Abstammungsrecht soll reformiert werden


Samen- und Embryospende, lesbische Eltern, Leihmutter: Abstammung und Familienkonstellation ist heute nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Das muss auch das deutsche Recht aufgreifen, fordern Experten in einem Bericht für Justizminister Maas.

evangelisch.de

Ein vom Bundesjustizministerium eingesetzter Expertenkreis hat Änderungen im deutschen Abstammungsrecht empfohlen. In seinem Abschlussbericht, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, schlägt er eine „moderate Fortentwicklung“ fort, um Rechtssicherheit zu gewährleisten und angemessene Regelungen auch für solche Familien zu finden, die nicht in klassischen Konstellationen mit verheirateten Eltern zusammenleben oder in denen Kinder durch Samen- oder Embryospende entstanden sind. Der Bericht soll am Dienstag offiziell an Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) übergeben werden.

Insgesamt legt der „Arbeitskreis Abstammungsrecht“, der vor zwei Jahren von Maas eingesetzt wurde, 91 Empfehlungen für eine Gestaltung des Abstammungsrechts vor, das nach Auffassung der Experten aber nicht mehr so heißen soll. Sie plädieren für den Begriff „rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung“, da der Begriff zu Unrecht suggeriere, dass es nur um genetisch miteinander verwandte Personen geht.

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