Georg Ratzinger war Teil des Gewaltsystems bei den Regensburger Domspatzen


Georg Ratzinger, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA 4.0 – Ricardo.ciccone
  • Mindestens 500 Jungen haben bei den Regensburger Domspatzen körperliche Gewalt erlitten, 67 wurden Opfer sexueller Gewalt.
  • Das geht aus dem Abschlussbericht zum Missbrauchsskandal hervor.
  • Darin geht es auch um Georg Ratzinger, der 30 Jahre lang Chorleiter war. Der Bruder des ehemaligen Papstes Benedikt hat demnach „in vielen Fällen“ Gewalt angewendet.

Von Andreas Glas | Süddeutsche.de

Ulrich Weber brauchte beide Hände, um den Abschlussbericht in die Kameras zu halten. Mehr als 400 Seiten lang ist der Bericht, ein dicker Packen, der die Dimensionen der Gewalt und des Missbrauchs bei den Regensburger Domspatzen gut sichtbar macht. Weber, vom Bistum mit der Klärung des Skandals beauftragt, sprach am Dienstag etwa 20 Minuten vor der Presse.

Aber um diesen Wahnsinn zu erfassen, braucht es mehr Zeit. „Die Lektüre wird für viele Menschen nicht einfach sein“, heißt es in der fünften Zeile. Wer bis zum Ende durchhält, stellt fest: Diese Warnung ist brutal untertrieben.

Zwischen 1945 und 1992 haben also 500 Buben körperliche Gewalt erfahren, 67 wurden Opfer sexueller Gewalt, es gibt 49 Beschuldigte. Ziel des Berichts sei es, „die Opfer sprechen zu lassen“, so steht es in der Einführung. Dutzende Opfer schildern ihre Erlebnisse im „Lager“, im „Zuchthaus“, in der „Hölle“.

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3 Gedanken zu “Georg Ratzinger war Teil des Gewaltsystems bei den Regensburger Domspatzen

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