Kampf gegen Sexismus: Geschlechterneutral und politisch korrekt


Fließende Gendergrenzen: Eine Kunstausstellung zeigt Fotos der französischen Fotografin Bettina Rheims von androgynen Frauen und Männern. Bild: Daniel Naupold/pa
Auch der Kampf gegen die Diskriminierung von Geschlechtern trägt den Keim ideologischer Indoktrination in sich.

Von Stefan Richter | shz.de

Die Diskriminierung der Geschlechter, von Menschen unterschiedlicher Hautfarbe oder Religion, von Behinderten und Angehörigen bestimmter sozialer Gruppen hängt ganz wesentlich vom Menschenbild ab. Ideologien spielen dabei eine Rolle, Kultur und Erziehung oder die Religion. Männer geben meist den Ton an. Christus und seine Jünger sind ebenso männlich wie der Koran frauenfeindlich. Werden die Aussagen des Propheten Mohammed so ausgelegt, wie dies viele Muslime tun, werden Männer nach einem wohlgefälligen Leben im Paradies mit 72 Jungfrauen belohnt. Sexismus pur.

Das Beispiel zeigt, welche Bilder durch Köpfe geistern. Es kommt nicht nur darauf an, was gesagt oder geschrieben wird, sondern auch darauf, wie es die Empfänger aufnehmen. Denn tatsächlich wird im Koran nichts über Sexualität im Paradies gesagt. Muslime, die mit den versprochenen 72 „Huri“ eine sexuelle Belohnung verbinden, haben vor allem Geschlechterstereotype vor Augen. Kapitalismus, Faschismus und der Kommunismus haben ebenso Menschenbilder geprägt, die für Unterdrückung, Ausbeutung, Ausgrenzung und Diskriminierung stehen. Sklaven waren einst „Handelsware“, so wie die Näherinnen in Bangladesch und anderswo bis heute von westlichen Unternehmen ausgenutzt werden.

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