Darf Religion berufliche Anforderung sein?


Das Kreuz mit den Religionen
Erstmals behandelt der Europäische Gerichtshof einen Fall, der die besondere Stellung der Kirchen in Arbeitsverhältnissen betrifft. Das Urteil könnte für Deutschland eine maßgebliche Bedeutung haben.

Von Franziska Broich | katholisch.de

In Deutschland ist das Selbstverwaltungsrecht der Kirchen in Artikel 140 des Grundgesetzes verankert. Das bedeutet zum Beispiel, dass Kirchen entscheidenkönnen, wen sie einstellen. Das sei eine Besonderheit in Europa, sagt die Expertin für Religions- und Rechtsfragen Doris-Maria Schuster. In den meisten anderen EU-Staaten sei die Position der Kirchen nicht verfassungsrechtlich geschützt. Während das Bundesarbeitsgericht in Deutschland die Sonderstellung der Kirchen bereits in mehreren Urteilen bestätigte, ist das auf europäischer Ebene nicht der Fall.

Zum ersten Mal verhandelt am Dienstag der Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg darüber, ob es nach europäischen Recht eine Diskriminierung darstellt, wenn ein Bewerber bei einem kirchlichen Arbeitgeber wegen seiner Konfessionslosigkeit ausgeschlossen wird.

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2 Gedanken zu “Darf Religion berufliche Anforderung sein?

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