Betreiber von „kreuz-net.at“ muss wegen Verhetzung vor Gericht

„kreuz.net“ und darunter „kreut-net.info“ Bild: stoppt die rechten.at
In einem Bericht war unter anderem Syphilis „als Gottes Strafe für Homo-Unzüchtler“ bezeichnet worden.

msn.nachrichten/kurier.at

Der Betreiber des umstrittenen Internetportals „kreuz-net.at“ wird am 25. Juli wegen Verhetzung am Wiener Landesgericht für Strafsachen zur Verantwortung gezogen. Zur Anklage gebracht wurde von der Staatsanwaltschaft ein im Dezember 2015 publizierter Beitrag mit wüsten Ausfällen gegen Homosexuelle. Unter anderem war davon die Rede, Syphilis sei „Gottes Strafe“ für „Homo-Unzüchtler“.

Das Internetportal, das auch unter „kreuz-net.info“ abrufbar war bzw. ist, nimmt für sich in Anspruch, „katholische Nachrichten“ zu verbreiten. Wiederholte antisemitische und homophobe Beiträge hatten bereits 2013 den heimischen und den deutschen Verfassungsschutz auf den Plan gerufen. Die Staatsanwaltschaft Wien nahm schließlich Ermittlungen auf.

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Menschenrechtsgericht: Verschleierungsverbot für Demokratie „notwendig“

In Belgien gilt seit Mitte 2011 ein Gesetz, das es untersagt, im öffentlichen Raum Kleidung zu tragen, die das Gesicht teilweise oder ganz bedeckt. – APA/AFP/MENAHEM KAHANA
Zwei Musliminnen hatten gegen ein Vollverschleierungsverbot in Belgien geklagt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärt das seit 2011 geltende Gesetz rechtmäßig.

Die Presse.com

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat das in Belgien geltende Verbot der Vollverschleierung – Stichwort „Burkaverbot“ – für rechtmäßig erklärt. Ein solches Verbot sei „für eine demokratische Gesellschaft notwendig“, urteilten die Richter am Dienstag in Straßburg. Die „Rechte und Freiheiten“ von Dritten würden damit geschützt.

In Belgien gilt seit Mitte 2011 ein Gesetz, das es untersagt, im öffentlichen Raum Kleidung zu tragen, die das Gesicht teilweise oder ganz bedeckt. Verstöße können mit einer Geldstrafe und mehreren Tagen Haft betraft werden. Bereits 2008 hatten drei Gemeinden Satzungen mit ähnlichen Verboten erlassen. Dagegen wehrten sich zwei Musliminnen, die aus religiösen Gründen einen Gesichtsschleier (Nikab) tragen. Sie sahen sich diskriminiert und ihre Religionsfreiheit sowie Privatsphäre verletzt.

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Katholische Universität: Atheisten sind weniger tolerant als religiöse Menschen

Religiöse Menschen sind toleranter als Atheisten, was die Standpunkte anderer angeht. Das zeigt eine Studie der Katholischen Universität von Löwen (Belgien).

CNA

Der wissenschaftlichen Studie liegen Interviews mit 788 Personen unterschiedlichen Glaubens in England, Frankreich und Spanien zugrunde.

Obwohl viele Atheisten weniger geneigt sind, die Sichtweisen anderer zu akzeptieren, halten sie sich selbst für die Tolerantesten.

Die religiösen Menschen „scheinen unterschiedliche Ansichten besser zu integrieren“, erklären die Forscher des Fachbereichs Psychologie der Universität.

Mentalität ist entscheidend

Filip Uzarevic, einer der Urheber der Studie, sagte, dass es engstirnige Personen eben keineswegs nur unter religiösen Menschen gebe und dass diese Studie bewiesen habe, dass „die Beziehung zwischen diesen beiden Aspekten einzig und allein von der Mentalität der Person abhängt.“

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Wenn der Attentäter Muslim ist, berichten Medien fünfmal so häufig

Bild: heise.de/tp
Eine amerikanische Studie zeigt: Medien berichten wesentlich häufiger, wenn der Täter Muslim ist, obwohl Rechtsextremisten in den USA deutlich mehr Anschläge begehen

Von Fabian Köhler | TELEPOLIS

Als Darren Osborne in der Nacht vom 19. zum 20. Juni sein Auto in eine Menschenmenge steuerte, war es für die Bewohner Londons bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass Extremisten mit Fahrzeugen auf Menschenjagd gingen. Doch obwohl auch der Angriff auf Muslime vor der Londoner „Finsbury Park-Moschee“ wie die Anschläge zuvor tödlich endete und die britische Regierung den Angriff als Terroranschlag einstufte, war diesmal etwas anders.

Anders als die islamistischen Auto-Anschläge vom 22. März und 4. Juni schaffte es Islamhasser Osborne nicht in Vollformat auf die Titelseiten britischer Medien, vielen britischen Zeitungen war der Anschlag Osbornes lediglich eine Schlagzeile unter vielen wert.

Der Frage, wie sich die mediale Berichterstattung über islamistische und nicht-islamistische Anschläge unterscheidet, sind nun zwei amerikanische Kommunikations- und Terrorismus-Forscher nachgegangen. Mit Blick auf die Berichterstattung in den USA haben sie Anschläge und Medienberichte ausgewertet und kamen zu einem eindeutigen Ergebnis: Über Attentäter, die als muslimisch gelten, werde 449 Prozent häufiger berichtet als über nicht-muslimische Attentäter.

Verantwortlich für die Untersuchung sind Erin M. Kearns, Konfliktforscher an der Georgia State University und Anthony Lemieux, Professor für „Global Studies and Communication“, ebenfalls an der Georgia State University. Für ihre Studie haben sie sämtliche Terroranschläge in den USA zwischen 2011 und 2015 ausgewertet. Dabei haben sich die Forscher an der Terrorismus-Definition des amerikanischen Heimatschutz-Ministeriums und dessen „Global Terrorism Database“ orientiert.

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Reformationsjubiläum ‚Pleite des Jahres‘?

Die Besucherzahlen fast aller kirchlichen Großveranstaltungen seien weit hinter den Voraussagen zurückgeblieben.

kath.net

Das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ droht zur „Pleite des Jahres“ zu werden. Diese Befürchtung wird in einem Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) geäußert wie idea berichtet. Offensichtlich gibt es auf die großangelegten Feiern viel weniger Resonanz als von den Kirchen erwartet.

Die Besucherzahlen fast aller kirchlichen Großveranstaltungen seien weit hinter den Voraussagen zurückgeblieben. Zur zentralen viermonatigen „Weltausstellung Reformation“ in der Lutherstadt Wittenberg – sie ist auf eine halbe Million Besucher ausgelegt – seien nach knapp vier Wochen nur 40.000 gekommen.

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Petition gegen männliche Bademeister in Frauenbad – Vorwärts in die Vergangenheit

Im Schwimmbad Foto: epd-bild / Thomas Lohnes
Mit einer Online-Petition wehren sich knapp mehr als 780 Unterstützerinnen und Unterstützer gegen den Einsatz von männlichem Badepersonal in der Frauenabteilung des Freiburger Lorettobads.

Frankfurter Rundschau

„Schaffen Sie das reguläre männliche Badepersonal im Damenbad Freiburg wieder ab!“, heißt es von der „Initiative Frei(burg)schwimmer*innen“ auf der Seite der Online-Petition am Dienstag. Die neue Regelung, regulär männliches Aufsichtspersonal im Loretto-Damenbad einzusetzen, führe das Konzept „Damenbad“ ad absurdum.

Medienberichten zufolge hat die Stadt Freiburg im Damenbad auch schon männliche Bademeister eingesetzt, weil es nicht genügend weibliche Fachkräfte gibt. Einige Besucherinnen hätten die Studentinnen, die vorher gelegentlich als Bademeisterinnen eingesetzt wurden, nicht als Autoritätsperson anerkannt.

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Pass gefunden: Amri hätte abgeschoben werden können

Der Freund teilte Amri demnach mit, dass er dessen Reisepass in der Moschee gefunden habe

derStandard.at

Der Berliner Weihnachtsmarktattentäter Anis Amri hat nach einem Pressebericht womöglich doch ein tunesisches Ausweisdokument besessen, das seine frühzeitige Abschiebung hätte ermöglichen können. Das berichtete die „Welt“ am Dienstag.

Amri war in Deutschland unter vielen verschiedenen Falschidentitäten registriert. Seine Abschiebung scheiterte mehrfach daran, dass die tunesischen Behörden die nötigen Papiere nicht vorlegten. Die „Welt“ berichtete nun, dass Amri womöglich doch über einen tunesischen Reisepass verfügt hatte. Die Zeitung berief sich auf ein vom Berliner Landeskriminalamt (LKA) nun ausgewertetes Telefonat im April 2016 zwischen Amri und einem Bekannten.

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Israel nimmt sieben Verdächtige im U-Boot-Deal fest

© dpa Ein U-Boot der Dolphin-Klasse in einer Werft in Kiel – es wurde bereits an Israel übergeben.
Israel hat deutsche U-Boote gekauft. Seit einiger Zeit ermitteln die Behörden mit Verdacht auf Korruption. Nun hat es die ersten Festnahmen gegeben.

Frankfurter Allgemeine

Die israelische Polizei hat im Zuge der Korruptions-Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Kauf deutscher U-Boote sieben Personen festgenommen. Darunter befinde sich auch Miki Ganor, israelischer Vertriebspartner von Thyssen Krupp Marine Systems, bestätigte die Polizei an diesem Dienstag.

Ganor wird von David Schimron vertreten, der auch persönlicher Rechtsberater von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist. Die Festnahmen seien unter anderem wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Betrug erfolgt, sagte ein Sprecher. Drei der Verdächtigen befänden sich mittlerweile unter Hausarrest.

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Wie Hypnose unsere Wahrnehmung manipuliert

Hypnose beeinflusst messbar unsere Wahrnehmung: Die hypnotische Suggestion einer Sichtblockade hemmt die Verarbeitung von Sehreizen. © sb-borg/ thinkstock
Faszinierender Effekt: Forscher haben entschlüsselt, wie die Hypnose unsere Sinneswahrnehmung verändert. Demnach blockiert eine hypnotische Suggestion zwar nicht das Registrieren eines Reizes, wohl aber dessen weitere Verarbeitung im Gehirn. Das enthüllten Hirnstrommessungen bei hypnotisierten Probanden. Durch diese Blockade der Verarbeitung dringen Wahrnehmungen dann nicht bis ins Bewusstsein vor, wie die Forscher im Fachmagazin „Scientific Reports“ erklären.

scinexx

Hypnose galt lange als fauler Zauber und unseriöser Jahrmarktstrick. Doch inzwischen hat sich das Bild gewandelt. Studien belegen, dass Hypnose nachweisbare Veränderungen im Gehirn bewirkt. Dies wiederum kann dazu beitragen, dass Menschen beispielsweise beim Zahnarzt weniger Schmerzen empfinden oder besser schlafen können. Doch wie genau die Hypnose unser Denken und Fühlen beeinflusst, ist bisher erst in Ansätzen erforscht.

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Zwei Jahre Haft für Menschenrechtler in Bahrain

Nabil Rajab ist das bisher prominenteste Opfer der Justiz in Bahrain. (Bild: Hamad Mohammed / Reuters)
In Bahrain ist der Menschenrechtler Nabil Rajab zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er erfrechte sich, mit Journalisten zu sprechen. Ihm drohen demnächst weitere, hohe Strafen.

Von Ulrich Schmid | Neue Zürcher Zeitung

Ein Gericht in Manama hat den bekannten Menschenrechtsaktivisten Nabil Rajab wegen «Veröffentlichung und Verbreitung von Gerüchten und Falschmeldungen» zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Rajab ist Gründer und Chef des Bahrainer Zentrums für Menschenrechte und das prominenteste Opfer der bahrainischen Justiz, die seit der blutigen Niederschlagung der sozialen Proteste im Zuge der «Arabellion» 2011 rigoros gegen jegliche Opposition im Land vorgeht. Rajab, hiess es in der Urteilsbegründung, habe durch Fernsehinterviews im Jahre 2015 das «Prestige des Königreichs» untergraben.

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Leipziger Polizei erklärt den Koran per Pressemitteilung

Polizei © re-ality auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Einen Fall von häuslicher Gewalt in einer syrischen Familie nahm die Leipziger Polizei zum Anlass, eine Pressemitteilung über das Frauenbild im Koran zu verfassen. Als Tatzeitpunkt gab die Polizei „wohl tagtäglich“ an. Titel: „Artikel 3 und 4 Grundgesetz vs. Sure 4:34“.

MiGAZIN

Die Leipziger Polizei hat am Montag mit einer ungewöhnlichen Pressemitteilung für Aufsehen gesorgt. Unter der Überschrift „Artikel 3 und 4 Grundgesetz vs. Sure 4:34“ wird ein Fall häuslicher Gewalt bei einem syrischen Ehepaar zum Anlass genommen, in einer längeren Abhandlung über das vermeintliche Frauenbild im Islam zu philosophieren. Da heißt es unter anderem, abgesehen vom allgemein rückständigen Frauenbild in weiten Gesellschaftsteilen des arabischen Sprachraums wende ein Muslim die Gewalt gegen seine Ehefrau nicht zuletzt auf religiöser Basis an, auch wenn ihm der Koran hierbei kein schrankenloses Züchtigungsrecht einräume.

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Antarktis: Riesen-Eisberg kurz vor dem Abbruch

Veränderungen des Eisflusses auf dem vom Riss abgetrennten Stück des Larsen-C-Schelfeises © MIDAS Project
Es kann jeden Moment passieren: Das Larsen-C-Schelfeis in der Antarktis steht kurz vor dem Zerbrechen – und könnte dann einen der größten Eisberge der Erde kalben. Nur noch fünf Kilometer Eis halten die knapp 6.000 Quadratkilometer große Eisfläche fest. Eisforscher erwarten daher jederzeit den endgültigen Abbruch des 190 Meter hohen Tafeleisbergs. Ob dieser dann ganz bleibt oder in viele Stücke zerbricht, ist bisher offen.

scinexx

Schon seit 2015 bahnt sich an der Ostküste der antarktischen Halbinsel ein dramatisches Ereignis an: Ein knapp 100 Meter breiter Riss bildete sich damals im Eis des Larsen-C-Schelfeises und wuchs immer weiter in die Länge. Im Mai 2017 war das Rissende bereits bis auf 20 Kilometer an die Eiskante herangekommen und hatte sich zudem gegabelt.

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„Höchste Konzentration von extremistischen und terroristischen Gruppen in der Welt“

Der Islamische Staat macht sich in Afghanistan breit. Bild: heise.de/tp
Ein Pentagon-Report macht den Hauptschuldigen für das Scheitern in Afghanistan aus: Pakistan

Von Dirk Eckert | TELEPOLIS

Bald 16 Jahre ist es jetzt her, dass die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten das Taliban-Regime in Afghanistan gestürzt haben. Auch Deutschland beteiligte sich mit Soldaten an dem Einsatz, der das Land von der Herrschaft der Gotteskrieger befreien sollte. Man muss kein Afghanistan-Experte sein, sondern nur mal ab und zu die Nachrichten anschalten, um zu wissen: Das hat bis heute nicht funktioniert. Ohne alliierte Unterstützung könnte sich die Regierung in Kabul wohl nicht lange halten, das Land würde wahrscheinlich schnell zurück an islamistische Milizen fallen.

Aber warum ist das so? Die Frage stellen sich natürlich auch Militärs. Das Pentagon kommt in einem neuen Bericht an den Kongress zu einem eindeutigen Befund: Zwar gebe es natürlich viele Ursachen für das bisherige Scheitern. Der größte Einzelfaktor ist jedoch Pakistan, weil Aufständische dort einen Rückzugsraum hätten. „Afghanistan sieht sich immer noch einem extern ermöglichten und unverwüstlichen Aufstand gegenüber“, heißt es dort.

Der Report zählt „nicht weniger als 20 aufständische und terroristische Netzwerke“. Darunter seien neben den Taliban das Haqqani-Netzwerk und Al-Qaida. Und als wäre das alles noch nicht genug, hat jetzt auch noch der Islamische Staat eine Zelle in Afghanistan etabliert. Der Report spricht von der „höchsten Konzentration von extremistischen und terroristischen Gruppen in der Welt“.

Und die Streitkräfte, die Afghan National Defense and Security Forces (ANDSF), seien zwar in der Lage, auf Taliban-Angriffe zu antworten. Aber: „Während die ANDSF in städtischen Gegenden Erfolg hatten, haben die Taliban erfolgreich einige ländliche Gebiete kontrolliert. Sie besetzten befreite Gebiete, nachdem die ANDSF es nicht geschafft hatte, ihre Erfolge zu konsolidieren und eine dauerhafte Präsenz zu etablieren.“

Der Report entspricht dem, was General Joseph Votel vom U.S. Central Command im März vor dem Senate Armed Services Committee (SASC) aussagte: Die Möglichkeit für Aufständische, sich nach Pakistan zurückzuziehen, bedrohe die gesamte Operation. Und auch General John Nicholson, der US-Befehlshaber in Afghanistan, sagte im Februar aus, der „Hauptfaktor, von dem unser Erfolg abhängt“, sei es, „externe Schutzräume und Unterstützung für die Aufständischen zu eliminieren“.

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Jemen versinkt weiter in Not

Eine Mutter mit ihren vier an Cholera erkrankten Kindern in Sana’a. Bild: UNICEF Yemen/2017/Madhok
Über 300.000 Menschen sind bereits an Cholera erkrankt, Millionen haben zu wenig Nahrung, das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Seit Wochen wütet im Jemen die Cholera, die im Oktober des letzten Jahres Fuß gefasst hat. Schon bald hatten Hilfsorganisationen vor einer drohenden Epidemie gewarnt, aber die Weltöffentlichkeit lässt das Land und den Konflikt alleine.

Die Versorgung vieler Menschen ist auch aufgrund der Blockade nicht mehr gewährleistet, der Krieg und die saudischen Bombardierungen haben viele medizinische Einrichtungen und Krankenhäuser sowie die Infrastruktur zerstört. Nach dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) sind mittlerweile mehr als 300.000 Menschen in dem verarmten Land an Cholera erkrankt, 1 Prozent der Bevölkerung, jeden Tag kommen 7000 neue Kranke hinzu. In manchen Bezirken ist die Infektionsrate wie in der Hauptstadt Sanaa auf 20 Prozent gestiegen, so die WHO am Samstag.

Zwar hat sich die Wachstumsrate der Infektion auf 2 Prozent halbiert und hat sich in den am schlimmsten betroffenen Gebieten verlangsamt, aber es kommen in anderen Gebiete neue Ausbrüche hinzu. Am schwersten betroffen sind die westlichen Gebiete im Jemen, die von den Huthi-Rebellen und Soldaten, die dem früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh treu geblieben sind, kontrolliert und von der saudischen Koalition bombardiert werden. Fast 50 Prozent der Infizierten sind Kinder.

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Videokünstler freigesprochen Liegestütze auf dem Altar

© DPA Der Künstler Alexander Karle macht für sein Kunstprojekt „Pressure to Perform“ Liegestütze auf dem Altar der katholischen Kirchengemeinde St. Johann in Saarbrücken.
Das Landgericht Saarbrücken spricht den Videokünstler Alexander Karle frei. Für eine Kunstaktion ist der 39-Jährige in eine Saarbrücker Kirche eingebrochen, um Liegestütze auf dem Altar zu machen.

Frankfurter Allgemeine

Wer auf den Altar einer katholischen Kirche klettert, darauf 28 Liegestütze macht und einen Videofilm der Aktion öffentlich zeigt, macht sich nicht wegen Störung der Religionsausübung strafbar. Zu dieser Einschätzung ist am Montag das Landgericht Saarbrücken in einem Berufungsprozess gekommen. Es hob damit das Urteil des Amtsgerichts vom Januar gegen den Videokünstler Alexander Karle auf, der für diese Aktion zu einer Geldstrafe von 700 Euro verurteilt worden war. Anders als die Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht betrachtete die Kammer die Aktion von Karle (39) als Ausübung seiner künstlerischen Tätigkeit und nicht als „beschimpfenden Unfug“.

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‘God, The Official Autobiography of The Hidden Years’

‘God, The Official Autobiography of The Hidden Years’ was originally etched into a smooth patch of Arizona cliffs with a scrupulous and lush hand. The handwriting was none other than that of the Deity, who decided in some antique moment to record God’s earliest recollections.

By J. H. McKenna | HUMANIST Plus

Here then are the opening lines of God’s autobiography:

First  Memory
My genuine earliest memory is the awakening of my senses all at once. I saw blackness. I smelled burning orbs. I tasted the honeycombed luxury of my tongue. I felt the delicate surface of my being. I heard a vast stillness. My interior life commenced with my sensual arousal. And by interior life I mean my intellectual life.

First  Thought
My first thought, so far as memory permits, was as follows. I thought taste supersedes smell, smell supersedes touch, touch supersedes vision, and vision supersedes hearing. I have since reevaluated these in almost reverse order.

First  Word
I was immediately aware that I was using words to think these thoughts (though the origins of words in me is as mysterious to me as my coming to be). The first word I recall saying aloud was GOSTOSO. How I was able to utilize the Portuguese word for  TASTY  I’ll never know. My facility with language is inscrutable, even to me. Note too that the language you are reading me in right now is not my first.

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Kohlenstoff beim Tunneln ertappt

Auch Kohlenstoffatome können sich wie eine Welle verhalten und eine Barriere durchtunneln © agandrew/ thinkstock
Quanteneffekt nachgewiesen: Kohlenstoffatome sind nicht nur Teilchen, sie können sich auch wie eine Welle verhalten. Dadurch können auch sie eine Energiebarriere durchtunneln, wie nun ein Experiment demonstriert. Bei diesem lagerten sich Kohlenstoffatome in einem komplexen Ringmolekül um, obwohl ihnen dafür eigentlich die Energie fehlte. Nur der Quanteneffekt des Tunnelns könne dies daher ermöglicht haben, so die Chemiker.

scinexx

Die Welt der kleinsten Teilchen folgt ganz eigenen Regeln. So lassen sich im Gegensatz zur Makrowelt der Zustand und Aufenthaltsort eines Quantenteilchens nicht immer eindeutig festlegen. Ein Photon beispielsweise kann sich je nach Situation mal wie eine Welle verhalten, mal wie ein festes Teilchen. Aus der Heisenbergschen Unschärfe-Relation ergibt sich zudem, dass sich der konkrete Aufenthaltsort eines Teilchens meist nur als Aufenthaltswahrscheinlichkeit schätzen lässt.

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42 Mitarbeiter von zwei Istanbuler Universitäten festgenommen

Die türkische Polizei geht erneut gegen Akademiker vor. 42 Universitätsangestellte werden festgenommen, darunter ein bekannter Regierungskritiker. Sie sollen Verbindungen zur Gülen-Bewegung haben.

Neue Zürcher Zeitung

Die türkischen Behörden gehen trotz einer Grosskundgebung der Opposition für Gerechtigkeit gegen Akademiker vor. 42 Mitarbeiter von zwei Istanbuler Universitäten wurden am Montag festgenommen, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtete. Unter ihnen befindet sich der regierungskritische Politikwissenschafter Koray Caliskan, der an der bekannten Bogazici Universität lehrt. Insgesamt habe die Staatsanwaltschaft die Festnahme von 72 Universitätsmitarbeitern angeordnet.

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Peinliche Fragen an homosexuelle Asylbewerber

Demonstration gegen schwulenfeindliche Gesetze in Uganda. (Foto: Dai Kurokawa/dpa)
  • Der Schwulen- und Lesbenverband (LSVD) und Asylexperten kritisieren den Umgang der Behörden mit homosexuellen Asylsuchenden scharf.
  • Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hätten diesen Fragen zu Themen gestellt, die das Amt nichts angingen.
  • Der Grüne Volker Beck sagt, die „Missachtung asylrechtlicher Vorgaben“ habe System.

Von Bernd Kastner | Süddeutsche.de

Da feiert die schwul-lesbische Community gerade ihre neuen Eherechte, und zugleich wird bekannt, welche Fragen sich ein Schwuler unlängst in einer deutschen Behörde stellen lassen musste: „Wie oft hatten Sie mit Ihrem Freund Geschlechtsverkehr?“ „Wie haben Sie den Verkehr empfunden?“ Ein Asylbewerber aus Pakistan sollte die Antworten geben, im November 2016, als es für ihn darum ging, ob er Schutz in Deutschland erhält.

Der betreffende Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge(Bamf) habe Details wissen wollen, die das Amt nichts angingen und nichts zur Sache täten, kritisieren Vertreter der schwul-lesbischen Community und Asylexperten. Markus Ulrich vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) erkennt beim Umgang mit Asylgesuchen von Homosexuellen ein „strukturelles Problem“.

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Nearly Half of the Most Popular Websites Use the Same Software to Track You Around the Internet

Image: Shutterstock Remix by Louise Matsakis YOU’RE BEING FOLLOWED
Third-party tracking software is increasingly is controlled by only a handful of companies.

By Louise Matsakis | MOTHERBOARD

When you surf around on the internet, you’re not the only one collecting information. While you check out various web pages, web trackers gather data about you, often without your consent.

Trackers have plenty of legitimate functions, for instance, „cookies“ keep you logged into websites. They’re what prevent you from needing to reenter your username and password every time you load a website.

The problem is that most companies don’t build their own tracking tools, and instead rely on ones developed by third parties, meaning a small number of corporations have an enormous amount of data about our browsing habits. A handful of companies, like Google, CloudFront (owned by Amazon), and Optimizely, make by far the most popular tracking tools on the internet.

A new study published by independent researcher Sarah Jamie Lewis onMascherari Press shows just how consolidated internet tracking has become.

 The study scraped 1000 of the most popular websites on the internet—including everything from Harvard.edu to the dating site for people looking to have an affair AshleyMadison.com—and counted how many third-party trackers each used. What Lewis found was that many of the internet’s most popular destinations (45 percent) are connected to each other because they use the same tracking software. Lewis dubbed the entire connected infrastructure „The Information-Tracking Superhighway.“