Kein zweites Gehirn im Bauch


Bild: Herder-Verlag

Wir wissen noch sehr wenig darüber, wie das Nervengeflecht des Verdauungssystems (das „enterische Nervensystem“) funktioniert, soviel macht dieses Buch klar. Der Psychologe Paul Enck, der klinische Neurogastroenterologe Thomas Frieling und der Humanbiologe Michale Schemann sind Experten auf dem Gebiet des „Bauchhirns“, wie sie es selbst nennen. Doch der Begriff wirkt nach der Lektüre wie eine unzulässige Verkürzung.

Von Eva Eismann | Spektrum.de

Viel schreiben die Autoren vom Fressen und Gefressenwerden; von den Bewegungen des Verdauungskanals, die Nahrung von einem Ende des Körpers zum andern befördern; von Funktionsstörungen im Gastrointestinaltrakt und dem Wirken der Bakterien in unserem Darm. Und sie tun das an vielen Stellen mit einfachen Worten, mit Zitaten aus der Popkultur und mit faszinierend unappetitlichen Episoden, unter anderem aus ihrem eigenen Forscherleben. Dass Paul, Thomas und Michael – wie sie sich selbst nennen – von ihrer Arbeit und ihrem Thema begeistert sind, ist offenkundig. Was sonst könnte Wissenschaftler dazu verleiten, sich gegenseitig mit Sensorhandschuhen am Schließmuskel zu untersuchen? Ihr Fazit des Experiments: „Am Ende eines langen Tages tat dem Forschungsteam nicht nur der Finger weh…“!

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