„Über die Würde des Menschen“


Portrait des italienischen Philosophen Giovanni Pico della Mirandola (1463-1494). (imago / Leemage)
Viele nennen ihn nur Pico. Er hat vor mehr als 500 Jahren das humanistische Denken geprägt. Im Vorfeld der Reformation sah Pico della Mirandola im Menschen „ein großes Wunder“, während Theologen wie Luther von der Erbsünde sprachen. Aber worin besteht für Pico die Würde des Menschen?

Von Astrid Nettling | Deutschlandfunk

„Verehrte Väter! In arabischen Schriften habe ich Folgendes gelesen: Man fragte einmal den Sarazenen Abdalas, was es auf dieser irdischen Bühne als das am meisten Bewunderungswürdige zu sehen gebe. Darauf antwortete jener, nichts Wunderbareres als den Menschen. Dieser Ansicht pflichtet auch das Wort des Merkurius bei: Ein großes Wunder, o Asclepius, ist der Mensch.“

Mit diesen Lobesworten beginnt der junge Gelehrte Giovanni Pico aus dem Geschlecht der Grafen von Mirandola und Concordia seine berühmte „Rede über die Würde des Menschen“. Die 1486 verfasste Rede soll eine öffentliche Disputation einleiten, die der 23-Jährige für das folgende Jahr plant. Auf eigene Kosten will er dazu Gelehrte aus ganz Europa nach Rom einladen. In Anwesenheit des Papstes und des Kardinalskollegiums sollen die Gelehrten einträchtig danach suchen, wie ihre philosophischen und theologischen Schulstreitigkeiten überwunden werden könnten.

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