Themar wartet auf „Stahlgewitter“ und „Blutzeugen“


© DPA In Themar bereiten sich viele Bürger auf die Ankunft der Rechten vor. Es werden auch heftige Krawalle befürchtet.
Wie bereitet man sich auf Deutschlands größte Rechtsrock-Veranstaltung vor – inklusive der erwarteten Ausschreitungen? Eine Frage, die sich nun eine Kleinstadt in Thüringen stellen muss.

Von Stefan Locke | Frankfurter Allgemeine

Sein Telefon klingelt permanent, auch E-Mails kommen am Freitag beinahe im Minutentakt, und es sind „viele sehr hässliche“ dabei, wie der Bürgermeister sagt. Gerade eben etwa habe er Folgendes lesen müssen: „Du rechtsoffenes Arschloch gehörst wie 80 Prozent der Deutschen ausgerottet!“ Hubert Böse ist parteilos und seit 17 Jahren Oberhaupt der Kleinstadt Themar im Süden Thüringens, doch so etwas wie in den vergangenen Tagen hat er noch nicht erlebt.

Seit bekannt ist, dass an diesem Wochenende auf einer Wiese am Ortseingang sogenannte Rechtsrock-Bands beim bundesweit wohl größten Neonazi-Konzert des Jahres spielen und sich dazu Anhänger aus Deutschland und Europa treffen werden, ist es mit der Beschaulichkeit des Ortes vorbei. „Seit letztem Wochenende fürchten viele Einwohner auch noch, dass es hier zu Zuständen wie in Hamburg kommen könnte“, sagt Böse. Die Polizei rechnet mit 5000 Rechtsrock-Anhängern und etwa 2000 Teilnehmern bei Gegenveranstaltungen.

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