Lebende Bakterien als „Videorekorder“


Dieses Bild eines galoppierenden Pferdes haben US-Forscher in lebenden Bakterien gespeichert – sogar als Video. © Seth Shipman
Zellen als Datenspeicher: US-Forscher haben erstmals ein Foto und sogar einen Film im Erbgut lebender Bakterien gespeichert. Dafür kodierten sie die Bildinformationen in DNA-Stücken, die von den Zellen in ihr Erbgut eingebaut wurden. Durch DNA-Sequenzierung der Zellen ließen sich die Daten wieder abrufen, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten. Dies eröffne ganz neue Möglichkeiten der biologischen Datenspeicherung.

scinexx

Schon länger experimentieren Forscher damit, das Erbmolekül DNA als Datenspeicher zu nutzen. Denn als Basen kodiert, sind Speicher mit erheblich höheren Datendichten möglich als in herkömmlichen Computern – und sie wären erheblich haltbarer als übliche Datenträger. Bisher wurden solche DNA-Speicher allerdings meist in vitro erzeugt und auch wieder abgelesen – sozusagen im Reagenzglas.

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