Merkels Flüchtlingsexperte hat einen Plan – doch den will niemand hören


Themenbild. dpa
Gerald Knaus ist der Mann, der das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei entwarf. Jetzt droht auf der Mittelmeerroute die nächste Katastrophe. Knaus hat einen neuen Plan und verspricht „dramatisch einbrechende“ Flüchtlingszahlen. Nur hören will auf ihn noch niemand.

Von Petra Gasslitter | stern.de

Anfang 2016 hatte die EU ein Problem und Gerald Knaus hatte den Plan. Zu lange schon hatten die Europäer zugesehen, wie sich tausende Flüchtlinge in der Türkei in Schlauchboote setzten, wie sie über die Agäis schipperten, wie sie in Seenot gerieten, wie sie hilflos in den Fluten ertranken. Am anderen Ende des Meeres, in den großen Hallen in Brüssel, Paris, Rom und Berlin: ebenso Hilflosigkeit. Die EU hatte keinen Plan, wie sie dem täglichen Drama an ihren Küsten Herr werden solle. Den Plan hatte der europäische Think-Tank „Europäische Stabilitätsinitiative“ (ESI). Dessen Vorsitzender Gerald Knaus gilt als sein Architekt. Das EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen trat am 20. März 2016 in Kraft. Seitdem kommen, bei aller berechtigten Kritik an den Aufnahmeinrichtungen in Griechenland, kaum noch Flüchtlinge über die Türkei nach Europa.

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