Zwei Jahre Haft für Menschenrechtler in Bahrain


Nabil Rajab ist das bisher prominenteste Opfer der Justiz in Bahrain. (Bild: Hamad Mohammed / Reuters)
In Bahrain ist der Menschenrechtler Nabil Rajab zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er erfrechte sich, mit Journalisten zu sprechen. Ihm drohen demnächst weitere, hohe Strafen.

Von Ulrich Schmid | Neue Zürcher Zeitung

Ein Gericht in Manama hat den bekannten Menschenrechtsaktivisten Nabil Rajab wegen «Veröffentlichung und Verbreitung von Gerüchten und Falschmeldungen» zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Rajab ist Gründer und Chef des Bahrainer Zentrums für Menschenrechte und das prominenteste Opfer der bahrainischen Justiz, die seit der blutigen Niederschlagung der sozialen Proteste im Zuge der «Arabellion» 2011 rigoros gegen jegliche Opposition im Land vorgeht. Rajab, hiess es in der Urteilsbegründung, habe durch Fernsehinterviews im Jahre 2015 das «Prestige des Königreichs» untergraben.

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