Benedikt gegen Franz


Papst Franziskus (l.) und sein zurückgetretener Vorgänger Benedikt XVI. (r.) bei der Feier des 65. Priesterjubiläums von Benedikt im Apostolischen Palast im Vatikan im Juni 2016. (Foto: imago/epd)
Der alte Papst hat eine wohlkalkulierte Grabrede für Kardinal Meisner entworfen. Sie ist zugleich eine Warnung an Benedikts Nachfolger Franziskus: Verrate mein Erbe nicht.

Von Matthias Drobinski | Süddeutsche.de

Es ist doch nur ein Grußwort, könnte man sagen. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. und der verstorbene Kardinal Joachim Meisner kannten sich ein halbes Leben lang, sie teilten die Sorge, dass die katholische Kirche dem Zeitgeist Tür und Tor öffnen könnte. Warum also sollte Benedikt nicht aus seiner römischen Klause heraus dem toten Amtsbruder einen letzten Gruß schicken, warmherzig und persönlich formuliert?

Die Worte aber, die Benedikt gewählt hat, zeigen: Dem alten Papst geht es nicht um ein paar warme Sätze am Sarg des Freundes. Das Grußwort ist ein Programm. Benedikt spricht von der „Diktatur des Zeitgeistes“, der Kardinal Meisner widerstanden habe; er vergleicht den Zustand der katholischen Kirche mit einem Schiff im Sturm, das „schon fast zum Kentern angefüllt ist“.

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