Gleichgeschlechtliche Ehe: Man nennt das Freiheit


Bild: bpb.de
Die jetzt im Bundestag beschlossene „Ehe für alle“ ist nicht das Ende einer Debatte, sondern deren Neuanfang. Denn die Institution Familie hat sich verändert – und der Staat hat nicht darüber zu befinden, was „natürlich“ ist. Ein Kommentar.

Von Jürgen Kaube | Frankfurter Allgemeine

Die staatlich beurkundete Ehe, so wird argumentiert, sei der rechtliche Ausdruck dafür, dass Mann und Frau, die sich zu einer dauerhaften Gemeinschaft verabreden, einen besonderen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Darum stehe sie unter dem Schutz des Staates. In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist von ihr als einer „natürlichen Grundeinheit der Gesellschaft“ die Rede.

Fast alle verfassungsförmigen Ordnungen sprechen dort, wo sie von Ehe sprechen, auch von Familie. Der Schutzanspruch der Ehe ist in den meisten Argumentationen an den Gedanken gebunden, dass Familien soziale Gebilde sind, in denen Kinder gut heranwachsen. Das war schon immer von Einwänden begleitet. Eheschließungen werden nicht dadurch unwirksam, dass Paare keine Kinder haben oder erklären, keine haben zu wollen. Die staatliche Begünstigung der Ehe, etwa die fiskalische, fällt nicht aus, wenn Kinder ausbleiben. Männer und Frauen können die Ehe eingehen, ohne sich medizinischen Tests unterziehen zu müssen, ob von ihnen Kinder überhaupt zu erwarten sind.

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