IS-Milizen fliehen aus Mossul


Ein Scharfschütze der irakischen Armee blickt auf Mossul. Foto: Ahmad al-Rubaye/afp
Die irakischen Truppen sollen die ehemalige IS-Hochburg Mossul vom sogenannten Islamisten Staat befreit haben. Doch der IS ist damit nicht am Ende. Experten erwarten, dass sich die Milizen neu formieren.

Von Martin Gehlen | Frankfurter Rundschau

Die letzten Gotteskrieger versuchten noch, sich unter die Flüchtlinge zu mischen. Andere Versprengte wurden erschossen, als sie sich durch den Tigris zum anderen Ufer retten wollten. Die Straßen von Mossul gehörten am Sonntag den jubelnden irakischen Soldaten und Polizisten, die Freudensalven in die Luft feuerten, während der Leichengestank bei 50 Grad durch die Trümmergassen waberte.

Nach acht Monaten erbitterter Gefechte verkündete die irakische Armeeführung den Sieg über den „Islamischen Staat“. Doch der Triumph ist teuer erkauft. Ein Drittel des historischen Westteils von Mossul mit der Altstadt liegt in Trümmern. Ihre beiden Wahrzeichen, die Al-Nuri Moschee und das schiefe Minarett, jagte der IS noch kurz vor seiner Kapitulation in die Luft. „Das sieht ja aus wie Dresden“, hörten Augenzeugen einen US-Offizier murmeln, als er durch die Ruinenlandschaft tourte.

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