Dodo Müller kritisiert „scheinheilige Papstdevotion“


Gerhard L. Müller links im Bild
Die Amtszeit von Kardinal Müller hat Franziskus überraschend nicht verlängert. Die Gründe sind unklar. Doch nun tritt Müller nach, spricht von „höfischem Gehabe“. Den Papst kritisiert er nur zwischen den Zeilen.

DIE WELT

Es ist Anfang Juli in Rom und glühend heiß. Die Klimaanlage brummt. Kardinal Gerhard Ludwig Müller sitzt vor einer großen Bücherwand in seiner Wohnung unweit des Vatikans und deutet auf die Anlage. „Ich bin drei Mal umgezogen, bis ich hier in die Wohnung einziehen konnte. Dann die Renovierung, die Klimaanlage, das alles auf eigene Kosten“, sagt er. Drei Mal umziehen für einen der wichtigsten Posten der katholischen Kirche – den er jetzt allerdings verloren hat.

Der ehemalige Regensburger Bischof war fünf Jahre lang Chef der Glaubenskongregation im Vatikan und gehörte zu den mächtigsten Männern im Kirchenstaat. Bis Papst Franziskus seine Amtszeit Anfang Juli überraschend nicht verlängerte. „Ich bin alleine für dieses Amt nach Rom gegangen“, sagt der 69-Jährige. „Es ist nicht so wie wenn man bei einer Regierung berufen wird oder bei internationalen Organisationen, wo alles bezahlt wird. Da hat sich niemand um mich gekümmert.“ Und: „Wir Deutschen kriegen die Wohnungen, in die man am meisten investieren muss. Mehr will ich dazu nicht sagen.“

weiterlesen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s