G20-Gipfel: Wenn Kirche in der Sicherheitszone liegt


© Bild: picture alliance/ZUMA Press
In Hamburg herrscht während des G20-Gipfels der Ausnahmezustand. Die Pfarrei St. Joseph liegt in der Sicherheitszone. Katholisch.de hat mit Pfarrer Karl Schultz über Krawalle und Gebet gesprochen.

Von Johanna Heckeley | katholisch.de

Herr Schultz, Ihre Pfarrei St. Joseph liegt im Hamburger Schanzenviertel – genau der Stadtbezirk, der gerade wegen den gewalttätigen Demonstrationen von G20-Gegnern in den Schlagzeilen ist. Wieviel bekommen Sie und Ihre Gemeinde davon mit?

Karl Schultz: Wir selbst hatten zwar noch kein brennendes Auto vor der Kirche, aber ein paar hundert Demonstranten. Das war schon heftig und hatte mit „normalen“ Demonstrationen nichts mehr zu tun.

Frage: Wie können Sie zurzeit noch Ihrer Arbeit nachgehen?

Schultz: Die eigentliche Demonstrationsnacht war ja in der Nacht auf Freitag. Zu dieser Zeit arbeite ich für gewöhnlich nicht. Der Gottesdienst am Donnerstag musste ausfallen, weil das Gebiet abgesperrt war. Es gibt diese Beeinträchtigungen, weil unser gesamter Stadtteil, also auch das Territorium unserer Gemeinde, zur Sicherheitszone gehört. Das Schanzenviertel ist gleich zweimal betroffen: Einmal davon, dass sich die Linksradikalen im Viertel treffen – aber das tun sie auch sonst, zum Beispiel an jedem ersten Mai. Und dann davon, dass das Zentrum der Verhandlungen, also das Messegelände, nicht weit von hier entfernt ist. Daher gibt es hier eine hohe Polizeipräsenz. Zwar müssen wir nicht unsere Ausweise vorzeigen, wenn wir zur Kirche wollen. Aber es verändert die Atmosphäre, wenn an jeder Ecke zwei Polizisten stehen. Das verunsichert ein wenig, weil man das nicht gewohnt ist. Es ist eben eine Ausnahmesituation.

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