Warum verbarg der Vatikan die „Prophezeiung Marias“?


„Wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist“: Statue der Maria von Fátima Quelle: picture alliance / Stefano Spazi
Im Jahr 1917 offenbarte sich Maria mehrmals drei portugiesischen Kindern. Eines brachte später die „Geheimnisse“ zu Papier. Mehrere Päpste ließen die Botschaft im Archiv des Vatikans verschwinden.

Von Thomas Jansen | DIE WELT

Die drei Hirtenkinder Lúcia, ihre Cousine Jacinta und ihr Cousin Francisco hüteten am 13. Mai 1917 bei der Stadt Fátima in Portugal die Schafe der Familie Santos. Um die Mittagsstunde sei plötzlich ein merkwürdiges Leuchten über das Land gekommen, und in der Krone einer Steineiche sei eine Frau in Weiß erschienen, berichteten sie am Abend. Die Dame hätte ihre Hände gefaltet, mit ihnen gesprochen und versichert, sie würde die nächsten Monate jeweils am 13. Tag um dieselbe Stunde zurückkehren.

Den kirchlichen Autoritäten war klar, dass es sich nur um Maria handeln konnte. Umgehend wurde Fatima zu einem populären Wallfahrtsort. Jacinta und Francisco wurden ein Opfer der Spanischen Grippe. Lúcia trat in das Kollegium der Dorotheerinnen von Vilar bei Porto ein und wurde Nonne. 1941 brachte sie die ersten Geheimnisse, die ihr die Heilige Jungfrau anvertraut hatte, zu Papier, 1944 folgte der Bericht über Mariae Botschaft vom 13. Juli 1917. Der versiegelte Briefumschlag aus Portugal wurde für zwei Generationen eine der am besten gehüteten Verschlusssachen des Vatikans.

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