Der Scheinriese Erdogan


Bild: Magazin „The Economist“
Dem türkischen Präsidenten geht es nur um den Machterhalt. Doch die Wirtschaft bricht zusammen und die besten Köpfe fliehen. Ein Kommentar.

Von Susanne Güsten | DER TAGESSPIEGEL

Ein Jahr nach dem Putschversuch in der Türkei sieht auf den ersten Blick alles nach einer dauerhaften Zementierung der Macht von Präsident Recep Tayyip Erdogan und dessen Regierungspartei AKP aus. Doch der Eindruck täuscht. Erdogans Türkei gleicht immer mehr einer nahöstlichen Despotie, die ohne den Mann an der Spitze nicht existieren kann. Sein Land und er selbst sind isoliert.

Die Kernbestandteile jeder Demokratie – der freie Wettstreit der Ideen und die wirksame Kontrolle der Macht – sind in der Türkei außer Kraft gesetzt. Seit dem Umsturzversuch, der sich am Samstag jährt, sind alle Befugnisse auf die Person Erdogans konzentriert. Der Staatschef ist Oberbefehlshaber der Armee, Chef der Regierung, Vorsitzender der Regierungspartei AKP und gebärdet sich außerdem als oberster Richter.

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