Jemen versinkt weiter in Not


Eine Mutter mit ihren vier an Cholera erkrankten Kindern in Sana’a. Bild: UNICEF Yemen/2017/Madhok
Über 300.000 Menschen sind bereits an Cholera erkrankt, Millionen haben zu wenig Nahrung, das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Seit Wochen wütet im Jemen die Cholera, die im Oktober des letzten Jahres Fuß gefasst hat. Schon bald hatten Hilfsorganisationen vor einer drohenden Epidemie gewarnt, aber die Weltöffentlichkeit lässt das Land und den Konflikt alleine.

Die Versorgung vieler Menschen ist auch aufgrund der Blockade nicht mehr gewährleistet, der Krieg und die saudischen Bombardierungen haben viele medizinische Einrichtungen und Krankenhäuser sowie die Infrastruktur zerstört. Nach dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) sind mittlerweile mehr als 300.000 Menschen in dem verarmten Land an Cholera erkrankt, 1 Prozent der Bevölkerung, jeden Tag kommen 7000 neue Kranke hinzu. In manchen Bezirken ist die Infektionsrate wie in der Hauptstadt Sanaa auf 20 Prozent gestiegen, so die WHO am Samstag.

Zwar hat sich die Wachstumsrate der Infektion auf 2 Prozent halbiert und hat sich in den am schlimmsten betroffenen Gebieten verlangsamt, aber es kommen in anderen Gebiete neue Ausbrüche hinzu. Am schwersten betroffen sind die westlichen Gebiete im Jemen, die von den Huthi-Rebellen und Soldaten, die dem früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh treu geblieben sind, kontrolliert und von der saudischen Koalition bombardiert werden. Fast 50 Prozent der Infizierten sind Kinder.

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