Indien und China: Die schlimmsten Spannungen seit langem


Bild: Fufur/CC BY-SA-4.0
Die beiden asiatischen Giganten streiten um einige karge, aber strategisch wichtige Felsbrocken und Geröllhalden im Himalaya

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Seit Mitte Juni stehen sich im chinesisches und indisches Militär in Dreiländereck Bhutan, Indien und China gegenüber. Bisher ist kein Soldat zu Schaden gekommen, aber Jeff M. Smith, ein langjähriger Beobachter der Grenzkonflikte im Himalaya, spricht von der ärgsten Konfrontation seit 1967, dem letzten ähnlichen Vorfall, bei dem es ganz in der Nähe des aktuellen Schauplatzes mehrere Tote auf beiden Seiten gegeben hatte. (In Smiths Beitrag findet sich auch eine Karte der betroffenen Region.)

Der jetzige Streit hat sich daran entzündet, dass chinesische Soldaten mit dem Bau einer auf das Doklam-Plateau führenden Straße begonnen haben. Nach chinesischer Lesart handelt es sich dabei um Territorium der Volksrepublik, nach der Lesart Bhutans gehört es zum Königreich.

Indien verteidigt formell die Position Bhutans und beruft sich auf einen Beistandspakt, der ihm mehr oder weniger ein Veto-Recht über die Verteidigung seines kleinen Nachbarns einräumt. Ansonsten stehen die indischen Truppen in Sikkim, einem winzigen indischen Bundesstaat und ehemals selbständigen Königreich, das Anfang der 1970er zunächst von indischen Truppen besetzt wurde und dann nach einer positiven Volksabstimmung der Union beitrat.

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