an. Nun sitzt er im Gefängnis – mal wieder.

Von Stephan Hebel | Frankfurter Rundschau

Wenn Diktaturen ihre Kritiker verfolgen, artet das Ganze nicht selten zur Tragikomödie aus. Nur, dass die Betroffenen auch an den „lustigen“ Stellen nichts zu lachen haben. So wie zum Beispiel Ahmet Sik.

Sik, der als Reporter (unter anderem für die Zeitung „Cumhuriyet“) sowie als Fotograf, Buchautor und Journalismus-Dozent gearbeitet hat, gehört zu den bekanntesten Publizisten der Türkei. Und zu den vielen, die wegen ihrer Aufklärungsarbeit unter fadenscheinigen Anschuldigungen inhaftiert worden sind. Aber er ist vielleicht der einzige von ihnen, den man erst als Kritiker und dann als angeblichen Unterstützer ein und derselben Organisation ins Gefängnis gesteckt hat.

Vor einem halben Jahr, am 29. Dezember 2016, wurde der 46-Jährige zum zweiten Mal in seinem Leben festgenommen. Der Vorwurf: „Propaganda für eine terroristische Organisation“ und „Verunglimpfung der Regierung und der juristischen Organe“ der Türkei. Diesmal soll es (neben der Kurdenorganisation PKK) die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen gewesen sein, die er unterstützt hat.

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