Algen: Der „grüne Tsunami“ in der Bretagne


foto: stefan brändle Der 72-jährige Naturschützer André Ollivro kämpft seit Jahren gegen die Ursachen der Algenplage in der französischen Bretagne.
Ausgerechnet zur Ferienzeit grassiert die Algenpest. Das Problem ist die Überdüngung der Böden durch die lokale Landwirtschaft

Von Stefan Brändle | derStandard.at

Die „Pointe des Guettes“ ist ein Geheimtipp für Bretonen: Der Sandstrand in einer kleinen Felsbucht ist zu Fuß nur durch eine steile Treppe erreichbar. Drei Burschen in Shorts, im Arm einen Ball, nehmen mehrere Stufen auf einmal und jauchzen bei jedem Sprung. Doch bei der Kette ist Endstation. Der Zugang zum Meer ist gesperrt, wie die Präfektur auf einem heruntergerissenen Dekret mitteilt. Enttäuscht macht sich das Trio auf zum nächsten Strand, in der Hoffnung, dass dieser noch offen ist, frei von der Algenpest.

Denn deshalb ist die Pointe des Guettes seit ein paar Tagen geschlossen: Den Sand bedeckt ein dicker Teppich angeschwemmten Grünzeugs. André Ollivro hebt eine Handvoll hoch und stellt fest: „Dieser ‚Salat‘ ist noch frisch.“ Der 72-jährige Naturschützer geht knöcheltief durch glitschigen Schlick. „Nicht gerade das, was das Herz des Urlaubers erfreut“, meint er sarkastisch. „Diesen Sommer ist die grüne Plage schlimmer als in den Vorjahren.“

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