Türkei will gezielt Spitzel im Verfassungsschutz platzieren


Mehrere Bewerber beim Inlandsnachrichtendienst hatten enge Kontakte zum türkischen Geheimdienst. Der Verfassungsschutz reagierte mit einer Maßnahme, die unter Nato-Partnern höchst ungewöhnlich ist.

Von Dirk Banse, Uwe Müller | DIE WELT

Das Verhältnis zwischen deutschen und türkischen Geheimdiensten ist traditionell schwierig. Seit einem halben Jahrhundert operieren die von der Staatsmacht in Ankara hierher entsandten Agenten so, als ob es sich bei der Bundesrepublik um ihr Land handeln würde. Nach dem Putschversuch vor einem Jahr sind jetzt die ohnehin angespannten Beziehungen auf einem neuen Tiefpunkt angelangt.

Nach Informationen der WELT versucht der türkische Geheimdienst MIT offenbar, gezielt Spitzel im Verfassungsschutz zu platzieren, um den Inlandsnachrichtendienst zu unterwandern. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) teilte der WELT dazu mit: „Das BfV ist wie jeder andere Nachrichtendienst Ziel von strategischen Einschleusungsversuchen ausländischer Geheimdienste. Deshalb müssen wir als Sicherheitsbehörde besonders wachsam in Bezug auf Bewerber sein.“ Zu Details des heiklen Sachverhalts äußert sich die Kölner Behörde nicht.

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