Kirchliche Trauungen: «Die weltliche Konkurrenz hat zugenommen»


Nicolas Mori von der reformierten Zürcher Landeskirche findet, die Kirche müsse sich öffnen, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Von Lena Schenkel | Neue Zürcher Zeitung

Zürcher Paare heiraten zwar nicht weniger häufig als vor zwanzig Jahren, aber immer weniger oft kirchlich (siehe Grafik). Selbst unter Kirchenmitgliedern heiratet nur jeder dritte Reformierte nach der zivilen Trauung auch kirchlich, bei den Katholiken sind es 23 Prozent. Bei Letzteren sorgt immerhin der hohe Ausländeranteil von rund 30 Prozent für eine steigende Zahl kirchlicher Trauungen von Zürcher Katholiken, die sich in der Statistik allerdings nicht wiederfinden – weil sie im Ausland abgehalten werden. Bei den Reformierten hingegen ist die Zahl der kirchlichen Trauungen innert 50 Jahren um gut drei Viertel eingebrochen.

Herr Mori, weshalb trauen sich nur noch so wenige Paare kirchlich?

Früher hatten Heiratswillige die Wahl zwischen einer nüchternen Trauung auf dem Standesamt und einer feierlichen Zeremonie in der Kirche – dazwischen gab es nichts. In Zürich können sie sich heute auch im Zunfthaus oder im Zoo standesamtlich trauen lassen. Die säkulare Konkurrenz hat zugenommen – heute zählt eben auch die Location.

weiterlesen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s