Leben im Schatten des schlummernden Vulkans


Ein Geologe nahe einer Rauchsäule auf dem Gebiet der Phlegräischen Felder in Pozzuoli (Italien). (Foto: dpa)
Unter den Phlegräischen Feldern bei Neapel lauert ein gigantischer Vulkan. Die Bewohner geben sich gelassen, aber Geologen sind weniger entspannt.

Von Oliver Meiler, Marlene Weiß | Süddeutsche.de

Wenn es eine Stadt gibt, die alles in sich trägt, Leben und Tod, Schönheit und Abgrund, Geschenke und Gefahren der Natur im Überfluss, dann ist das Neapel. Neapel sehen und dann sterben, zitierte schon Goethe auf seiner „Italienischen Reise“. Wo das Sprichwort ursprünglich herkommt und wie es einst gemeint war, ist nicht klar. Die Neapolitaner aber verstehen es so: Wer einmal hier war, hat alles gesehen, der kann ruhig sterben.

Leben und Tod, sie liegen in Neapel nahe beieinander. Kürzlich hat eine viel beachtete Studie gezeigt, dass derzeit vermutlich kein Vulkan der Erde gefährlicher ist als die Phlegräischen Felder mit ihren 29 potenziell eruptiven Zentren im Westen von Neapel. Vielleicht gibt es andere Vulkane, deren Magma noch näher an der Erdoberfläche liegt oder die noch größere Magmakammern haben. Doch kaum einer bedroht unmittelbar so viele Menschen wie die „glühenden Felder“, die Campi Flegrei, wie die Italiener sie nennen. Sie erstrecken sich über eine Fläche mit einem Durchmesser von zwölf Kilometern.

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